BIBLIOTHECA AUGUSTANA

 

Adolf von Düring

1880

 

Die Canterbury-Erzählungen

 

Fragment I

 

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Die Erzählung des Müllers.

Vers 3187 - 3852

 

 

In frühern Zeiten war in Oxenford

Ein reicher Filz und Zimmermann, der dort

Ein Kosthaus hielt, in welches ein Scholar

3190

Von wenig Mitteln eingezogen war.

Er war der Kunst beflissen, doch daneben

Höchst eifrig der Astrologie ergeben,

Und gab, befragt darum zur rechten Stunde,

Auch durch gewisse Schlüsse sichre Kunde,

Ob Regen käme, oder Sonnenschein;

Und er verstand genau zu prophezei'n

Das künftige Geschick von Jedermann,

Ja, vieles mehr, als ich erwähnen kann.

Den flinken Niklaus hieß man den Scholaren;

3200

In Liebeshändeln war er wohlerfahren

Und ein höchst schlauer und verschwiegner Gast,

Doch mädchenhaft in seinem Aeußern fast;

Und ohne Mitbewohner, ganz allein

Nahm er ein Zimmer in dem Kosthaus ein.

Mit süßen Kräutern war bedeckt die Flur;

Er selbst war süßer, als das Süßholz nur

Und Baldrian es irgend sind. – Man fand

Den Almagest und manchen Bücherband,

Ein Astrolabium, seiner Kunst geweiht,

3210

Nebst Algorithmensteinen, wohl gereiht,

Im Sims zu Kopf des Bettes an der Wand;

Und roth behangen war sein Kleiderstand.

Und oben drüber hing die lust'ge Laute,

An deren Spiel er Abends sich erbaute.

Gar lieblich durch das ganze Zimmer klang,

Wenn Angelus ad virginem er sang

Und hinterdrein das Königslied begann;

Und Jeder pries sein lust'ges Stimmorgan;

Und so verging die Zeit für den Studenten

3220

Nach Maße der Stipendien und Renten.

Der Zimmermann, seit kurzem erst vermählt,

War toll verliebt ins Weib, das er erwählt,

Und da sie – glaub' ich – achtzehn Jahre kaum,

Hielt er aus Eifersucht sie scharf im Zaum.

Denn sie war wild und jung und er war alt,

Und Hörner wüchsen – dacht' er – allzubald.

Roh an Verstand, war fremd ihm Catos Lehre,

Daß sich am besten Gleich und Gleich bewähre;

Man müsse sich stets angemessen paaren,

3230

Oft läge Jung und Alt sich in den Haaren.

Doch in die Falle war der Mann gerathen

Und trug die Last, wie's vor ihm Andre thaten.

Schön von Gesicht war seine junge Frau

Und, wie ein Wiesel, zart und schlank von Bau.

Von Seide war der Gürtel, den sie trug.

Und weiß, wie Morgenmilch, ihr Schürzentuch,

Das um die Lenden faltenreich geschlagen.

Bestickt, so vorn wie hinten, war am Kragen

Ihr weißes Hemd mit kohlenschwarzer Seide,

3240

Und passend zu der Farbe von dem Kleide

War ausgesucht nicht minder auch das Band,

Das ihre weiße Haube rings umwand,

Die breite Seidenschleifen oben kränzten.

Doch wahrlich! lüstern ihre Augen glänzten.

Die beiden Brauen waren scharf gezogen,

Schwarz wie die Schlehen, lang und leicht gebogen,

Und schöner als ein junger Birnenbaum

Und zarter als des Widders Wollenflaum,

War sie für Jeden eine Augenweide.

3250

Bestickt mit Messingperlen und mit Seide

Hing von dem Gurt die Lederbörse nieder;

Und Niemand sah, wenn er auch hin und wieder

Die ganze Welt entlang zu suchen ging',

Solch lust'ges Weibsbild, solchen Schmetterling.

Und ihrer Wangen Farbe glänzte mehr

Als Rosenobel, frisch vom Tower her,

Und ihr Gesang scholl lustiger und freier,

Als selbst das Lied der Schwalben in der Scheuer.

Gern spielte sie und hüpfte höher selber

3260

Als um die Mütter Zicklein oder Kälber;

Ihr Mund war süß, wie Meth und Honigbräu

Und Lageräpfel unter Stroh und Heu.

Vor Wohligkeit sie, wie ein Füllen, sprang,

Kein Pfeil war grader und kein Mast so schlank.

Ein Busenschloß, das wie ein Schildknopf breit,

Befestigte den Kragen an das Kleid,

Und hohe Schnürschuh' trug sie an den Beinchen.

Sie war ein Primelchen, ein Herzensschweinchen

Für große Herr'n, im Bett mit ihr zu spaßen,

3270

Und gut als Weib für jeden Hintersassen.

