B  I  B  L  I  O  T  H  E  C  A    A  U  G  U  S  T  A  N  A
           
  Sebastian Brant
1458 - 1521
     
   



D a s   n a r r e n   s c h y f f .

X X I V .   V o n   z ů   v i l   s o r g .

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Wer aller welt sorg vff sich ladt
Vnd nit gedenckt syn nutz vnd schad
Der lyd sich / ob er ettwan bad



Von zů vil sorg.

Der ist eyn narr / der tragen will
Das jm vffheben ist zů vil
Vnd der alleyn will vnderston
Das er selb dritt nit mœcht gethon
5
Wer nymbt die gantz welt vff syn rück
Der felt jn eynem ougenblück
Man lyßt von Alexander das
Die gantz welt jm zů enge was
Vnd schwitzt dar jnn / als ob er nit
10
Für synen lib genůg hett witt
Ließ doch zů letst benűgen sich
Mit sibenschůhigem erterich
Allein der dot erzeigen kan
Wo mit man můß benűgen han
15
Diogenes vil mæhtiger was
Wie wol sin bhusung was eyn faß
Vnd er nüt hatt vff aller erdt
So was doch nüt das er begerdt
Dann Alexander solt für gon
20
Vnd jm nit vor der sunnen ston /
Wer hohen dingen stellet noch
Der můß die schantz ouch wogen hoch
Was hülff eyn menschen das er gwynn
Die gantz welt / vnd verdurb er drynn
25
Was hülff dich / das der lib kæm hoch
Vnd fœr die sel jns hellen loch /
Wer sorget ob die gænß gent bloß
Vnd sægen will all gaß vnd stroß
Vnd eben machen berg vnd tal
30
Der hat keyn fryd / růw / vberal
Zů vil sorg / die ist nyenan fůr
Sie machet manchen bleich vnd dürr
Der ist eyn narr der sorgt all tag
Das er doch nit gewenden mag