Fachklassen
Übersicht zu den Fachklassen
Im Bachelorstudiengang Kommunikationsdesign werden je nach Bedarf folgende Fachklassen angeboten:
Fachklasse für 3D-Animation
Für alle, die gern Animationsfilme realisieren wollen oder an Projekten mit raumbezogenen Inhalten arbeiten wollen, bietet die Fachklasse eine Spezilaisierungsmöglichkeit im Entwickeln von Drehbüchern, im Modellieren und Riggen. In der Fachklasse 3D-Animation wird in kleinen Teams an vorgegebenen oder eigenen Aufgaben gearbeitet. Softwarekenntnisse sind nicht notwendig, vorausgesetzt wird jedoch die Bereitschaft zur Einarbeitung in komplexe 3D-Software und zum prozessorientierten Denken. Die Fachklasse für 3D-Animation wird von Prof. Jens Müller geleitet. > Arbeitsbeispiele und Auszeichnungen
Fachklasse für Fotografie
In dieser Fachklasse geht es weniger um die Vertiefung Ihrer,- inzwischen gut ausgeprägten,- fotografischen Grundkenntnisse, sondern vielmehr um die Weiterentwicklung Ihrer visuellen Ausdruckskraft und die Einbindung themen-orientierter Fotografie in komplexe, bild-dominante Anwendungen. Dabei wollen wir uns vor allem an die Erkundung (für uns) noch neuer, fotografischer Bildwelten wagen,- angesiedelt zwischen Landschaftsfotografie und Werbung, People und Still, Architektur und Akt, Reportage und Inszenierung, Streetphotography und Mode, der Loch- und der Digitalkamera etc. In der Praxis bedeutet das: Wir sondieren, diskutieren und erarbeiten zunächst mehrere, vielversprechende Foto-„Projekte“. Dabei besteht die Möglichkeit, auch eigene bzw. gänzlich andere Themen, als zunächst angedacht, zur Disposition zu stellen. Danach entscheiden Sie sich gemeinschaftlich für EINES der vorgeschlagenen Semester-Themen. In der nachfolgenden Realisierungsphase bilden Sie zunächst kleine Arbeitsgruppen, entwickeln in diesen ein individuelles Gestaltungskonzept und begeben sich anschließend auf die Suche nach einer geeigneten, möglichst aufregend neuen Bildsprache.- Hier geht es dann darum, im Rahmen Ihrer ganz persönlichen Visionen und Gestaltungskonzepte und Ausdrucksmöglichkeiten zu erfinden (Dazu erhalten Sie auch unterstützung im Rahmen des Tutoriums „Fotografische Realisierungstechniken“.) unser gemeinsamer Ansatz wird es also sein, den Ansprüchen Ihres Studienganges und den Erwartungen des Marktes (Agenturen, Designer, Verlage etc.) entsprechende Fotoarbeiten (in Bild und Text) zu schaffen, die den Betrachter überraschen,- mutig, weil weniger angepaßt sind,- und im positiven Sinne nachhaltig wirken. Die Fachklasse Fotodesign wird von Rainer Funck geleitet.
Fachklasse für Grafikdesign
Grafik-Design ist ein Bereich innerhalb der visuellen Kommunikation der sich einzelner Disziplinen wie Illustration, Fotografie, Typografie, Text und anderer bedienen muss, um visuelle Lösungen für zuvor definierte Aufgabenstellungen zu erarbeiten. Dabei berühren einzelne Projekte zwangsläufig auch die anderer Fachklassen. Jedoch liegt in der Fachklasse Grafik-Design die Ausrichtung weniger auf Vertiefung als auf der Bearbeitung einer möglichst breiten Palette von Designaufgaben vorwiegend aus dem Printbereich. Die Aufgabenstellungen reichen von der Entwicklung von Plakaten, Flyern, Broschüren bis hin zu dreidimensionalen Lösungen wie Packungen oder Merchandisingartikel. Schwerpunkt dabei ist nicht nur die Weiterentwicklung formal-ästhetischen Könnens und typografischer Sicherheit sondern vor allem die Verbesserung analytischen und konzeptionellen Denkens, die Fähigkeit zur Assoziation und zur Entwicklung von Bildideen anhand komplexer Designaufgaben.
