Profil

Der Studiengang Wirtschaftsinformatik ist ein Studiengang, der sich aus dem Schwerpunkt „Informatik in der Wirtschaft“ weiterentwickelt hat. Er wurde zum ersten Mal im WS 2000/01 begonnen.

 

Die Bedeutung der Wirtschaftsinformatik als Schlüsseltechnologie ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. In allen Bereichen werden Rechner eingesetzt; diese sind zudem weitgehend vernetzt. Als Folge hat die Wirtschaft einen dringenden und langfristigen Bedarf nach Absolventen, welche die Transformation in die Informationsgesellschaft aktiv mitgestalten.

 

Die Fachhochschule Augsburg bietet deshalb neben den Studiengängen Informatik und Multimedia den Studiengang Wirtschaftsinformatik an. Die Aufgaben von Wirtschaftsinformatikern ist es, neue Lösungen für betriebliche Aufgaben unter Ausnutzung der Potenziale der EDV zu suchen, zu planen und umzusetzen. Das Studium soll die dazu erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Methoden so vermitteln, dass der Wirtschaftsinformatiker zur selbständigen Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Verfahren und zu verantwortlichem Handeln befähigt wird.

 

Die Absolventen sollen in der Lage sein, aus konkreten Fragestellungen der Praxis entstandene Probleme systemgerecht zu analysieren und so weit algorithmisch aufzubereiten, dass sie der Bearbeitung durch ein Datenverarbeitungssystem zugänglich gemacht werden können. Voraussetzung dazu ist die Beherrschung systematischer Arbeits- und Vorgehensweisen, deren Kernpunkt die Softwareentwicklung und -anwendung darstellt. Dazu gehören logisches Denken, Verständnis der Methodik der Modellbildung, Fähigkeit zur Erarbeitung formalen Wissens, Kontaktfähigkeit und Fähigkeit zur Gruppenarbeit. Das Studium soll weiter die Befähigung vermitteln, einen sehr breiten Bereich der Anwendungen der Informatik in Wirtschaft und Verwaltung zu beherrschen. Das Studium bietet neben einer breiten Grundlagenausbildung ein den Marktanforderungen angepasstes Profil. Es ist besonders geprägt durch einen interdisziplinären Ansatz, in dem Elemente der Wirtschaftsinformatik, der Betriebswirtschaft und Informatik ausgewogen und aufeinander abgestimmt in das Grund- und Hauptstudium integriert sind.

Durch das Angebot von fachwissenschaftlichen Wahlpflichtfächern im Hauptstudium wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, ihren Neigungen und späteren Berufserwartungen entsprechende Lehrveranstaltungen zu wählen. Das Angebot der Wahlpflichtfächer wird von der Fakultät den jeweils aktuellen Bedürfnissen angepasst.

Integrierte Praxissemester gewährleisten einen engen Kontakt zur Wirtschaft, Industrie, Handel und öffentlichen Einrichtungen wird intensiv betrieben.

Berufsbild

Das Berufsbild des Diplom-Wirtschaftsinformatikers stellt sich äußerst vielschichtig und differenziert dar. Es umfasst die Systemanalyse, Anwendungsprogrammierung, Konzeption neuer Applikationen aus vorhandenen Modulen, Analyse, Planung und Durchführung anwendungsnaher Fachlösungen, Betreuung und Aufbau von Rechnernetzen, IT-Beratung, Schulung von Mitarbeitern und Kunden, Web-Design und Multimedia-Produktion.

Angesichts der Veränderung der Kommunikationskultur durch Computer und Internet und des damit verbundenen Mangels an Informatikern und IT-Spezialisten sind die Berufschancen von Wirtschaftsinformatikern auch in Zukunft als gut zu bezeichnen.

Das Studium

Das Studium der Wirtschaftsinformatik umfasst acht Semester und gliedert sich in ein zweisemestriges Grundstudium und ein sechssemestriges Hauptstudium. Das Grundstudium führt in die Grundlagen der Informatik, Softwareentwicklung, Statistik, Grundlagen der BWL, Grundlagen der VWL, Buchführung/Bilanzierung und Kosten-/Leistungsrechnung ein. Es wird durch ein erstes praktisches Studiensemester abgerundet, in dem die Studierenden in der Regel Aufgaben der Anwendungsprogrammierung übernehmen. Praxisbegleitende Lehrveranstaltungen ergänzen die betriebliche Erfahrung und wahren den Kontakt zur Fachhochschule.

Im Hauptstudium stehen zunächst fachspezifische Grundlagenfächer und anwendungsbezogene Fachgebiete im Mittelpunkt. Die Vorlesungen und Praktika umfassen u. a. folgende Lehrgebiete: Datenbanken und Informationssysteme, Software-Engineering, Betriebssysteme, Rechnernetze, Rechnerarchitektur, Produktionswirtschaft, Finanz- und Investitionswirtschaft, Controlling, Personalführung und Organisation sowie IT-Anwendungen (u.a. Projektarbeit im Team).

Das 6. Semester ist ein zweites praktisches Studiensemester mit praxisbegleitenden Lehrveranstaltungen. Es gibt den Studierenden Gelegenheit, an einem größeren IT-Projekt mitzuarbeiten und die bereits identifizierten Tätigkeitsschwerpunkte in der betrieblichen Praxis zu vertiefen.

In den letzten beiden Semestern können die Studierenden individuelle Schwerpunkte setzen. Dafür steht ein umfangreicher Katalog an Wahlpflichtfächern aus Informatik und BWL zur Verfügung. Selbständiges Arbeiten am Computer und die Behandlung komplexer Problemstellungen im Rahmen der Diplomarbeit treten in den Mittelpunkt des Studiums.

Die Fachvorlesungen werden durch Übungen begleitet und durch Praktika ergänzt. Der Fakultät stehen hierfür mehrere gut ausgestattete Labore zur Verfügung.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Fächern sowie die Fächerinhalte finden sich auf den Web-Seiten der Fakultät für Informatik.

Studienabschluss

Der Studienabschluss erfolgt in der Regel nach 8 Semestern mit dem akademischen Grad Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) (Dipl.-Wirtschaftsinf. (FH)).