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Rainer Maria Rilke
Duineser Elegien




 






 




Duineser Elegien

Titel und Widmung

Die erste Elegie
Die zweite Elegie
Die dritte Elegie
Die vierte Elegie
Die fünfte Elegie
Die sechste Elegie
Die siebte Elegie
Die achte Elegie
Die neunte Elegie
Die zehnte Elegie

Text der Erstausgabe von 1923




Schloß Duino bei Triest im Jahre 1910.
Es wurde 1918 durch Artilleriebeschuß fast völlig zerstört.



«. . . wo ich bin: bei meinen Freunden, in diesem immens ans Meer hingetürmten Schloß, das wie ein Vorgebirg menschlichen Daseins mit manchen seiner Fenster (darunter mit einem meinigen) in den offensten Meerraum hinaussieht, unmittelbar ins All möcht man sagen und in seine generösen, über alle hinausgehende Schauspiele, - während innere Fenster anderen Niveaus in still eingeschlossene alte Burghöfe blicken, darin spätere Zeiten um alte Römermauern die Milderungen barocker Balustraden und mit sich selbst spielender Figuren gewunden haben. Dahinter aber, wenn man aus allen den sicheren Toren austritt, hebt sich, nicht weniger unwegsam denn das Meer, der leere Karst, und das so von allem Kleineren ausgeräumte Auge faßt eine besondere Rührung zu dem kleinen Burggarten, der dort, wo das Schloß nicht ganz den Abhang bildet, wie die Brandung sich hinunterversucht, und der Wildpark, der den nächsten Ufervorsprung für sich ausnutzt, kommt zu Bedeutung; an ihm liegt, verkürzt und hohl, der noch ältere Burgbau, der diesem schon unvordenklichen Schloß noch voranging, und an dessen Vorsprüngen, der Überlieferung nach, Dante verweilt haben soll.»

(Brief an Hedwig Fischer vom 25. Oktober 1911)
 
 
 
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