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B  I  B  L  I  O  T  H  E  C  A    A  U  G  U  S  T  A  N  A
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Karl Philipp Moritz
1756 - 1793

 
 
   
   



N e u e s
A . B . C .   B u c h .


( 1 7 8 5 / 9 4 )

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))7((

Erstes Bild.

     In diesem Buche stehen Bilder und Buchstaben.
     Das erste Bild stellt das Auge vor, womit ich die Bilder sehe.
 
Zweites Bild.

     Das zweite Bild stellt einen Knaben vor, der unter einem Baum sitzt, und in einem Buche lieset.
     Der Knabe hält den rechten Zeigefinger auf das Buch, damit er in der rechten Zeile bleibe.
     Der Knabe ist sehr aufmerksam und gaft nicht umher.
     Bei den Bildern stehen Buchstaben.
     Unter den Bildern stehen Worte.

))8((

     Wer nicht lesen kann, der besiehet nur die Bilder.
     Wer aber lesen kann, der lieset auch die Worte, die darunter stehen.
     Das offene Auge sieht ins Buch.
     Mein Auge ist offen, und ich sehe damit ins Buch.
     Das Buch macht junge Kinder klug.
     Ich will in diesem kleinen Buche fleißig lesen lernen, damit ich noch mehr Bücher lesen kann, wodurch ich klüger werde.
     Ich muß beim lesen nicht zu dichte auf das Buch sehen, weil man sich die Augen damit verdirbet.
     Und zum Lesen sind gute Augen nöthig.
 
Das dritte Bild.

     Das dritte Bild stellt eine Orgel vor.
     Man hört die Orgel des Sonntags in der Kirche.

))9((

     Jeder Mensch hat eine Luftröhre.
     Wenn man singt oder spricht, so kömmt der Ton immer durch die Luftröhre.
     Die Pfeifen in der Orgel sind lauter Luftröhren.
     Die Orgel kann aber von selber keinen Ton von sich geben.
     Wenn die Orgel nicht gespielt wird, so ist sie stumm.
     Der Mensch aber singt und spricht von selber, so oft er will.
     Was ich mit dem Auge lese, das kann ich auch mit dem Ohre hören.
     Jetzt lese ich laut.
     Und höre mit den Ohren, was ich lese.
     Wenn ich nun das Buch zumache, so muß ich noch wissen was ich gelesen habe.

 
 
 
 
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