BIBLIOTHECA AUGUSTANA

 

Gotthilf Heinrich Schubert

1780 - 1860

 

Der Autor

 

Gotthilf Heinrich Schubert, Naturwissenschaftler und Philosoph, wird 1780 in Hohenstein in Sachsen geboren. Aus einem pietistischen Pfarrhaus stammend studiert er zunächst Theologie, wechselt aber dann zur Medizin. 1803 promoviert er in Jena und läßt sich als Arzt nieder. 1806 geht er nach Dresden, wo er mit Adam Müller und Heinrich von Kleist in Verbindung tritt. Auf deren Anregung hin hält er vielbeachtete Vorträge über Magnetismus, Hellsehen und Träume. Durch Vermittlung Schellings wird er 1809 zum Rektor der neugegründeten Realschule in Nürnberg ernannt. 1819 wird er als Professor für Naturgeschichte nach Erlangen berufen. 1827 folgt er einem Ruf als Professor für Allgemeine Naturgeschichte nach München. Er stirbt 1860 in Laufzorn bei München. Während seines Lebens stand er mit führenden Persönlichkeiten seiner Zeit in Verbindung: mit Herder, Schelling, Baader und Hegel, mit Brentano, den Gebrüdern Schlegel, Tieck, Jean Paul, Kleist und Goethe, sowie mit dem Maler Caspar David Friedrich. Seine Natur- und Geschichtsphilosophie und besonders die Hervorhebung des Unbewußten übte einen starken Einfluß auf die Dichter der Romantik, wie Brentano, Kleist und E. T. A. Hoffmann, aus.

 

 

 

Das Werk

 

Dissertatio inauguralis medica, continens dubitata quaedam supra hominum a nativitate surdorum

medelam calvanismo suscipiendam, additis quibusdam huc pertinentibus experimentis (1803)

(Medizinische Dissertation: Die Behandlung von Taubgeborenen durch Galvanismus)

Die Kirche und die Götter. Ein Roman (1804)

Biblioteca castellana portugues y proënzal (1804-1805)

Ahndungen einer allgemeinen Geschichte des Lebens (1806-21)

Die Abentheuer des Fiedlers zu Schiras (in Kleists Phöbus 1808)

Fragmente aus einer Vorlesung (in Kleists Phöbus 1808)

Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaften (1808)

Neue Untersuchungen über die Verhältnisse der Größen und Excentricitäten der Weltkörper (1808)

Leben des Hemme Hayen (1810)

Von dem Geist und Wesen der Dinge (Saint-Martin: Esprit des choses, Übersetzung 1811/12)

Handbuch der Geognosie und Bergbaukunde (1813)

Die Symbolik des Traumes (1814) >>> (Auszug)

Handbuch der Mineralogie (1816)

Altes und Neues aus dem Gebiet der innern Seelenkunde (1816-59)

Die Urwelt und die Fixsterne. Eine Zugabe zu den Ansichten

von der Nachtseite der Naturwissenschaften (1822)

Wanderbüchlein eines reisenden Gelehrten nach Salzburg, Tirol und der Lombardei (1823)

Lehrbuch der Naturgeschichte für den ersten Unterricht (1823)

Allgemeine Naturgeschichte, oder Andeutungen zur Geschichte und Physiognomik der Natur (1826)

Reise durch das südliche Frankreich und Italien (1827) >>> (Gallica/BNF)

Züge aus dem Leben des Johann Friedrich Oberlin (1827)

Peurbach und Regiomontan, die Wiedergründer einer selbständigen und

unmittelbaren Erforschung der Natur in Europa (1828)

Mitteilungen aus dem Reiche Gottes (1829)

Von dem Vergehen und Bestehen der Gattungen und Arten in der organischen Natur (1830)

Die Alter der Kunst (1830)

Die Geschichte der Seele (1830)

Lehrbuch der Sternkunde für Schulen und zum Selbstunterrichte (1831)

Kurze Gescheschichte der Reformation und des Reformators in Schottland Johannes Knox (1831)

Beschäftigungen für die Jugend aller Stände zur Gewöhnung an zweckmässige Thätigkeit,

zur erheiternden Unterhaltung sowie zur Anregung des Kunst- und Gewerbesinnes (1834-38)

Der Meeresstrom. Eine Erzählung für die Jugend (1835)

Über die Einheit im Bauplan der Erdveste (1835)

Die Geschichte der Natur (1835/37)

Der organische Leib und die Sprache (1836)

Von einem Feststehenden in der Geschichte der sichtbaren Natur

und des in ihr wohnenden Menschen (1837)

Reise in das Morgenland in den Jahren 1836 und 1837 (1838/39)

Lehrbuch der Menschen- und Seelenkunde,

zum Gebrauch für Schulen und zum Selbststudium (1838)

Bilder aus dem heiligen Lande (1839)

Naturgeschichte der Vögel in Bildern (1841)

Die Zwillinge. Eine Erzählung (1842)

Der Krüppel von Rottenstein. Eine Erzählung (1843)

Der ungleiche Sohn und der gleichartige Enkel. Eine Erzählung (1843)

Die Geschichte von Bayern. Lehr- und Lesebuch (1843)

Des sächsischen Kapellmeisters Naumann Jugendgeschichte (1844)

Die Krankheiten und Störungen der menschlichen Seele (1845)

Spiegel der Natur. Ein Lesebuch zur Belehrung und Unterhaltung (1845)

Über Ahnen und Wissen (1847)

Die Naturlehre als kurzer Inbegriff der Sternenkunde,der Physik samt Chemie

und der Lehre von der Erdbildung (1847)

Flavius und Pelagia. Eine Erzählung (1847)

Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Robert der Soldat. Zwei Erzählungen (1848)

Der neue Robinson oder die Schicksale des Philipp Ashton (1849)

Seebilder. Ein Buch zur Unterhaltung und Belehrung (1850)

Das Weltgebäude, die Erde, und die Zeiten des Menschen auf der Erde (1852)

Die Naturlehre als kurzer Inbegriff der Sternkunde, Physik und Chemie (1853)

Der Erwerb aus einem vergangenen und die Erwartungen

von einem zukünftigen Leben. Eine Selbstbiographie (1854-1856)

Züge aus Gellerts Leben (1854)

Herr Stephan Mirbel. Eine Erzählung (1856)

Die Schatzgräber. Eine Erzählung (1856)

Die alte Schuld. Eine Erzählung (1856)

Die Zeichen des Lebens. Die beiden Inder. Zwei Erzählungen (1856)

Lehrbuch der Sternenkunde (1857)

Die Landparthieen des alten Weichgemuth (1858)

Parabeln aus dem Buche der sichtbaren Werke (1858)

Die Ruhestunden eines alten Auswanderers (1858)

Christian Friedrich Schwartz, der Sendbote des Evangeliums in Indien (1860)

 

 

Sekundäres

 

Naturgeschichte des Pflanzenreichs nach Schuberts Lehrbuch der Naturgeschichte (1887)

Biographie und Bibliographie (BBKL)

Quellen, Kolophon