BIBLIOTHECA AUGUSTANA

 

Walter Benjamin

1892 - 1940

 

 

Der Autor

 

Hans-Jürgen Krahl wird 1943 in Sarstedt bei Hannover geboren. Bei einem Bombenangriff verliert er als kleines Kind ein Auge. Nach dem Abitur an einem humanistischen Gymnasium beginnt er 1963 in Göttingen das Studium der Philosophie, Germanistik, Geschichte und Mathematik. 1961 war er der CDU beigetreten und in Göttingen wird er Mitglied einer schlagenden Verbindung. 1964 tritt er in den Sozialistischen Deutschen Studentenbund ein. 1965 immatrikuliert er sich an der Frankfurter Universität und beginnt bei Theodor W. Adorno seine Dissertation mit dem Thema «Naturgesetze der kapitalistischen Entwicklung bei Marx». 1967 ist er der führende Kopf des Frankfurter SDS. Uwe Wesel schreibt in seinem Artikel «Der Krahl» (DIE ZEIT, 12.9.2002): «Überall ist Krahl 1968 dabei. Beim großen Vietnam-Kongress in Berlin und bei der Debatte mit Ralf Dahrendorf auf dem Frankfurter Soziologentag... Im Herbst ... wird er vor der Paulskirche von der Polizei verprügelt, diskutiert darüber mit Adorno, Günter Grass und Habermas und ist im Wintersemester beim aktiven Streik Sprecher aller protestierenden Studenten. Nach der Institutsbesetzung und der Verhaftung (im Januar 1969) ist Krahl ihr Held... Kaum aus der Untersuchungshaft entlassen, eilt er wieder von Auftritt zu Auftritt... Seit Oktober läuft in Frankfurt ein neuer Prozeß wegen Landfriedensbruch... Heiligabend das absurd harte Urteil: ein Jahr und neun Monate Gefängnis. Krahl geht in Revision und bleibt auf freiem Fuß. Und dann das Ende auf der Bundesstraße 252 ... etwa 50 Kilometer vor Marburg [nach Wikipedia: bei Wrexen in der Nähe von Kassel], am späten Abend des 14. Februar 1970. Hans-Jürgen Krahl sitzt neben dem Fahrer, der Wagen gerät auf der eisglatten Straße ins Schleudern und stößt zusammen mit einem Lastwagen, der ihnen entgegenkommt. Krahl ist sofort tot.»

 

 

 

Das Werk

 

Angaben zur Person

Zur Wesenslogik der Marxschen Warenanalyse

Bemerkungen zur Akkumulation und Krisentendenz des Kapitals

Revolutionäre Theorie und existenzielle Radikalität

Ontotogie und Eros - zur spekulativen Deduktion der Homosexualität

Zu Henry Lefèbvre

Zu Herbert Marcuse

Zu Karl Korsch: Marxismus und Philosophie

Diskussionsbeitrag auf dem Berliner Vietnam-Kongress

Römerbergrede

Notizen zu Lenin: Was tun?

Zu Marx: Klassenkämpfe In Frankreich

Zu Lukács: Geschichte und Klassenbewusstsein

Zu Lenin: Staat und Revolution

Zu Lenin: Der «linke» Radikalismus, die Kinderkrankheit des Kommunismus

Aus einer Diskussion über Lukács

Zur Geschichtsphilosophie des autoritären Staates

Antwort auf Jürgen Habermas

Das Elend der kritischen Theorie eines kritischen Theoretikers

Autoritäten und Revolution

Zur historischen Dialektik der nachstalinistischen Reform in der CSSR

Über Reform und Revolution

Zur Ideologiekritik des antiautoritären Bewusstseins

Der politische Widerspruch der kritischen Theorie Adornos

KritischeTheorie und Praxis

Fünf Thesen zu «Herbert Marcuse als kritischer Theoretiker der Emanzipation»

Zur Dialektik des antiautoritären Bewusstseins

Über «Marxismus-Leninismus»

Rede auf einem Teach-in zur Wahl des Studentenparlaments im Wintersemester 1969/70

Produktion und Konstitution

Thesen zum allgemeinen Verhältnis von wissenschaftlicher Intelligenz und proletarischem

Klassenbewusstsein

Programmentwurf für die Zeitschrift «Hefte für politische Ökonomie»

Projektion und Konstitution

Beiträge aus den Schulungsprotokollen

Produktion und Klassenkampf

Autorität und antiautoritäre Bewegung (Statement auf einer Podiumsdiskussion

mit Adorno, Habermas, Friedeburg u.a. während der Frankfurter Buchmesse 1968)

Abstraktion und Erkenntnis

Erfahrung des Bewusstseins

Vom Ende der abstrakten Arbeit

Referat auf der 22. Delegiertenkonferenz des SDS (gemeinsam mit Rudi Dutschke, 5. September 1967)

 

 

Sekundäres

 

Uwe Wesel, Der Krahl (DIE ZEIT, 12. 9. 2002)

Quellen, Kolophon