Campus Prinz-Karl-Viertel

JVA_1 Foto: Hochschule Augsburg Ehemalige Justizvollzugsanstalt: Nach ausführlichen Umbauarbeiten entsteht hier der Campus Prinz-Karl-Viertel der Hochschule Augsburg.

Hochschule Augsburg übernimmt Gebäude der ehemaligen Justizvollzugsanstalt

Mit dem Auszug der Justizvollzugsanstalt Augsburg im vergangenen Jahr in der Hochfeldstraße des Prinz-Karl-Viertels standen dort 3.400 Quadratmeter staatliche Fläche leer, die im Eigentum des Freistaats Bayern stehen. Sie werden – wie alle staatlichen Gebäude – von der Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) verwaltet. Diese hat kürzlich das JVA-Areal bestehend aus zwei großen Gebäuden, einer Freifläche und einer Halle an die Hochschule Augsburg übertragen. Damit besteht für die Hochschule die Möglichkeit, ihre Raumnot zu beheben.

Innerhalb der vergangenen fünf Jahre ist die Zahl von 4.000 auf 6.000 Studierende gestiegen, die Anzahl der Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahm ebenfalls zu. Sie brauchen Lehrräume und Büros, weshalb die Hochschule auf den zwei bestehenden Campi Brunnenlech und Rotes Tor an ihre Grenzen stößt.

Das Ziel der Hochschule ist es mit der ehemaligen JVA einen dritten Campus in Laufweite der anderen beiden Standorte einzurichten: den Campus Prinz-Karl-Viertel. Bereiche der Zentralen Dienste, die nur geringen Kontakt mit den Studierenden haben, sollen umziehen. Zum Beispiel die Abteilungen Personal und Recht sowie Finanzen. Außerdem werden Büros für wissenschaftliche Mitarbeiter, Professorinnen und Professoren entstehen. Ebenfalls wird überprüft, ob Starkstrom, das Formula Student Electric Team, dort Platz findet. An dem interdisziplinären Projekt entwickeln über 60 Studierende und Professoren gemeinsam einen Elektrorennwagen.

Doch bevor die Hochschule ihren dritten Campus einweihen kann, hat sie noch einen langen Weg vor sich. Die Gebäude müssen umgebaut, Schutzeinrichtungen entfernt und die Räume und Fenster neu zugeschnitten werden. Aktuell liegt eine Vorstudie des Staatlichen Bauamts sowie ein erstes Raumkonzept vor. Auf dieser Basis sollen Anfang 2017 die Gespräche mit der Stadt Augsburg fortgesetzt werden, damit der Weg zur notwendigen Änderung des jetzigen Baurechts gelingt. Erst im nächsten Schritt können dann Planungsmittel im staatlichen Haushalt beantragt werden. Der bayerische Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle hat jüngst den gestiegenen Raumbedarf der Hochschule ausdrücklich anerkannt und seine Unterstützung zugesagt.

Mitteilung vom 14. Dezember 2016