Fachklasse für Identität und Marke
Ob Politiker oder Popstar, Industriekonzern oder Indie-Label, Theater oder Tierschutzverein, Buchverlag oder Börse, Fernsehshow oder Fußballclub – alle wollen sie wahrgenommen werden – von mir, von meinem Nachbarn, hier, dort oder gar weltweit. Wie schafft man es, einer informationsgesättigten Mediengesellschaft eine Vorstellung von der Identität eines Menschen oder einer Organisation zu vermitteln? Was bedeutet »Identität« für den Einzelnen, die soziale Gruppe oder das Verständnis von Kultur und Staat? In der Fachklasse »I&M« begeben wir uns auf die Suche nach identitätsstiftenden Ideen, Bildern und Geschichten, die wir so inszenieren, dass sie in den Köpfen hängen bleiben. An Hand von praktischen und experimentellen Projektaufgaben sowie theoretischen Lehreinheiten und Diskursen lernen Sie die Techniken, Instrumente und Methoden der Markenkommunikation kennen – ein Wissen, das Sie heute für Tätigkeiten in den verschiedensten Kommunikationsdisziplinen qualifiziert. Der Kontakt mit nationalen und internationalen Designagenturen wird Ihnen hier zusätzliche Perspektiven eröffnen. Gesucht werden kreative Köpfe, für die konzeptionelles, medienübergreifendes Denken selbstverständlich und gute Gestaltung eine Passion ist. Die Fachklasse wird von Prof. Stefan Bufler geleitet.
Fachklasse für Illustration
Die Illustration ist eine Disziplin, die sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design positioniert hat und vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet. Bedienungsanleitung, Buchcover, Produktverpackungen, Leitsysteme, Zeitschriften, Characterdesign, Comic, Storyboard, Trickfilm, Plakatgestaltung, kurz: in allen Bereichen des Kommunikationsdesign wird sie gebraucht. Im schlechtesten Fall nur als schmückendes Beiwerk. Im besten Fall als zentrales und tragendes Element zur Kommunizierung einer Idee. Die Fachklasse Illustration beschäftigt sich mit den grundlegenden Problemstellungen illustrativen Gestaltens: der Generierung von Bildideen, deren wirkungsvoller Inszenierung und anschließenden Umsetzung in einer durchgängigen und eigenständigen Bildsprache. Hierzu leistet sowohl die spielerische und experimentelle Erkundung unterschiedlicher Materialen einen Beitrag als auch die realitätsnahe, konzeptionelle Arbeit an Illustrationsserien zu vorgegebenen Themenstellungen mit unterschiedlichen Inhalten. Erprobt werden sollen auch Verbindungen von Illustration und Typografie, Fotografie sowie den audiovisuellen Medien. Die Fachklasse versteht sich als Werkstatt. Die Lehrinhalte werden durch Projektarbeiten, die sich an den Anforderungen der Praxis orientieren, zur Anwendung gebracht und vertieft. Die Mitarbeit an dem laufenden Comicprojekt „Strichnin“ ist möglich, aber nicht zwingend, da in der Fachklasse „Illustration“ ein Spielraum für die indiviuduellen Interessenlagen der einzelnen Studierenden geschaffen werden soll. Ziel: Handwerkliche, zeichnerische Fähigkeiten aus dem Zeichenunterricht des Grundstudiums sollen ausgebaut werden. Die Erweiterung der individuellen künstlerisch-gestalterischen Ausdrucksmöglichkeiten und die Entwicklung einer eigenständigen Formensprache steht dabei im Vordergrund. Die Studierenden sollen befähigt werden, die spezifischen Anforderungen der breitgefächerten Arbeitsfelder des Illustrators zu erfüllen. Fachklassenleiter: Prof. Mike Loos.
Fachklasse für Informationsdesign
Der Begriff Informationsdesign beschreibt Gestaltungsprozesse und deren Ergebnisse, die auf ökonomischen Wissenserwerb und nachhaltigen Erkenntniszugewinn beim User zielen. Informationsdesigner erforschen, planen und gestalten z.B. innovative Orientierungs- und Leitsysteme, Infografiken für Nachrichtenmedien, Verlage oder Unternehmen, instruktionale Manuals oder Zeichen- und Hinweissysteme. Informationsdesigner können analytisch denken und innovativ gestalten. Sie kennen die zugrunde liegenden Theorien und kombinieren visuelle Darstellungsformen medienübergreifend zu Sach-, Zahlen- und Kartografiken. Die Fachkasse Informationsdesign fokussiert auf die praxisorientierten Themenfelder Medien, Wissenschaft, Business, Medizin und Sport. Informationsdesign ist ein Fachgebiet mit ausgezeichneten Profilierungs- und Berufschancen. Interessierte können auch in Master- und Ph.D.-Programmen weiter studieren. Geleitet wird die Fachklasse von Prof. Michael Stoll.
