Werkstoffprüflabor
Das Werkstoffprüflabor
Das Werkstoffprüflabor umfaßt Einrichtungen für die Prüfung von metallischen Werkstoffen und von Kunststoffen. Hier werden hauptsächlich vorlesungsbegleitende Praktika sowie Projekt- und Diplomarbeiten durchgeführt. Darüber hinaus werden die vorhandenen Prüfeinrichtungen für die Schulung externer Interessenten und für Projekte mit Firmen genutzt. Das Werkstoffprüflabor wird derzeit von Prof. Dr. Peter Tautzenberger geleitet.
Die Ausstattung
Es stehen folgende Einrichtungen zur Verfügung:
- Universalprüfmaschinen (Zug, Druck, Biegung, Torsion)
- Härteprüfgeräte
- Pendelschlagwerke für Kerbschlagbiegeprüfung
- Torsionsschwingungsprüfgerät
- Ultraschallprüfgerät
- Spektralanalysegerät
- Lichtmikroskop
ZWICK-Universalprüfmaschine
Diese Universalprüfmaschine ist rechnergesteuert und eignet sich zur Bestimmung der mechanischen Kennwerte von Werkstoffen bei Zug-, Druck-, Biege- oder Torsionsbeanspruchung. Die Anlage ist für eine maximale Kraft von 250 kN ausgelegt. Zur Variation der Temperatur ist eine Temperierkammer für den Bereich von –80°C bis +350°C vorhanden.
Härteprüfgerät für Brinell- und Vickershärte
Das Prüfgerät dient zur Ermittlung der Härte von metallischen Werkstoffen. Unter Härte versteht man den Widerstand, den ein zu prüfender Werkstoff einem kraftbeaufschlagten Eindringkörper entgegensetzt. Bei der Härteprüfung nach Brinell dient eine Hartmetallkugel als Eindringkörper, bei der Härteprüfung nach Vickers wird eine Diamantpyramide verwendet. Nähere Einzelheiten zu diesen wie auch zu weiteren Härteprüfverfahren sind in den entsprechenden Normen festgelegt.
Pendelschlagwerk
Der Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy wird mit schlagartiger Biegebeanspruchung an genormten, gekerbten Werkstoff-Proben bei unterschiedlichen Temperaturen durchgeführt. Dieses Prüfverfahren dient zur Beurteilung der Trennbruchneigung von Werkstoffen. Das dargestellte Pendelschlagwerk eignet sich für die Prüfung metallischer Werkstoffe und hat ein Arbeitsvermögen von 300 J.
Ultraschallprüfgerät Echograph 1090
Die Ultraschallprüfung ist ein zerstörungsfreies Verfahren zur Prüfung von Werkstoffen auf innere Fehler.Ultraschall, d.h. Schall mit Frequenzen über 20 KHz, wird an Werkstückrückseiten und an inneren Fehlern wie Risse, Poren, Fremdeinschlüsse reflektiert. Beim sog. Impuls-Echo-Verfahren werden unter Verwendung eines geeigneten Prüfkopfes der Eingangs-Impuls, das Rückwandecho und die Fehlerechos auf dem Oszilloskop-Bildschirm des Prüfgerätes sichtbar gemacht.
Kontakt
Prof. Dr. Peter Tautzenberger (Laborleiter)
Robert Rett (Labormeister)
Michael Ziegler (Labormeister)