Nun, Herr, und nochmals, Herr, so fiel es aus,

Daß eine Tags der flinke Nikolaus

Mit dieser Frau verliebten Scherz begann,

Derweil in Osney war ihr Ehemann;

Und da die Schreiber voller Kniff' und Pfiffe,

So macht' er heimlich bei ihr Untergriffe

Und sagte: „Sei, Süßliebchen, mir zu Willen,

Ich muß vergehn, kann ich die Brunst nicht stillen!“

Um ihre Hüften seinen Arm er schlang,

3280

Und sprach: „Herzliebste, sperre Dich nicht lang',

Sonst geh', bei meiner Seligkeit, ich drauf!“

Doch, wie ein wildes Füllen sprang sie auf,

Und rasch versteckte sie ihr Angesicht,

Und sprach: „Auf Ehre, küssen will ich nicht!

Laß sein, o Niklaus!“ – rief sie – „laß es sein,

Soll ich nicht Holla! und zu Hülfe schrein!

Weg mit den Händen; guter Sitte wegen!“

Nun mußte Niklaus sich aufs Bitten legen

Und sprach mit solcher Ueberredungskunst,

3290

Daß sie zuletzt ihm zugestand die Gunst.

Beim heil'gen Tom von Kent schwur sie den Eid,

Bei nächster, passender Gelegenheit,

Die sie erspähe, sei sie ihm zu Willen.

„Mein Mann“ – sprach sie – „hat eifersücht'ge Grillen;

Drum sei verschwiegen und gedulde Dich,

Sonst fürcht' ich sicher noch zu Tode mich!

Treib' hierbei Alles heimlich und verborgen!“

„Nein,“ – sagte Niklaus – „sei ganz ohne Sorgen;

Wer einem Zimmermann nicht Nasen dreht,

3300

Der ging umsonst zur Universität!“

Darauf versprachen nochmals sie und schwörten,

Der Zeit zu warten, wie bereits wir hörten.

Als Nikolaus es so geführt zu Ende,

Schlang er den Arm ihr zärtlich um die Lende,

Ergriff die Laute, küßte herzlich sie

Und spielte dann die schönste Melodie.

Mit dieser guten Frau begab's sich nun,

Daß sie, um Christi eignes Werk zu thun,

Zur Kirche ging an einem Feiertage.

3310

Ganz frisch gewaschen nach der Arbeit Plage,

Schien neben ihr der helle Tag selbst düster.

Nun war in jener Kirche auch ein Küster,

Mit Namen Absalon. – Sein krauses Haar

Schien hell, wie Gold, und wie ein Fächer war

Es ausgespreizt in weitem, hohem Bogen,

Und zierlich war ein Scheitel durchgezogen.

Die Haut war roth, die Augen gänsegrau;

Paulsfenster trugen seine Schuh' zur Schau,

In rothen Strümpfen er einherstolzirte.

3320

Und das mit Spitzen reich und dick verzierte

Lichtblaue Wamms, das er am Leibe trug,

War voller Schick und saß ihm eng genug.

Darüber trug ein Chorhemd er, so weiß

Und glänzend, wie der Blüthenschnee am Reis.

Bei meiner Seel'! er war ein lust'ger Racker,

Schnitt Haar, rasirte, ließ zur Ader wacker,

War Quittungssteller und Verträgemacher,

Und tanzen konnt' er in wohl zwanzigfacher

Manier – nach Oxfords Schule will das heißen –

3330

Und auf und nieder seine Beine schmeißen.

Er spielte die Ribebe, die Ginterne

Und dazu sang so häufig er, wie gerne,

Mit lauter Stimme seine lust'gen Schwänke;

Und in der Stadt gab's Wirthshaus nicht noch Schenke,

Wo er nicht seinen Schabernack vollführte,

Wenn eine schmucke Biermagd er dort spürte.

Doch leider ist zu sagen mir geboten,

Er f[urz]te häßlich und riß schlimme Zoten.

Doch, trieb auch Absalon oft Scherz und Spaß,

3340

Am Sonntag schwang er fromm das Räucherfaß,

Vor allen Kirchspiels-Frau'n, indem er scharf

Verliebte Blicke hin zu jeder warf,

Und auf das Weib vom Zimmermann vor Allen.

Sie anzusehen, war sein Wohlgefallen;

Sie sah so sauber, süß und lecker aus,

Ich wette, wie ein Kater auf die Maus,

Wär' er auf sie gern schnurstracks zugesprungen.

Von liebendem Verlangen ganz durchdrungen,

Schien Absalon, der Küster, sich zu schämen,

3350

Der Weiber Opfergaben anzunehmen;

Aus Höflichkeit – so sagt' er – woll' er keine.

Es kam die Nacht. – Beim hellen Mondenscheine

Nahm die Ginterne Absalon zur Hand.

