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Das Volksbuch von Dr. Faust
um 1580

 


 






 




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Die Ander Frag darauff:

Jch bedannckh mich aufs Höchst sprach Der Doctor / Mein Lieber herr Fauste Vmb Eurn kurtzen bericht / vnnd ist mir mein Lebtag ein erJnnerung oder nach bedennckhung Der Geister / aber Euch weitter zubemuehen / Bitt jch Euch vmb helle der Stern nochmalen / wie Sie bey nacht erscheinen / zuberichten / ja kurtzlich

Antwurt Doctor Faustus / vnnd ist gewiß / Sobald die Sonn jnn Dritten Hymell steigt (.dann wann es auf den ersten keme / So Zündt Sie die Erdt an / Dises aber mueß beruehen vnnd jren ganng so Gott geordnet gehn.) so hat Gott die Stern geordnet / vnnd wann jr recht vnder dem Hymmel weren Von wegen der Stern / Da ettliche auss dem Ersten vnnd Andern Hymmel erscheinen / So ist es heller dann Zwen lannger Sommer wehret / vnnd mit sich brecht / Daher sonnsten die Vögel jre Wohnung bey Nacht zuer sicherung wohl haben können/ Also ist bej nacht nichts dann der Tag / vnnd der Tag am Hymell die halb Nacht / wie dann jnn India, Aphrica, vnnd deren Orth / Das sobald es Nacht bej vns ist / vnnd die Sunn auf steygt / Da hebt erst bey jnen der tag an / vnnd der Tag wann die Sonn aufgeet / so lest sich nider / Dann es ist bey jnen Nacht.
 
 
 
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