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B  I  B  L  I  O  T  H  E  C  A    A  U  G  U  S  T  A  N  A
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Karl Philipp Moritz
1756 - 1793

 
 
   
   



N e u e s
A . B . C .   B u c h .


( 1 7 8 5 / 9 4 )

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Titel
Das Deutsche Alphabet
Das Lateinische Alphabet
Die Zahlen

Erstes Bild
Gesicht.
Das offne Auge sieht ins Buch.
Zweites Bild
Gesicht.
Das Buch macht junge Kinder klug.
Drittes Bild
Gehör.
Den Ton der Cymbeln hört das Ohr.
Viertes Bild
Geruch.
Der Duft von Weihrauch steigt empor.
Fünftes Bild
Geschmack.
Der Essig zieht den Mund zusammen.
Sechstes Bild
Gefühl.
Kind, hüte dich vor Feuerflammen!
Siebtes Bild
Geist.
Der Geist des Menschen in ihm denkt.
Achtes Bild
Körper.
Von ihm wird Hand und Fuß gelenkt.
Neuntes Bild
Mensch - Thier.
Der Jäger eilt dem Walde zu.
Zehntes Bild
Mensch - Thier.
Die junge Bäurin melkt die Kuh.
Elftes Bild
Mensch - Thier.
Das Lamm frißt Klee vom Boden ab.
Zwölftes Bild
Mensch - Thier.
Die Wolle nimmt der Mensch ihm ab.
Dreizehntes Bild
Die rohe Natur.
Der Nakte sucht den Frost zu fliehn.
Vierzehntes Bild
Der gebildete Mensch.
Doch Kleid und Ofen wärmen ihn.
Fünfzehntes Bild
Pracht und Ueberfluß.
Den Reichen tränkt der Gold=Pokal.
Sechzehntes Bild
Genügsamkeit.
Der Wandrer hält am Quell sein Mahl.
Siebzehntes Bild
Bewegung.
Die Räder treibt des Wassers Kraft.
Achtzehntes Bild
Leben.
In Adern rollt der Lebens Saft.
Neunzehntes Bild
Tod.
Der Tod macht Hand und Fuß erschlafft.
Zwanzigstes Bild
Triebwerk ohne Verstand.
Die Uhr zeigt richtig zwar die Stunden.
Einundzwanzigstes Bild
Arbeit mit Verstand.
Doch der Verstand hat sie erfunden.
Zweiundzwanzigstes Bild
Vergänglichkeit.
Wenn dieser Weltbau einst zerfällt.
Dreiundzwanzigstes Bild
Stolz.
Ist dann wohl Xerxes noch ein Held?
Vierundzwanzigstes Bild
Ungleichheit.
Der Ysop weicht der hohen Ceder.
Fünfundzwanzigstes Bild
Vergänglichkeit.
Der Zeit, dem Schicksal weicht ein ieder.

Sechsundzwanzigstes Bild

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Textgrundlage ist die zweite Auflage,
Berlin 1794, mit den Kupfern von Peter Haas


 
 
 
 
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