Und, seinen Sinn auf Liebeslust gewandt,

Zog er höchst lüstern und begehrlich aus

Und schlich sich vor des Zimmermeisters Haus.

Und bald darauf, bevor gekräht der Hahn,

Schlich er zur Fensterlade sich heran,

Die in der Wand des Hauses angebracht,

3360

Und sang mit zarter Stimme sanft und sacht:

„Herzliebchen mein – ist es der Wille Dein,

Gedenke mein – in Huld und sag' nicht nein!“

Und dazu ließ er die Ginterne klingen.

Auf wacht der Zimmermann und hört ihn singen

Und ruft sein Weib und spricht: „Was, Alison,

Ist das da draußen nicht der Absalon,

Der an der Mauer singt von unserm Bau?“

Und ihrem Mann erwiderte die Frau:

„Weiß Gott, Johann! ich hör' ihn Wort für Wort.“ –

3370

Wie Ihr es denken könnt, so ging es fort.

Von Tag zu Tage ward in sie verliebter

Der lust'ge Absalon, so daß betrübt er

Die ganze Nacht mitsammt dem Tag durchwachte,

Die Locken kämmt' und sich fein sauber machte.

Er warb um sie durch Kuppler und durch Mägde,

Er schwur, ihr eigner Knecht zu sein, und pflegte

So trillerud wie die Nachtigall zu singen,

Ließ Nadeln, Meth und würzig Bier ihr bringen

Und heiße Waffeln; ja, er bot sogar

3380

Selbst Gold ihr an, da sie ein Stadtkind war.

– Denn manches Weib gewinnt man nur durch Gaben,

Und dies will Küsse, jenes Prügel haben. –

Daß er vor ihr mit seiner Kunst sich brüste,

Spielt' er Herodes auf dem Schaugerüste.

Vergeblich blieb's in diesem Fall indessen,

Sie war in ihren Niklaus zu versessen;

Und Absalon konnt' in das Bockshorn blasen;

Für alle Mühe drehte sie ihm Nasen,

All seinen Ernst verkehrte sie in Hohn

3390

Und narrt' und äffte stets nur Absalon.

Das Sprüchwort lügt nicht, es bleibt wahr genug,

Wenn es besagt: Wer nah' ist, der ist klug

Und kann dem Fernen oft gefährlich werden.

Wohl mochte toll sich Absalon geberden,

Denn, da er fern von ihrem Angesicht,

Stand ihm der nahe Niklaus stets im Licht.

– Nun, zarter Niklaus, möge Dir's gelingen,

Und Absalon laß Klagelieder singen! –

Und es geschah an einem Samstag nun,

3400

Derweil ihr Mann in Osenay zu thun,

Daß Alison mit ihrem Nikolaus

Beisammen saß; und Beide machten aus,

Es solle Niklaus eine List erspähn,

Den eifersücht'gen Mann zu hintergehn,

Um, wenn das Spiel in guten Gang gebracht,

Bei ihr zu ruhn die liebe, lange Nacht.

– Darin glich sein Verlangen ganz dem ihren. –

Und ohne viele Worte zu verlieren,

Trug Nikolaus, der nicht zu zögern dachte,

3410

In seine Kammer vorsorglich und sachte

Für einen Tag bis zweie Trank und Speisung.

Und sollte – so gab er ihr Unterweisung –

Nach Nikolaus der Eheherr sie fragen,

So müsse sie ihm unbefangen sagen:

Sie wisse Nichts. – Sie hätte tageslang

Ihn nicht gesehen; sicher sei er krank,

Da selbst der Dienstmagd Rufen und Geschrei

Noch sonder Antwort stets geblieben sei.

Und still verhielt vom Samstag an im Zimmer

3420

Sich Nikolaus und that und trieb, was immer

Ihm wohlgefiel; er aß und schlief und trank

Den Sonntag durch bis Sonnenuntergang.

Schier Wunder nahm's den dummen Zimmermann,

Was Niklaus fehle; und er sprach sodann:

„Beim heil'gen Thomas! ich befürchte sehr,

Mit unserm Niklaus geht es schief und quer!

Verhüt' es Gott, daß er nicht plötzlich end'ge!

Fürwahr, die Welt ist jetzt solch unbeständ'ge;

Als Leiche stand heut' in der Kirche da

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Ein Mann, den Montags noch beim Werk ich sah!

Steh' auf,“ – sprach er zum Knecht – „nimm einen Stein,

Klopf' an die Thür, beginne laut zu schrein!

Sieh', wie es steht, und bringe kühn Bescheid!“

Empor sofort in aller Schnelligkeit

Der Knecht vor seine Kammerthüre lief

Und klopfte dann wie toll und schrie und rief:

„Was thut Ihr, Meister Niklaus? Werdet wach!

