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Friedrich von Logau
Deutscher Sinn-Getichte Drey Tausend

 


 






 




Folgende Sinn=Getichte
sind unter wehrendem Druck
eingelaufen.


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ZD 32

Christenthum.

Christenthum besteht im Thun; drum so bitt ich vm Verlaube/
Daß beym Glauben der nichts thut/ ich nicht darff dem sagen glauben.

ZD 61

Von meinen Reimen.

Meine Reime rüchen nicht
Noch nach Oele/ noch nach Wein/
Beydes kan gar schwerlich seyn/
Jenes/ wegen Amtes Pflicht/
5
Dieses/ wegen schlimmer Gicht.

ZD 138

Kurtzweilen.

Andre mügen Gläser stürtzen: Andre mügen Hund anbeten:
Andre mügen näschig geilen/ da bey Greten/ dort bey Keten:
Mügen Glück auff Blätter bauen: Mügen blicklich Kleider wandeln:
Mügen bey der Sonnen Thüre Stein/ Bein/ Glas vnd Federn handeln:
5
Mügen sich leibeigen geben jhrer Lüste törchten Grillen;
Meine Lust soll jmmer bleiben mich mit Tichterey zu stillen.

ZD 139

Zweiffel an der Seligkeit.

Die an jhrer Seligkeit selbsten Zweiffel tragen/
Woher künnen die/ daß wir sind verdammt/ dann sagen.

ZD 178

Vom Könige in Engeland.

Daß König Carl in Engeland ließ einen Kopff vnd drey der Kronen
War viel; ist mehr/ daß dran man lernt die Majestäten nicht verschonen.

ZD 221

Von meinem Buche.

Gut Gerüchte/ scharff Gerichte/ werden sich an diesem üben
Was zur Lust/ vnd was zu Nutze/ ward in dieses Buch geschrieben.

ZD 222

Von meinen Getichten.

Jch schreibe kurtze Sinn=Getichte/ damit die Bösen minder böse:
Auch daß zu wichtigern Beginnen ich desto eh mich abelöse.

ZD 257

An den Leser.

Also wird nunmehr zum Urthel/ lieber Leser/ hier geschlossen;
Mir genügt/ wo dir nichts gnüget/ wann dich auch nur nichts verdrossen.
 
 
 
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