MIME-Version: 1.0 Content-Type: multipart/related; boundary="----=_NextPart_01C73509.5A915440" Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Webseite in einer Datei, die auch als Webarchivdatei bezeichnet wird. Wenn Sie diese Nachricht erhalten, unterstützt Ihr Browser oder Editor keine Webarchivdateien. Downloaden Sie einen Browser, der Webarchivdateien unterstützt, wie zum Beispiel Microsoft Internet Explorer. ------=_NextPart_01C73509.5A915440 Content-Location: file:///C:/FACB92E5/Zitate.htm Content-Transfer-Encoding: quoted-printable Content-Type: text/html; charset="us-ascii"
Quotes, not well ordered although some fit very well together=
Überhaupt exist=
iert das
Unendliche nur in dem Sinne, daß immer ein anderes und wieder ein And=
eres
genommen wird, das eben Genommene aber immer ein Endliches, jedoch immer ein
Verschiedenes und wieder ein Verschiedenes ist. (Aristoteles)
With the exception of the geometric series, there does not exist in =
all
of mathematics a single infinite series whose sum has been determined
rigorously. (Niels Henrik Abel)
Und ich glaube auch,
daß es dereinst gelingen wird [...] (namentlich die Hinzunahme der
irrationalen und kontinuierlichen Größen) wieder abzustreifen,
welche zumeist durch die Anwendungen auf Geometrie und Mechanik veranla&szl=
ig;t
worden sind. (Leopold Kronecker)
Some mathematicians object to the Axiom of Infinity on the grounds t=
hat
a collection of objects produced by an infinite process (such as N) should =
not
be treated as a finished entity. However, most people with some mathematical
training have no difficulty visualizing the collection of natural numbers in
that way. (K. Hrbacek, T. Jech)
Man kann unbedingt s=
agen:
die transfiniten Zahlen stehen oder fallen mit den endlichen Irrationalzahl=
en.
(Georg Cantor)
Bei der Annahme, da&=
szlig;
es ein reelles Zahlensystem im klassischen Sinne gibt, handelt es sich ja um
eine Vorstellung, für die noch keine hinlängliche mathematische
Begründung vorliegt. (Kurt Schütte)
Wenn er [der Angriff=
auf das
Unendliche] endgültig glückt, so bleibt, abgesehen von engumgrenz=
ten
unangreifbaren Gebieten (namentlich der Arithmetik im engeren Sinn), von der
gegenwärtigen Mathematik nur ein ungeheurer Trümmerhaufen üb=
rig,
aus dem wohl erst durch die Arbeit von Generationen neue einigermaßen
wohnliche (und den alten jedenfalls an Bequemlichkeit nicht gleichkommende)
Behausungen aufgebaut werden können. (Adolf Fraenkel)
Wäre König=
s Satz,
daß alle "endlich definierbaren" reellen Zahlen einen Inbeg=
riff
von der Mächtigkeit alef-null ausmachen, richtig, so hieße dies,=
das
ganze Zahlenkontinuum sei abzählbar, was doch sicherlich falsch ist.
(Georg Cantor in a letter to Hilbert, August 8, 1906)
Definiert man die re=
ellen
Zahlen in einem streng formalen System, in dem nur endliche Herleitungen und
festgelegte Grundzeichen zugelassen werden, so lassen sich diese reellen Za=
hlen
gewiß abzählen, weil ja die Formeln und die Herleitungen auf Gru=
nd
ihrer konstruktiven Erklärungen abzählbar sind. (Kurt Schütt=
e)
[...]