Wie könnt Ihr schlafen nur den ganzen Tag?“

Es war umsonst. Nichts regte sich. Jedoch

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Er sah ganz unten an der Thür ein Loch,

Durch das die Katze hin und wieder lief;

In dieses steckte seinen Kopf er tief,

Bis er zuletzt ihn wirklich sah und fand.

Zum Himmel starrte Niklaus unverwandt,

Als ob er sich den neuen Mond betrachte.

Hinunter stieg der Knecht und hinterbrachte

Sofort dem Herrn, wie er gesehn den Mann.

Der Zimmermeister schlug sein Kreuz sodann

Und sprach: „Nun hilf uns, heil'ge Friedewid'!

3450

Der Mensch weiß wenig, was mit ihm geschieht!

Der Mann fiel sicher durch Astronomie

In Tollheit oder sonst in Agonie!

Ich dachte lange schon, so würd' es gehn.

In Gottes Heimlichkeit soll Niemand spähn;

Und stets gesegnet sei der schlichte Mann,

Der gar nichts Andres als sein Credo kann.

Man mag's an jenem Astronomen lernen,

Der auf das Feld einst ging, um nach den Sternen

Zu gucken, um daraus zu prophezein,

3460

Und in die Mergelgrube fiel hinein.

Die sah er nicht. – Doch leid thut mir, fürwahr!

Beim heil'gen Thomas! unser Herr Scholar;

Bald soll vergehn ihm die Studirerei,

Steht mir der Himmelskönig Jesus bei!

Gieb einen Stock zum Unterstemmen mir,

Du aber, Robert, hebst zugleich die Thür;

Aus seinen Studien will ich ihn schon bringen!“

Und zu der Kammerthüre Beide gingen.

Es war der Knecht ein kräftiger Gesell,

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Aus ihren Angeln hob die Thür er schnell,

Und in das Zimmer fiel sie stracks hinein.

Doch still und stumm saß Niklaus, wie ein Stein,

Und auf gen Himmel starrt' er unverrückt.

Der Zimmermeister hielt ihn für verzückt,

Erfaßte bei den Schultern ihn mit Macht

Und schrie, ihn heftig schüttelnd, aufgebracht:

„Was Nikolaus?! Was Mann?! Schau' doch zur Erde!

Wach' auf! an Christi Noth denk' und Beschwerde!

Vor Elf und Hex' bekreuz' ich Dich!“ – Und dann

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Begann sofort er diesen Zauberbann,

Zuerst nach jeder Seite der vier Wälle

Und dann noch schließlich draußen vor der Schwelle:

„St. Benedict und Christus, Herr und Meister!

Beschützt dies Haus vor Nachtspuk und vor Geister!

Vorm weißen Gottseibeiuns schenket Ruh!

St. Peters Schwester, sprich, wo wohnest Du?“

Zuletzt begann der flinke Nikolaus

Zu seufzen, und er sagte: „Welch ein Graus!

Ist denn das Ende dieser Welt so nah'?“

3490

Der Zimmermeister schrie: „Was sagst Du da?

Denk', wie wir Handwerksleute, doch an Gott!“

„Hol' einen Trunk mir!“ – Nikolaus gebot –

„Dann sollst Du Dinge hören, die für Dich

So wichtig sind, gewißlich, wie für mich,

Und die bestimmt sind für kein andres Ohr!“

Der Zimmermeister ging, und kam empor

Mit starkem Bier in einem großen Krug;

Und als genommen Jeder seinen Zug,

Schloß Nikolaus die Kammerthüre wieder

3500

Und setzte mit dem Zimmermann sich nieder

Und sagte: „Lieber, bester Wirth, Johann,

Bei Deinem Glauben schwöre mir, fortan

Streng mein Geheimniß bei Dir zu bewahren,

Denn Christi Rathschluß will ich offenbaren.

Und plauderst Du, soll es Dir schlimm bekommen!

Zur Strafe wird Dir der Verstand genommen,

Verräthst Du mich. – Drum sei auf Deiner Hut!“

„Verhüt' es Christ, bei seinem heil'gen Blut!“

– So sprach der dumme Mann – „Ich bin kein Wäscher

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Und – sag' ich's selbst gleich – auch kein Zungendrescher.

Sprich, was Du willst, bei mir ist's gut verwahrt

Vor Weib und Kind, bei Christi Höllenfahrt!“

„Johann!“ – sprach Niklaus – „Wahrheit liebt mein Mund!

Es wurde durch Astrologie mir kund,

Als ich den hellen Mond mir angeschaut,

Daß nächsten Montag, eh' der Morgen graut,

Ein Regen fällt von solcher Macht und Wuth,

Nicht halb so schlimm ging's her bei Noas Fluth.

In Zeit von einer Stunde wird die Welt

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Ertränkt, sobald der grause Schauer fällt.

