BIBLIOTHECA AUGUSTANA

 

Carl Niessen

1890 - 1969

 

 

Der Autor

 

Carl Niessen (Karl Nießen) wird 1890 in Köln geboren. Er promoviert 1913 und nimmt 1915 als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. 1919 habilitiert er sich in Köln bei Friedrich von der Leyen mit einer Arbeit zur Theatergeschichte und ist Leiter des Instituts für Theaterwissenschaft. 1920 begründet er die Theaterwissenschaftliche Sammlung, die er später zum Theatermuseum Köln ausbaut. Seit 1933 Truppführer der SA, organisiert in den folgenden Jahren sogenannte «Thingspiele». 1939 wird er a.o. Professor für Theaterwissenschaften an der Universität Köln. Während des 2. Weltkriegs überwirft er sich mit verschiedenen Nazi-Größen wegen der Absetzung seiner Kölner Jedermann-Aufführung. Nach dem Krieg als politisch «minderbelastet» eingestuft, wird er 1951 wieder Leiter seiner theaterwissenschaftlichen Sammlung, die 1955 in Schloß Wahn ihr endgültiges Domizil findet. Seit den dreißiger Jahren umfaßt sie auch den Nachlaß des Filmpioniers Skladanowsky und seit 1952 den Nachlaß Karl Valentins. 1969 stirbt Niessen in Troisdorf.

 

© TWS Schloß Wahn

 

 

Das Werk

 

Schul- und Bürgeraufführungen in Köln bis zum Jahre 1700 (1914)

Dramatische Darstellung in Köln, 1526-1700 (1917)

Sturm und Drang (1921)

Jasper von Gennep, Das alte Kölner Spiel von Jedermann. Bearbeitet von Carl Niessen (1922)

Das Bühnenbild. Ein kulturgeschichtlicher Atlas (1924)

Goethe und die romantische Shakespeare-Bühne (1927)

Aufgaben der Theaterwissenschaft (1927)

Das rheinische Puppenspiel. Ein theatergeschichtlicher Beitrag zur Volkskunde (1928)

Faust auf der Bühne. Ein Jahrhundert Inszenierungsgeschichte (1929)

Katalog der Ausstellungen «Faust auf der Bühne», «Faust in der bildenden Kunst» (1929)

Deutsches Theater hinter Stacheldraht (1933)

Ludvig Holberg, Hexerei oder Blinder Lärm. Posse in 2 Aufzügen.

Bühnenbearbeitung von Carl Niessen (1934)

Der Film. Eine unabhängige deutsche Erfindung (1934)

Ludvig Holberg, Der geschwätzige Barbier. Bühnenfassung von Carl Niessen (1935)

Satyricus (d.i. Friedrich II.), Die Schule der Welt. Eine preußische Komödie in 3 Akten,

übersetzt und bearbeitet von Carl Niessen (1936)

An der Wiege des Hänneschen. Zum 10-jährigen Bestehen

der Städtischen Puppenspiele in Köln. (1937)

Die Komödien des großen Königs. Übersetzt und bearbeitet von Carl Niessen (1937)

Das Volksschauspiel und Puppenspiel (1938)

Deutsches Theater und Immermanns Vermächtnis. Neue Papierfenster eines Eremiten (1940)

Frau Magister Velten verteidigt die Schaubühne.

Schriften aus der Kampfzeit des deutschen Nationaltheaters.

Erneuert zum 50. Geburtstag des Präsidenten der Reichstheaterkammer Ludwig Körner (1940)

Theater im Kriege (1940)

Die deutsche Oper der Gegenwart (1944)

Ludvig Holberg, Der geschäftige Herr Vielgeschrei. Lustspiel in zwei Aufzügen.

Bühnenbearbeitung von Carl Niessen (1947)

Der Mensch denktů Eine kleine Plauderei. Mit mehreren Illustrationen von Paul Flora (1947)

Theophilus. Der Faust des Mittelalters. Aus den drei mittelniederdeutschen Handschriften,

zusammengestellt und übertragen von Carl Niessen (1948)

Handbuch der Theater-Wissenschaft, Band 1-3 (1949-58)

Max Reinhardt und seine Bühnenbildner (1958)

Karl Valentin und die Münchener Volkssänger (1959)

Brecht auf der Bühne (1959)

Der Szeniker Ludwig Sievert. Ein Leben für die Bühne (1959)

«Theaterarchitekten» contra Darsteller und Zuschauer.

Eine Stachelschrift aus Gewissenszwang (1960)

Das Bühnenbild von der Renaissance bis zu Servandoni (1963)

Ist Köln eine Theaterstadt? Nebst anderen verworfenen Aufsätzen (1963)

Das deutsche Theater bürgert Shakespeare ein (1964)

Johannes Schröder. Ein Meister der Szene (1964)

Faust als Schmutz und Schund. Das Satyrspiel zur Tragödie.

Mit einem Epilog auf bundesdemokratischer Bühne (1964)

Kleine Schriften zur Theaterwissenschaft und Theatergeschichte (1971)

 

 

Sekundäres

 

Chronologie Carl Niessen (Gerd Simon) (.pdf)

Theaterwissenschaftlichen Sammlung Schloß Wahn

Quellen