Nachgeforscht

Nachgeforscht in der Fakultät für Elektrotechnik

Ist E-Mobilität noch Zukunftsmusik?

E-Ladestation
Foto: Christine Lüdke E-Ladestation auf dem Campus am Roten Tor.
Immer mehr Elektro-Ladesäulen halten Einzug im Augsburger Stadtbild. Auch auf dem Campus am Brunnenlech wurde jüngst eine Ladestation für Zweiräder am DB-Haltepunkt eröffnet. Prof. Franz Raps, Dekan an der Fakultät für Elektrotechnik der Hochschule Augsburg hat sich der Frage gewidmet, ob E-Mobilität noch Zukunftsmusik ist?

Prof. Franz Raps: „Weg vom Öl“, so lautet ein bedeutendes Ziel der Energiepolitik. Bis 2020 sollen in Deutschland eine Million Elektrofahrzeuge für die Straße zugelassen sein – allein 200.000 davon in Bayern. Elektrofahrzeuge sind leise und schadstoffarm – ein wichtiger Aspekt für unsere belasteten Innenstädte. Elektrische Antriebe sind wegen ihres hohen Wirkungsgrades effizienter als Verbrennungsmotoren und helfen so Energie zu sparen. Stammt der Strom für diese Fahrzeuge aus erneuerbaren Energiequellen, dann bedeutet das eine enorme CO2 Ersparnis und so eine Verringerung der Treibhausgasemissionen.

Entscheidend für die erfolgreiche Einführung und Vermarktung von Elektrofahrzeugen ist die Weiterentwicklung der Batterien. Notwendig sind insbesondere eine Verringerung der Kosten und des Gewichts der Energiespeicher, sowie eine Erhöhung der Lebensdauer. Hierzu sind intensive Förderungen für Wissenschaft und Industrie besonders wichtig.

Elektro-Autos sind noch wenig verbreitet. Angebot und Nachfrage bei elektrisch betriebenen Zweirädern erleben jetzt schon einen regelrechten Boom. Durch ein passendes Angebot an Ladesäulen für E-Zweiräder in Augsburg, kann das Thema Elektromobilität für alle „erfahrbar“ werden. So auch an der Hochschule Augsburg, wo nun in Kooperation mit den Stadtwerken Augsburg am DB-Haltepunkt an der Haunstetter Straße drei Ladesäulen für Zweiräder eröffnet wurden. Hier hat die Zukunft schon begonnen.

 

Meldung vom 1. April 2011