Der ganzen Menschheit geht es an den Leib!“

Der Zimmermeister schrie: „O, weh! mein Weib!

Weh, meine Alison! Soll sie ertrinken?!“

– Zu Boden wollt' er schier vor Sorge sinken –

„Ist nichts zu thun dagegen?“ – rief er aus.

„O, ja, weiß Gott!“ – besagte Nikolaus –

„Wenn Du nach meinem Rath zu Werke gehst,

Und nicht auf Deinem eignen Kopf bestehst.

Was Salamo gesprochen hat, bleibt wahr:

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Wer Rath annimmt, den reut es nimmerdar.

Willst Du Dich meiner Weisung anbequemen,

So will ich Euch zu retten unternehmen,

Sie, Dich und mich. Nicht Segel braucht's, noch Mast.

Von Noas Rettung Du gehört wohl hast?

Ward er nicht von dem Herrn gewarnt, es werde

Durch Wasser ausgetilgt die ganze Erde?“

„Ja,“ – sprach der Zimmermann – „das weiß ich lange.“

„Und hörtest Du“ – frug Nikolaus – „wie bange

Und angst ihn damals seine Frau gemacht,

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Bevor er glücklich sie ins Schiff gebracht?

Er hätte dazumal, bei meinem Leben!

All' seine schwarzen Widder drum gegeben,

Wenn sie besessen ihren eignen Kahn.

Und weißt Du, was daher der beste Plan?

Das Ding geht hastig, und wir müssen eilen.

Ich kann nicht länger predigen und weilen,

Drum schaffe gleich – und richt' es eilig aus –

Backtröge Du und Bütten in das Haus,

Für jeden eine, aber groß und gut,

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Daß, wie im Schiff, wir schwimmen durch die Fluth!

Pack' Nahrung bei, doch nur genügend eben

Für einen Tag. Das Weitre wird sich geben.

Sobald hereinbricht erst die Tageshelle,

Verlaufen auch die Wasser in der Schnelle.

Doch schwatze nicht zu Robert aus der Schule!

Denn Deinen Knecht und Deine Magd, die Jule,

Kann ich nicht retten. – Frage nicht, warum?

Gott ist geheimnißvoll, und ich – bin stumm.

Sei nicht verrückt und gebe Dich zufrieden,

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Daß Dir, wie Noa, solche Huld beschieden.

Dein Weib errett' ich, Du kannst ruhig sein!

Nun trolle Dich, und richt' es schicklich ein!

Und wenn für sie und Dich und mich herbei

Geschleppt Du hast die Kübel, alle drei,

Dann hängst Du untern Dachstuhl unsre Tröge,

Damit, was vorgeht, Niemand sehen möge!

Und hast Du Alles, was ich sprach, bedacht

Und Lebensmittel auch herbei gebracht

Sowie ein Beil, die Stricke zu durchtrennen,

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Damit, wenn's Wasser kommt, wir schwimmen können,

Dann brich ein Loch hoch in den Giebelwall

Dicht bei dem Zaun vom Garten überm Stall,

Damit wir wissen, unsern Weg zu finden,

Sobald das Wasser anfängt zu verschwinden.

Flott schwimmst Du dann im nassen Elemente

So wie ein Entrich hinter seiner Ente.“

Dann ruf' ich: „He, Johann! He, Alison!

Seid guten Muth's! die Fluth verläuft sich schon!“

Und „Heil Dir, Meister Niklaus!“ wirst Du sagen,

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„Schön, guten Morgen! es beginnt zu tagen!“

„Und wie einst Noa und sein Weib, so werden

Wir Herren sein vom ganzen Land auf Erden.

Jedoch ein einz'ges Ding hab' wohl in Acht,

Sei ernst gewarnt, daß in der ganzen Nacht,

Sobald gegangen wir selbdrei an Bord,

Keiner von uns verlauten läßt ein Wort,

Noch schrei und rufe, sondern bete stille;

Zu unserm Besten ist das Gottes Wille.

Du mußt von Deiner Frau gesondert hängen,

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Denn Sünde darf sich zwischen Euch nicht drängen,

In Worten nicht, und auch nicht in der That.

Laß Dir's gesagt sein. – Halte Dich parat!

Und morgen steigen wir, sobald es Nacht

Und alles schläft, in unsere Bütten sacht

Und bau'n auf Gottes Grundbarmherzigkeit. –

Doch nun geh' fort. Ich habe nicht mehr Zeit

Hierüber lang und breit zu radebrechen.

Man sagt: den Weisen sende, statt zu sprechen.

Du bist so weise, Du brauchst keine Lehren;

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Daß Du uns rettest, ist mein Hauptbegehren.“

Mit Ach und Weh zu seufzen nun begann

In seiner Noth der dumme Zimmermann,

Und im Vertrau'n erzählt' er's seiner Frau.