Fachklasse für Interaktive Medien
Interfacedesign und Benutzerführung stehen im Mittelpunkt des Interesses der Fachklasse interaktive Medien (IAM). Wir konzipieren und realisieren Internetsites, Installationen oder Mobilanwendungen und testen deren Benutzerfreundlichkeit. Usability ist das zentrale Thema dieser Fachklasse. Softwareschulungen (Dreamweaver, Flash) sind nicht Teil des regulären Programms, können aber parallel als fakultative Tutorien belegt werden. Geleitet wird die Fachklasse von Prof. KP Ludwig John.
Fachklasse für Schrift
Im Kommunikations-Design (Corporate Design, Informationsdesign, Design von Orientierungssystemen, Werbung, Buch, Printmedien, Film, Screen etc.) ist Schrift ausschließlich — und neben Bildern und Illustrationen implantiert und sollte in den meisten Fällen einen hohen Funktionsgrad haben. Form und Schrift wird häufig — ungenügend gestaltet — in letzter Sekunde als zweite Ebene der Bildkomposition übergestülpt. Das Mittelmaß ist vorprogrammiert. Dewegen sollten in der Gestaltungslehre »sehr gute« oder besser »herausragende« Visualisierungen angestrebt werden, d.h. die Gesamtheit der Gestaltung muss ein hohes Niveau haben. Gelingt das, so sind folglich die Berufschancen als Kommunikations–Designer in internationalen seriösen Designbereichen langfristig am größten, je mehr Form–, Schriftsensibilität und Wissen über Schrift existieren. Solche Kenntnisse müssen aber auch in andere Gestaltungsdisziplinen transferiert werden können. Dieser Transfer wird in der Fachklasse behandelt. Mit Zeichnen, Formzeichnen und freier Kalligrafie wird in der FHA, Fakultät für Gestaltung zudem die künstlerische Affinität hergestellt, denn ohne künstlerischen Bezug fehlt dem Kommunikations–Designer Wichtiges. In den meisten »interessanten« Design–Sparten ist die künstlerische Eignung Voraussetzung. Die Erfahrung zeigt zudem, dass die Beherrschung von Gestaltungsprozessen in Kombination mit Wissen und Können im Bereich Schrift und Form, die besten Voraussetzungen für eine flexible, selbstbewusste Gestalterpersönlichkeit sind. Im SS08 geht es um Auseinandersetzung bzgl. Gesamtqualität im Corporate Design (voraussichtlich Unternehmen für optische Präzisionsgeräte). Neben der Betrachtung des gesamten Designprozesses, liegt der Focus auf Signet/Logo, Piktogramm, Hausschrift und grafische Gestaltung. Daneben wird im künstlerischen Segment experimentiert (freie Kalligrafie / Schriftanimation…), um u. a. mehr Möglichkeiten im Kommunikations–Design zu haben. Notwendige schriftspezifische Grundlagen runden das Lehrgebiet ab. Natürlich besteht auch (nicht nur für Spezialisten) die Möglichkeit, eine Schrift nach eigenen Entwürfen zu digitalisieren (Einzelbetreuung). Fachklassenleiter: Prof. Hans Heitmann
Fachklasse für Typografie
Typografie ist grundlegend für visuelles Gestalten. Sie hat zwei Dimensionen, das »lesbar machen« und das »sichtbar machen«. Sie gibt also einerseits Texten Struktur, macht sie Lesern zugänglich und ist eng verbunden mit Text und Sprache. Sie zeigt aber andererseits eine aktivierende und inszenierende Seite, sie macht Gedanken und Bilder »hinter dem Text« sichtbar, ist spielerische Flächengestaltung und Komposition und kann bildhaften Ausdruck annehmen.
Gute Typografie stellt Fragen, sie fragt nach Inhalten und Funktionen und arbeitet konzeptionell und systematisch.
