Die Schreiner Group in Oberschleißheim fertigt industrielle Etiketten aller Art. Seit vier Jahren wird dort Lean Management gezielt umgesetzt. Dabei ist die Einführung von Lean Management gerade bei Mittelständlern kein einfacher Schritt. In der Schreiner Group wurde dazu eine Lean-Management-Team unter der Leitung von Matthias Meier eingerichtet. Dieser Schritt ist nötig, da es nicht mit einem kleinen Projekt getan ist. Vielmehr muss das Lean Management kontinuierlich vorangetrieben werden.
Dabei werden nicht nur einzelne Prozesse überarbeitet, sondern eine neue Denkweise wird im Unternehmen eingeführt: Weg von lokalen Optima und maximaler Kapazitätsauslastung hin zu abteilungsübergreifender Prozessoptimierung im Sinne des Kundennutzens.
Lean Management wirkt also tief ins Unternehmen hinein und kann folglich nur mit Rückendeckung durch das Top-Management umgesetzt werden. Aber auch die operativen Mitarbeiter müssen eingebunden werden. Zu diesem Zweck wird das „Schiffchenspiel“ genutzt. Ein Spiel, das hilft, abteilungsübergreifende Zusammenhänge zu überblicken und zu verstehen: In einer zunächst chaotischen Produktion werden Prozesse aus dem Lean Management eingeführt. Die positiven Effekte sind sofort und sehr deutlich erfahrbar. Eine Optimierungs-Maßnahme im Spiel ist die Einführung der Kanban-Steuerung mit dem Effekt deutlicher Bestandssenkung.
Wie eine praktische Umsetzung der Lean Management Werkzeuge in der Produktion aussehen und mit welchen Herausforderungen bei der Umsetzung gerechnet werden muss, zeigte Kolja Dämmreich, Mitarbeiter des Lean-Management-Teams, auf einer Werksführung.
Ansprechpartner
Kompetenzfeld Logistik der Fakultät für Wirtschaft
Prof. Dr. Michael Krupp
michael.krupp@hs-augsburg.de
Prof. Dr. Peter Richard
peter.richard@hs-augsburg.de
Meldung vom 24. Januar 2012

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