Doch sie verstand weit mehr als er genau,

Wohin die wunderliche Sache zielte.

Die bis zum Tod Erschrockene sie spielte

Und schrie: „O, Wehe! mach' Dich schnell von hinnen,

Wir sind des Todes, wenn wir nicht entrinnen.

Ich bin Dein Weib und Dir getreu ergeben,

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Geh', lieber Mann, und rette unser Leben!“

Was hat die Liebe für gewalt'ge Macht!

Wie Einbildung schon Manchen umgebracht

Mit ihrem tiefen Eindruck auf die Geister,

So jammerte der dumme Zimmermeister.

Es dünkte wirklich ihm, daß wogen er

Schon Noas Sintfluth sähe, wie das Meer,

Und sein Süßliebchen, Alison, ertrunken.

Er jammerte, in Traurigkeit versunken,

Und ächzte, weinte, seufzte, stöhnte, fluchte;

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Er machte sich rasch auf den Weg und suchte

Sich Bottich, Kübel dann und Backtrog aus

Und schaffte sie verstohlen in sein Haus,

Wo er am Dachstuhl heimlich fest sie band.

Drei Leitern fertigt er mit eigner Hand

Um auf den Sprossen zwischen beiden Stangen

Zum Balken in die Tröge zu gelangen,

Und füllte darauf jede der drei Wannen

Mit Käse, Brod und gutem Bier in Kannen;

Genug, um einen Tag davon zu leben.

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Jedoch, bevor er sich ans Werk begeben,

Entsandt' er seine Magd und den Gesellen

Nach London, eine Botschaft zu bestellen.

Und als der Montag endlich ging zur Ruh',

Schloß ohne Licht er seine Hausthür zu

Und sah aufs Beste jede Sache vor.

Bald stiegen dann sie alle Drei empor

Und saßen stille für geraume Frist.

„Nun, Paternoster!“ – sagte Niklaus – „Pst!“

Und „Pst!“ sprach Jan, und „Pst!“ sprach Alison.

3640

Es murmelte Gebet und Devotion

Der Zimmermeister leise dann und lauschte

Und horchte, ob der Regen draußen rauschte?

Doch wie ein Bär schlief nach des Tages Müh'

Der Zimmermeister fest und tief schon früh,

Als – denk' ich – kaum die Abendglocke tönte.

Im Herzen war er schwer bedrückt und stöhnte,

Und schnarchte häufig, denn sein Kopf lag schief.

Hinab die Leiter Niklaus schleunig lief,

Zog Alison ganz leise mit sich fort

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Zu sich ins Bett und redete kein Wort.

Und, wo der Zimmermann gewohnt zu liegen,

Da trieben ihren Scherz und ihr Vergnügen

Jetzt fröhlich Alison und Nikolaus,

Und hielten wacker bei der Arbeit aus,

Bis daß die Glocken morgens „Laudes“ rangen

Und Klosterbrüder vor dem Altar sangen.

Doch Absalon, dem Küster, der zur Zeit

Noch voller Liebe war und Liebesleid,

Gefiel es, diesen Montag mit viel Andern

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Zum Zeitvertreib nach Osenay zu wandern.

Dort traf er einen Klosterbruder an

Und frug ihn heimlich nach dem Zimmermann.

Ihm aus der Kirche folgte rasch abseits

Der Mönch und sprach: „Seit Samstag sah bereits

Ich ihn beim Werk nicht. Möglich, daß befohlen

Ihm unser Abt hat, Zimmerholz zu holen.

Er ist gewohnt, nach Bauholz auszugehn

Und in der Scheuer über Nacht zu stehn.

Doch mag er auch in seinem Hause weilen;

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Denn sichre Auskunft kann ich nicht ertheilen.“

Wohl war nun Absalon voll Fröhlichkeit.

„Die Nacht“ – sprach er – „durchwach' ich! Jetzt ist's Zeit!

Denn das ist sicher, schon seit Tageslicht

Sah ich den Mann vor seiner Hausthür nicht.

Es muß gelingen! Nach dem ersten Krähen

Des Hahns will leise vor ihr Haus ich gehen;

Dort klopf' ich heimlich an ihr Fenster an,

Und meiner Alison erzähl' ich dann

All meine Liebesnoth, und – wie ich denke –

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Wird mindestens ein Kuß mir zum Geschenke;

Denn eine Gunst mich sicherlich beglückt,

Mir hat der Mund den ganzen Tag gejückt;

Und einen Kuß will dies gewiß besagen.