Fortgeschrittenes typografisches Gestalten stellt sich z. B. die Fragen: Wie erreicht man bestmögliche Lesbarkeit? Welche ist die funktionalste Darbietung eines Textes, welche wäre die aktivierendste? Wie »geht« gute Text-Bildgestaltung, gutes Layout? Welche der 100000 Schriften ist die passende, gibt es »die eine ideale«?
Gute Typografie experimentiert aber auch immer wieder, um neue Lösungen zu finden. Sie fragt danach, welche Typografiestile es gibt und versucht sie zu überwinden.
Die Fachklasse erprobt sich auf fortgeschrittenem Niveau, nach Möglichkeit in realen Projekten und Wettbewerben, in den unterschiedlichsten Anwendungen. Schwerpunkt sind Buchgestaltung und Buchkunst, Magazin- und Broschürengestaltung. Die Themen und Projekte können sich aber genauso in der Anzeigen- und Plakatgestaltung finden wie im Verpackungs- oder Ausstellungsdesign. Und erproben lässt sich Typografie natürlich auch in Leit- und Informationssystemen, im Raum und auf Bildschirmen und in Bewegtbildern. Fachklassenleiter: Prof. Michael Wörgötter
Fachklasse für Werbung
Gute Werbung ist selten. Denn: Gute Werbung durchbricht Normen. Gute Werbung ist verständlich. Gute Werbung ist überzeugend. Gute Werbung ist bis ins letzte Detail hervorragend gestaltet. Gute Werbung macht Freude. Den Erfindern und dem Publikum. Doch: Wie kreiert man gute Werbung? Die Fachklasse geht dieser Frage auf den Grund, indem Sie sich dem Thema „Werbliche Kommunikation“ von zwei unterschiedlichen Seiten nähert: der angewandten und der experimentellen. Aufgabenstellungen aus der Praxis und freie Aufgabenstellungen wechseln sich ab. Sie arbeiten mit Werbe- und Designagenturen zusammen. Sie nehmen an Kreativ-Wettbewerben teil. Sie arbeiten sowohl in Gruppen als auch einzeln. Sie erforschen und suchen neue Bildsprachen und Kommunikationswege. Sie lernen Kreativitätstechniken und Strategien zur Ideenfindung. Sie entwickeln medienneutrale Konzeptionen für Waren, Dienstleistungen, aber auch für soziale und gesellschaftspolitische Zwecke. Sie gestalten Plakate, Anzeigen, Spots und alle anderen denkbaren und neu zu erfindenden Kommunikationsmittel. Die Fachklasse wird im SS 08 von Sebastian Hackelsperger als Vertretung für Prof.in Gudrun Müllner geleitet.
Fachklasse für Zeichnen
(keine Informationen vorhanden)
Fachklasse für Zeitbasierte Medien
Animation in allen Varianten - von Legetrick zu Echtzeitsystemen bearbeiten wir in der Fachklasse für Zeit-Medien Projekte und Experimente aus den Themengebieten Fernsehen & Kino, Medienkonvergenz sowie Musik- und Kunst. Konkrete Optionen für die kommenden Semester sind;
— Entwicklung und Produktion neuer TV-Formate
— Entwicklung und Betrieb eines eigenen Streaming Radios
— Kooperation mit neuen, netzbasierten TV-Plattformen
— Geplante Veranstaltungen: TRANSIT, LAB30, ECHTZEIT @ FMX
Während im 3. Semester die formalen Gestaltungsaspekte im Vordergrund standen, arbeiten wir in der Fachklasse in erster Linie konzeptionell und ergebnisorientiert. Dazu werden professionelle Strukturen entwickelt - projektbezogene Arbeitsgruppen und verantwortliche Spezialisierung im Team. Das Erzählen von Geschichten, konkret oder abstrakt, steht im Mittelpunkt. Daher widmen wir dem Aufbau der Dramaturgie (Gestalten in der Zeit!) große Aufmerksamkeit. Das Storyboard ist unser wichtigstes Entwurfsinstrument. Das Ziel: Die Fähigkeit, Projekte vom Konzept bis zum fertigen Produkt selbstständig zu entwickeln und umzusetzen, also Animationsfilme, TV- und CineDesign, Musik- oder Werbeclips zu produzieren und erfolgreich zu veröffentlichen.


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