BIBLIOTHECA AUGUSTANA

 

Max Herrmann-Neiße

1886 - 1941

 

 

Der Autor

 

Max Herrmann-Neiße wurde am 23. Mai 1886 als Sohn des Kaufmanns und Gastwirts Robert Herrmann in Neiße (Schlesien) geboren. Nach der Schulzeit begann er 1905 ein Studium der Literatur- und Kunstgeschichte in München und Breslau, das er jedoch 1909 abbrach und nach Neiße zurückkehrte, um als freier Schriftsteller zu leben. Ab 1911 veröffentlichte er Gedichte in Franz Pfemferts «Die Aktion» und in Alfred Kerrs «Pan», die ihn schnell bekannt machten. Sein Gedichtband «Sie und die Stadt» erschien 1914 bei S. Fischer. Nach dem tragischen Tod der Eltern verließ er 1917 Neiße und zog nach Berlin. Dort heiratete er die 8 Jahre jüngere Lena Gebek und ergänzte seinen Namen mit dem seiner Heimatstadt. In rascher Folge veröffentlicht er nun Gedichte, Dramen und Prosatexte, die stark vom Expressionismus geprägt sind. Mit dem Prosaband «Die Begegnung» (1925) vollzieht er eine Wende zur Neuen Sachlichkeit. 1927 erhielt er den Gerhard-Hauptmann-Preis und wurde zu einem der bekanntesten Berliner Schriftsteller, wegen seiner markanten, kleinwüchsigen Gestalt, oft porträtiert von den Malern seiner Zeit, darunter George Grosz, Ludwig Meidner und Otto Dix. Nach dem Reichstagsbrand 1933 emigrierte er mit seiner Frau über die Schweiz nach London. Hier starb er am 8. April 1941 an einem Herzinfarkt.

 

 

 

Das Werk

 

Ein kleines Leben (Gedichte und Skizzen, 1906)

Das Buch Franziskus (1911)

Porträte des Provinz-Theaters (Sonette,1913)

Sie und die Stadt (Gedichte, 1914)

Empörung, Andacht, Ewigkeit (Gedichte, 1918)

Verbannung (Gedichte, 1919)

Die Preisgabe (Gedichte, 1919)

Joseph der Sieger/Albine und Aujust (Komödie, 1919)

Die Laube der Seligen (Eine komische Tragödie, 1919)

Cajetan Schaltermann (1920)

Hilflose Augen (Prosadichtungen, 1920)

Der Flüchtling (1920)

Die bürgerliche Literaturgeschichte und das Proletariat (1922)

Der letzte Mensch (Komödie vor Weltuntergang, 1922)

Im Stern des Schmerzes (Gedichte, 1924)

Die Begegnung (Vier Erzählungen, 1925)

Der Todeskandidat (Erzählungen, 1927)

Einsame Stimme (Gedichte, 1927)

Abschied (Gedichte, 1928)

Musik der Nacht (Gedichte, 1932)

Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen (Gedichte, 1934)

Um uns die Fremde (Gedichte, 1936)

Letzte Gedichte (Aus dem Nachlaß, 1941)

 

 

Sekundäres

 

Max Herrmann-Neiße (Neue Deutsche Biographie)

Max Herrmann-Neiße (Wikipedia)

Sammlung Max Herrmann-Neiße (Universitäts- und Landesbibliothek Münster)

Max Herrmann (Else Lasker-Schüler, Zeit-Echo 3, 1916)

Quellen