Auch träumt' ich in der Nacht von Festgelagen;

Drum schlaf' ich jetzt ein Stündchen oder mehr,

Und heute Nacht geht's wach und lustig her!“

Als kaum der erste Hahn gekräht, stieg schon

Aus seinem Bett der lust'ge Absalon

Und zog sich an, um prächtig auszuschauen;

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Süßholz und Körner fing er an zu kauen,

Um schön zu riechen, wenn er bei ihr wäre,

Nahm in den Mund noch eine Liebesbeere,

Das sähe – dacht' er – gar so zierlich aus,

Und schlich sich vor des Zimmermeisters Haus,

Vorm Fenster wartend, welches in der Wand

Nur etwa brusthoch überm Boden stand.

Er hustete und sprach im Flüsterton:

„Wie steht's, mein Honigscheibchen, Alison?

Mein Vögelchen, mein süßer Zimmetstengel,

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Wach' auf mein Schatz, und sprich mit mir, mein Engel!

Du denkst wohl kaum an all mein Leid und Wehe,

Indeß vor Lieb' ich schwitze, wo ich gehe;

Und wahrlich, Wunder ist's nicht, daß ich schwitze.

Ich trau're, wie ein Lämmlein nach der Zitze!

An Treu' und Sehnsucht bin ich, Liebchen glaube,

Und an Verlangen wie die Turteltaube,

Und appetitlos wie ein Mädchen werd' ich!“

„Hansnarre!“ – sprach sie – „Gleich vom Fenster scheer' Dich!

Hilf Gott, Gevatter, steh' doch ab davon;

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Bei Christ, zu tadeln wär' ich, Absalon!

Du weißt, daß einem andern ich gewogen;

Drum trolle Dich; sonst kommt ein Stein geflogen!

Zum Teufel auch! laß schlafen mich und geh'!“

„Ach, ach!“ – sprach Absalon – „und alle Weh'!

Daß solchen Lohn die Treue finden muß!

Gieb mir zum mindesten doch einen Kuß,

Zu Liebe mir und bei der Liebe Christi!“

„Und willst Du dann Dich packen?“ – frug mit List sie.

„Ja, sicherlich, mein Schatz!“ – sprach Absalon.

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„Dann mach' Dich fertig, denn ich komme schon.“

Auf seine Knie' warf Absalon sich hin

Und sprach: „Welch Glückskind ich doch immer bin!

Denn hinterdrein giebt's sicherlich noch mehr! –

Komm' lieber Schatz, mein Vögelchen, komm' her!“

Sie aber warf das Fenster auf im Nu,

„Nun rasch und eilig!“ – rief sie „mache zu!

Sonst kommen noch die Nachbarn uns dazwischen.“

Den Mund begann sich Absalon zu wischen

– Pechkohlenschwarze, dunkle Nacht war's noch –

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Und aus dem Fenster steckte sie ihr L[och]

Wie's gehen mußte, ging es auch. – Wahrhaftig,

Er küßte sie vorm bloßen H[intern] saftig,

Bevor er seines Irrthums noch gewiß. –

Zurück sprang er und frug sich: „Ging ich miß?“

Er wußte ja, daß Frauen ohne Bart,

Und dennoch war das Ding ganz rauh behaart.

„Pfui!“ schrie er auf. – „Was that ich nur? O, weh!“

Rasch schloß das Fenster sie und rief: „Ade!“

Und Absalon zog trüb' des Weges weiter –

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„Ein Bart, ein Bart!“ – schrie Nikolaus nun heiter –

„Pottsknochen! besser konnt' es gar nicht gehn!“

Doch jedes Wort konnt' Absalon verstehn

Und sprach, indem er sich die Lippen biß

Vor Wuth und Scham: „Dir zahl' ich's heim, gewiß!“

Wer rieb, wer scheuerte den Mund je so

Mit Sand und Staub, mit Lappen, Tuch und Stroh,

Wie Absalon jetzt sonder Unterlaß?

„Mich hole“ – sprach er – „gleich der Satanas!

Weit lieber als die ganze Stadt – so dächt' ich –

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Wär's mir, wenn meinen Schimpf nur erst gerächt ich!

O, weh! o, weh! wie war ich so verblendet!“

Die Liebe war erloschen und verendet

Seit jener Zeit, wo ihren A[rsch] geküßt er,

Und keinen Deut gab für sie mehr der Küster.

Es war die Liebesabenteuersucht vorüber,

So gründlich war geheilt er von dem Fieber;

Er heulte nur wie ein geschlagnes Kind.

Hin durch die Straßen lief er dann geschwind

Zu einem Schmied, Gervasius geheißen,

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Der in der Schmiede stets mit Pflügeschweißen

Und Messerschärfen mancherlei zu thun.

Und Absalon pocht an die Thüre nun

Und spricht: „Gervasius, öffne mir das Thor!“

„Wer bist denn Du?“ – „Absalon steht davor!“

„Was, Absalon? Bei Christi Kreuzbeschwer!

Ei, benedicite, wo kommst Du her?

