BIBLIOTHECA AUGUSTANA

 

Heinrich Heine

1797 - 1856

 

 

 

Zum

150.

Todestag

am 17.

Februar

2006

 

Der Autor

 

(Christian Johann Heinrich) Harry Heine wird 1797 als ältester Sohn des jüdischen Kaufmanns Samson Heine in Düsseldorf geboren. Nach dem Besuch des Lyzeums und der Handelsschule beginnt er 1816 bei seinem Onkel Salomon Heine in Hamburg eine kaufmännische Lehre. 1817 publiziert er im «Hamburger Wächter» sein erstes Gedicht. 1819 kehrt er nach Düsseldorf zurück und beginnt das Studium der Rechtswissenschaften. 1820 lernt er A. W. Schlegel kennen, schreibt das Drama «Almansor» und veröffentlicht den Essay «Die Romantik». Er wechselt an die Universität Göttingen. 1821 setzt er sein Studium an der Berliner Universität fort und besucht dort Vorlesungen Hegels. Er befreundet sich mit den Varnhagens und veröffentlicht seinen ersten Gedichtband. 1822 unternimmt er eine Reise durch Polen und beendet 1825 sein Studium in Götttingen mit der Promotion zum Doctor juris. Um jedoch als Jude eine Zulassung als Anwalt zu erhalten, läßt er sich auf den Namen Christian Johann Heinrich Heine taufen. Er unternimmt eine erste Reise nach Norderney und zieht nach Hamburg. Die Pläne für eine Anwaltskarriere scheitern, doch erscheint 1826 im Verlag Julius Campe in Hamburg der erste Band der «Reisebilder». Ebenfalls bei Campe erscheint im folgenden Jahr das «Buch der Lieder». Heine reist nach England, ist kurzzeitig Redakteur bei Cotta in München, unternimmt eine Italienreise und kehrt 1829 nach Hamburg zurück. Nachdem alle Versuche gescheitert sind, in Deutschland eine sichere berufliche Stellung zu erhalten, siedelt er nach Paris über, kommt in Verbindung mit den Saint-Simonisten und ist als Korrespondent für deutsche und französische Zeitungen tätig. Er trifft Ludwig Börne, doch es kommt schnell zum Zerwürfnis zwischen den beiden. Auch mit französischen Schriftstellern tritt er in Verbindung, mit Dumas, Balzac, Béranger, George Sand. 1834 trifft er Crescence Augustine Mirat, seine spätere Frau, seine geliebte «Mathilde». 1835 erläßt der deutsche Bundestag ein Verbot der Schriften des «Jungen Deutschland», auch Heines Bücher sind betroffen. In Deutschland wird eine Verleumdungskampagne gegen ihn entfacht, die schließlich 1933 mit der Verbrennung der Werke Heines durch die Nazis ihren Höhepunkt finden wird. Nach der Aussöhnung mit seinem Onkel Salomon erhält er von diesem regelmäßige, finanzielle Unterstützung. Immer wieder jedoch kommt es zu Streitigkeiten mit seinem Verleger Campe. 1843 reist er zum erstenmal seit seinem Weggang aus Hamburg nach Deutschland. Wieder in Paris, arbeitet er an «Deutschland, ein Wintermärchen». Er lernt Arnold Ruge und Karl Marx kennen, Friedrich Hebbel besucht ihn. 1844 erkrankt er an einer nie ganz geklärten, tuberkuloseähnlichen Krankheit mit fortschreitenden Lähmungserscheinungen. Ein Kuraufenthalt in den Pyrenäen 1846 bleibt ohne Wirkung. Die Leidenszeit in der «Matratzengruft» beginnt, begleitet von den ihn tief bewegenden Ereignissen in Frankreich und Deutschland im Jahre 1848: die Revolution und deren Scheitern. Der Romanzero erscheint, die Memoiren bleiben Fragment: nach langem Leiden stirbt Heinrich Heine am 17. Februar 1856.

 

 

 

Das Werk

 

Almansor

(Drama, 1820)

Die Romantik

(Essay, publ. 1820)

Gedichte

(1822)

William Ratcliff

(Drama, 1822)

Briefe aus Berlin

(1822)

Tragödien, nebst einem lyrischen Intermezzo

(William Ratcliff, Lyrischen Intermezzo, Almansor, 1823)

Über Polen

(Essay, publ. 1823)

Die Heimkehr

(Gedichte, 1823)

Die Harzreise

(1824)

Die Nordsee

(1825)

Reisebilder, Erster Theil

(Die Heimkehr, Gedichte, Die Harzreise, Die Nordsee. Erste Abtheilung, publ. 1826)

Reisebilder, Zweyter Theil

(Die Nordsee. Zweyte und dritte Abtheilung, Karl Immermann: Xenien,

Ideen. Das Buch Le Grand, Briefe aus Berlin, publ. 1827)

Buch der Lieder

(publ. 1827)

Reisebilder, Dritter Theil. Italien

(Reise von München nach Genua, Die Bäder von Lucca, publ. 1830)

Nachträge zu den Reisebildern

(Englische Fragmente, Die Stadt Lucca, publ. 1831)

Französische Zustände

(1833)

Zur Geschichte der neueren schönen Litteratur in Deutschland

(1833)

Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland

(1833)

Der Salon. Erster Band

(Französische Maler, Verschiedene, Aus den Memoiren des Herren

von Schnabelewopski, publ. 1834)

Der Salon. Zweyter Band

(Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland,

Neuer Frühling, publ. 1835)

De l'Allemagne

(publ. 1835)

An die hohe Bundesversammlung

(Offener Brief, 1836)

Die romantische Schule

(Neuausgabe von «Zur Geschichte der neueren

schönen Litteratur», publ. 1836)

Der Salon. Dritter Band

(Florentinische Nächte, Elementargeister, publ. 1837)

Ueber den Denunzianten. Eine Vorrede zum Dritten Theile des Salons

(publ. 1837)

Shakespeares Mädchen und Frauen

(publ. 1839)

Schriftstellernöten

(Offener Brief, 1939)

Lutetia

(1840)

Ludwig Börne. Eine Denkschrift

(1840, publiziert unter dem Titel «Ueber Ludwig Börne»)

Der Salon. Vierter Band

(Gedichte, Der Rabbi von Bacherach, Ueber die

französische Bühne, publ. 1840)

Zeitgedichte

(1842)

Atta Troll. Ein Sommernachtstraum

(1843)

Deutschland. Ein Wintermährchen

(publ. 1844)

Neue Gedichte

(Gedichte, Deutschland. Ein Wintermährchen, publ. 1844)

Atta Troll. Ein Sommernachtstraum

(publ. 1847)

Romanzero

(publ. 1851)

Der Doktor Faust. Ein Tanzpoem.

Nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dichtkunst. (publ. 1851)

Vermischte Schriften. Band 1

(Geständnisse, Gedichte 1853 und 1854, Die Götter im Exil, Die Göttin Diana,

Ludwig Marcus, Denkworte, publ. 1854)

Vermischte Schriften. Band 2/Band 3

(Lutezia. Berichte über Politik, Kunst und Volksleben, publ. 1854)

Memoiren

(Fragment, 1854)

Lutèce. Lettres sur la vie politique, artistique et sociale en France

(publ. 1855)

 

 

Sekundäres

 

Friedrich Nietzsche über Heinrich Heine

Quellen