Prof. Dr. Gundolf Kiefer
Fachgebiet Technische Informatik
Hochschule Augsburg
University of Applied Sciences
HS Augsburg / Fakultät für Informatik / Gundolf Kiefer
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Zur Person

Labor für Technische Informatik

Leitung Prof. Dr. Gundolf Kiefer
Mitarbeiter Dipl.-Inf. (FH) Michael Schäferling
Dipl.-Inf. (FH) Marcus Stegner
Lorenz Dieminger
Albert Böswald
Markus Litzel
Matthias Ruhland
Matthias Pohl
Raum G 2.19

Funktion und Ausstattung

Das Labor dient der Ausbildung und Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich des Entwurfes digitaler Systeme. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf dem Entwurf komplexer Systeme ("Systems-on-a-Chip") mit dazu passender Software ("Hardware-Software-Codesign") sowie der Evaluation und Simulation von modernen Rechnerarchitekturen.

Die entworfene Hardware kann mit Hilfe von programmierbaren Logikbausteinen (FPGAs) realisiert werden, wie sie im Bereich eingebetteter Systeme zum Beispiel im Automobilbereich zunehmend Verwendung finden.

Passende FPGA-Entwicklungsboards und eine breite Palette an kommerzieller und freier Entwurfssoftware sind im Labor vorhanden.

Themenbereiche in der Ausbildung

  • Grundlagen des rechnergestützten Schaltungs- und Systementwurfs (Hardware-Modellierung, Simulation, Synthese)
  • Hardwarebeschreibungssprachen (z.B. VHDL)
  • Entwurf von Systems-on-a-Chip (SoC): Verwendung & Integration von IP-Cores
  • Software-Entwicklung für eingebettete Systeme
  • Performance-Evaluation und Simulation von Rechnerarchitekturen
  • Grundlagen des IC-Entwurfs

Forschung, Entwicklung, Kooperation mit der Wirtschaft

Im Labor und mit den Geräten des Labors können Untersuchungen und Entwicklungen auf dem Gebiet des integrierten Systementwurfs, insbesondere auch in Zusammenarbeit mit der Industrie, durchgeführt werden.


Aktuelle Projekte (Auswahl)

BMBF-Projekt "Triokulus - Effiziente Bildverarbeitung für 3D-Tracking-Systeme" embedded world 2011

Nähere Informationen finden Sie hier.

HiCoVec - Ein konfigurierbarer Vektorprozessor als Open-Source-Hardware embedded world 2011

Nähere Informationen finden Sie hier.

VISCY - Eine Lernumgebung für den Systementwurf und das Zusammenspiel von Hard- und Software

VISCY (Very reduced Instruction Set Computer sYstem) basiert auf einem voll funktionsfähigen RISC-Prozessor, der jedoch einfach genug ist, dass er im Rahmen eines 2-stündigen Laborpraktikums nachgebaut werden kann. Große Teile der dazu gehörigen Software-Entwicklungswerkzeuge (Simulator, Debugger, Assembler, Compiler) sind im Rahmen von studentischen Arbeiten entstanden. Dadurch ist das gesamte System voll transparent, und Studierende können somit sowohl ihren "eigenen" RISC-Prozessor entwerfen als auch das Zusammenspiel zwischen Hard- und Software praktisch begreifen.

Hardware-/Software-Plattform für die Bildverarbeitung

Der JPEG-2000-Bildkodierungsstandard gilt als Nachfolger des bekannten JPEG-Formates. Er beeinhaltet zahlreiche technische Verbesserungen, allerdings ist der Rechenaufwand für die En- und Decodierung auch deutlich höher. Ziel dieses Projektes ist es, ein konfigurierbares System aus zuschaltbaren Hardware-Beschleunigungsmodulen und dazu passender Software zu schaffen, das optimal für einen Anwendungsfall angepasst werden kann. Ein funktionsfähiges, erweiterbares Framework für die Dekodierung von JPEG-2000-Bilddaten in einem FPGA, ist bereits im Rahmen einer Diplomarbeit entstanden.

22.9.2011 - Gundolf Kiefer