Was fehlt Dir nur? Gott weiß es, sicherlich

Hast Du ein schönes Mädchen auf dem Strich;

Bei St. Neot! Du weißt schon, was ich meine.“

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Doch Absalon bewegte keine Steine

Von seinem Spiel und stand ihm keine Rede.

An seinem Rocken hatt' er weit mehr Heede,

Als jener dachte. – „Lieber Freund, erweisen

Kannst Du mir eine Gunst. Das heiße Eisen

In Deiner Esse“ – sprach er – „leih' mir schnell,

Ich brauch's und bring' es wieder auf der Stell'.“

„Und wär' es Gold“ – so sprach Gervasius rasch –

„Und ungezählte Nobel in der Tasch',

Dein soll es sein, so wahr wie ich ein Schmied!

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Ei, Christi Fuß; was willst Du nur damit?“

„Das laß“ – sprach Absalon – „Dich jetzt nicht quälen.

Ich werd' es eines Tages Dir erzählen.“

Am kalten Ende faßte mit der Hand er

Das Eisen an, und aus der Thür verschwand er

Und ging zurück zum Haus vom Zimmermann,

Und an die Fensterlade pocht' er an

Und hustete, wie er gethan zuvor.

Und Alison rief aus: „Wer steht davor?

Wer klopft hier an? – Ich glaub', es ist ein Dieb!“

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„Nein, Nein“ – sprach er – „weiß Gott, mein süßes Lieb,

Es ist Dein Absalon, Dein Schmetterling!

Von Golde“ – sprach er – „bring' ich einen Ring.

Die Mutter gab ihn mir. Bei meinem Leben!

Hochfein ist er und schön gravirt daneben.

Ich schenk' ihn Dir, willst Du mich nochmals küssen!“

Niklaus, der eben aufstand, um zu p[issen],

Beschloß ihn rasch, bevor er ging, zu necken

Und seinen A[rsch] zum Kuß hinauszustecken.

Er hatte rasch das Fenster aufgestoßen,

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Und aus demselben hielt er seinen bloßen

Und dicken St[eiß] bis an die Schenkelknochen.

Und gleich darauf, als Absalon gesprochen:

„Wo bist Du Vöglein? – Ich kann Dich nicht sehn!“

Ließ einen F[urz] der flinke Niklaus gehn,

Als wär' ein Donnerbolzen abgesendet.

War Absalon auch schier vom Streich geblendet,

Hielt er das Eisen dennoch fest, und heiß

Stieß er dasselbe Niklaus in den St[eiß]

Rings um die Kerbe, breit wie eine Hand

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War ihm die Haut vom heißen Stahl verbrannt.

In Todesängsten schrie er jammervoll

Und zeterte vor Schmerz und Qual wie toll:

„Hilf! Wasser! Wasser! – Gott und alle Geister!“

Aus seinem Schlummer fuhr der Zimmermeister

Und hörte „Wasser!“ schrein. Und kurz und gut,

Er dachte: „Weh' mir! jetzt kommt Noas Fluth!“

Er sprang empor und hieb im Augenblicke

Mit seinem Beile mitten durch die Stricke.

Pardautz! Mit Brod und Bier und Allem fuhr

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Der Zimmermann hernieder auf die Flur

Und lag besinnungslos dort auf der Schwelle.

Holla! Heraus! Herbei! schrie'n, auf der Stelle

Aufspringend, Alison und Nikolaus;

Schnell lief die ganze Nachbarschaft ins Haus,

So groß, wie klein, und gaffte staunend an

Den bleichen und besinnungslosen Mann,

Der durch den Fall gebrochen seinen Arm.

Doch mußte tragen er allein den Harm.

Denn, wenn er sprach, so widersprachen schon

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Sofort ihm Nikolaus und Alison,

Und sagten jedem, er sei gänzlich toll.

Vor Noas Fluth sei er besorgnißvoll

Seit langer Zeit gewesen und im Wahn

Hätt' er geschafft drei große Fässer an

Und oben in dem Dachstuhl aufgehängt,

Und sie um Gotteswillen arg bedrängt,

Mit ihm zu sitzen drin in Compagnie.

Und Alle lachten ob der Phantasie,

Und guckten dann und gafften hin zum Dach

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Und trieben Scherz mit seinem Ungemach.

Was auch der Zimmermeister sprach und sagte,

Kein einz'ger war, der nach den Gründen fragte.

Durch Fluchen, Schwören, gänzlich unterdrückt,

Galt in der ganzen Stadt er für verrückt.

Sah ein Student den andern auf dem Wege,

Hieß es: „Der Mann ist toll, mein Herr College!“

Und Alle lachten über diese Possen.

So war des Weibes süßer Leib genossen,

Dem eifersücht'gen Zimmermann zum Torte,

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Geküßt hat Abs'lon ihre Hinterpforte

Und a[rsch] verbrannt ist Meister Nikolaus!

Glück auf die Reise! – mein Bericht ist aus.