27.10.2011 Informatik-Kolloquium

Mensch-Maschine-Interaktion in der Fabrik

Mit der modellbasierten Benutzungsschnittstellentwicklung zum User Interface von morgen?!

Aufschrauben von Dispensern
Foto: SmartFactory-KL Aufschrauben von Dispensern.
Während sich die kognitiven Fähigkeiten des Menschen seit tausenden von Jahren nicht wesentlich geändert haben, steigt der funktionale Umfang heutiger interaktiver Systeme kontinuierlich an. Auch in heutigen Produktionsanlagen sind die Benutzer gezwungen mit einer Vielzahl komplexer Endgeräte zu interagieren, wobei deren Benutzungsschnittstellen noch häufig eine geringe Gebrauchstauglichkeit aufweisen und die Benutzer nicht bei ihren Aufgaben (z.B. Wartung, Instandhaltung, …) unterstützen.

Zukünftige, smarte Produktionsanlagen können das Servicepersonal mittels ambient-intelligenter Benutzungsschnittstellen (z.B. in Form mobiler und laufzeitadaptiver Bediengeräte) besser bei Wartungstätigkeiten unterstützten, indem sie den Benutzern die Informationen situations- und aufgabengerecht bereitstellen. Für die Realisierung solch zukünftiger Benutzungsschnittstellen bieten sich modellbasierte Entwicklungsmethoden und Werkzeuge aus der Informatik an, die eine effizientere und durchgängigere Entwicklung solcher Systeme versprechen.

Modellbasierte Benutzungsschnittstellenentwicklung

Die an die Anforderungen der Produktionsautomatisierungsdomäne angepassten Konzepte der modellbasierten Benutzungsschnittstellenentwicklung (engl. Model-based User Interface Design (MBUID)) bieten die Möglichkeit, einen durchgängigen, nutzerzentrierten und aufgabenorientierten Entwicklungsprozess umzusetzen, der die effektive Realisierung von kontextadaptiven Benutzungsschnittstellen erlaubt, welche für verschiedene Zielmodalitäten, Plattformen und Endgeräte zur Verfügung gestellt werden können.

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelten und in der industrienahen Demonstrationsanlage SmartFactoryKL evaluierten Benutzungsschnittstellen für zukünftige, smarte Produktionsanlagen und führt in den am DFKI entwickelten, modellbasierten Useware-Entwicklungsprozess ein. Die Präsentation stellt die dabei gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen mit der modellbasierten Benutzungsschnittstellenentwicklung heraus und adressiert die Fragen: Wann eignen sich MBUID-Methoden, was sind heutzutage ihre Einschränkungen und wie können die Ansätze weiter verbessert werden?

Kolloquium im Überblick

Das Kolloquium dürfte fakultätsübergreifend interessant sein, da es Usability mit technischen Anforderungen aus dem Maschinenbau verbindet.

Termin: Donnerstag, 27.10.2011, 15.30 Uhr
Raum: J4.01, Campus am Roten Tor, Fakultät für Informatik

Referenten: Dr.-Ing. Gerrit Meixner und Dipl.-Inf. Marc Seißler

Organisator: Prof. Dr.-Ing. Christian Märtin
Professur für Rechnerarchitektur und Intelligente Systeme
christian.maertin@hs-augsburg.de

Kontakt zu den Referenten

Dr.-Ing. Gerrit Meixner
Senior Researcher
Gruppenleiter "Mensch-Maschine-Interaktion"
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Innovative Fabriksysteme (IFS)
Trippstadter Strasse 122
67663 Kaiserslautern
Telefon: 0631-205 3707
E-Mail: Gerrit.Meixner@dfki.de

Dipl.-Inf. Marc Seißler
Researcher
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Innovative Fabriksysteme (IFS)
Trippstadter Strasse 122
67663 Kaiserslautern
Telefon: 0631-205 3672
E-Mail: Marc.Seissler@dfki.de

 

Meldung vom 10. Oktober 2011