protestiere ich zuvörderst gegen den Gebrauch einer unendlichen
Größe als einer Vollendeten, welcher in der Mathematik niemals
erlaubt ist. Das Unendliche ist nur eine Facon de parler, indem man eigentl=
ich
von Grenzen spricht, denen gewisse Verhältnisse so nahe kommen als man
will, während anderen ohne Einschränkung zu wachsen verstattet is=
t. // In the first place I protest against the us=
e of
an infinite magnitude as something completed, which is never permissible in
mathematics. The Infinite is merely a facon de parler=
,
the true meaning being a limit which certain ratios approach as closely as =
one
wishes, while others are permitted to increase without restriction. (Carl
Friedrich Gauss in a letter to Schumacher, July 12, 1831)
The attitude of the (neo-)intuitionists that there do not exist
altogether non-equivalent infinite sets is consistent, though almost suicid=
al
for mathematics. (A.A. Fraenkel)
There still remains the question whether our axioms enable us to
construct cardinals. The answer is in the negative. (A.A. Fraenkel)
Every transfinite consistent multiplicity, that is, every transfinite
set, must have a definite aleph as its cardinal number. (Georg Cantor)
Classical logic was abstracted from the mathematics of finite sets a=
nd
their subsets [...] Forgetful of this limited origin, one afterwards mistook
that logic for something above and prior to all mathematics, and finally
applied it, without justification, to the mathematics of infinite sets. Thi=
s is
the fall and original sin of [Cantor's] set theory. (Hermann Weyl)
I= t is by logic we prove, it is by intuition that we invent. (Henry Poincaré)<= o:p>
Never glad confident morning again. (A.N. Whitehead, 1901, after his
co-author Russell had created his paradox)
Russellblessur. (Helmut Kracke)
Set theory is a disease from which mathematics will one day recover. (Henry Poincaré)
Die endlichen ganzen=
Zahlen
sind nichts anderes als "Zeichen" für verschiedene
"Typen" von "endlichen wohlgeordneten Mengen". Die
unendlichen ganzen Zahlen der zweiten Zahlenclasse sind "Zeichen"
für die verschiedenen "Typen" von "wohlgeordneten Mengen
der ersten Mächtigkeit", die unendlichen ganzen Zahlen der dritten
Zahlenclasse sind "Zeichen" für die verschiedenen
"Typen" von "wohlgeordneten Mengen der zweiten
Mächtigkeit" u.s.w. u.s.w. (Georg Cantor in a letter to
Mittag-Leffler, Sept. 23, 1883)
In Rücksicht au=
f diese
Befreiung der Elemente von jedem andern Inhalt (Abstraktion) kann man die
Zahlen mit Recht als eine freie Schöpfung des menschlichen Geistes nen=
nen.
(Richard Dedekind)
So
sind die negativen und die gebrochenen Zahlen durch den menschlichen Geist
erschaffen. (Richard Dedekind)
Es gibt kein
Aktual-Unendliches. Was wir "unendlich" nennen, ist nur die
Möglichkeit, unaufhörlich neue Objekte zu schaffen, wie zahlreich
auch die schon geschaffenen Objekte seien. // There is no actual infinity. =
It is only=
the
affirmation of the power of the mind which knows it can conceive of the
indefinite repetition of the same act, when the act is once possible. (Henri
Poincaré)
If one person can see it [Hilbert's paradise] as a paradise for
mathematicians, why should not another see it as a joke? (Ludwig Wittgenstein)
Perhaps we=
should
hold an interdisciplinary conference on the finite. As Horatio said, “=
;There
are fewer things in heaven and earth, Hamlet, than are dreamt of in your
philosophy.” (Edward Nelson)
(i) Infini=
te
totalities do not exist in any sense of the word (i.e., either really or
ideally). More precisely, any mention, or purported mention, of infinite
totalities is, literally, meaningless. (ii) Nevertheless, we should continue
the business of Mathematics 'as usual', i.e., we should act as if infinite
totalities really existed. (Abraham
Robinson)
Was hingegen die Anwendungen der transfiniten Z=
ahlen
in anderen mathematischen Disziplinen anlangt, so haben sich die Hoffnungen,
welche man zunächst darauf setzte, nur in wenigen, speziellen Fäl=
len
erfüllt, und es wird noch [...] ausgeführt werden, daß
bestimmte, heutzutage in der abstrakten Algebra und Topologie
gebräuchliche Schlußweisen gerade auf einer Elimination der
transfiniten Ordinalzahlen beruhen, mit der freilich ein Verlust an Motivat=
ion
und an Einsicht einhergeht. (Walter Felscher)
[...] als die Mitläufer Bourbakis das Sage=
n in
der Mathematik hatten mit dem Schlachtruf: Alle Mathematik ist Mengenlehre.
[...] Diese Auffassung von der Mathematik beherrschte aber bisher nur eine
relativ kurze Episode von einem Jahrhundert in der langen Geschichte der
Mathematik. Seit der Antike ist Mathematik immer die Lehre vom Beweisen
mathematischer Sätze gewesen. (Detlef Laugwitz)
The
Axiom of Choice is obviously true; the Well Ordering Principle is obviously
false; and who can tell about Zorn's Lemma? This is a joke. In the setting =
of
ordinary set theory, all three of those principles are mathematically
equivalent -- i.e., if we assume any one of those principles, we can use it=
to
prove the other two. However, human intuition does not always follow what is
mathematically correct. The Axiom of Choice agrees with the intuition of mo=
st
mathematicians; the Well Ordering Principle is contrary to the intuition of
most mathematicians; and Zorn's Lemma is so complicated that most
mathematicians are not able to form any intuitive opinion about it. =
(Jerry Bona)
Eine Theorie, die von der vorbehaltlosen Akzept=
anz
des aktual Unendlichen, also des "vollendeten Unvollendbaren" ausgeht, trägt den Kern des
Verderbens in sich, und man darf sich nicht wundern, wenn von Burali-Forti =
bis
Banach-Tarski reihenweise - euphemistisch als Paradoxa verbrämt -
Widersprüche wie faule Pflaumen vom Baum der Erkenntnis herniederprass=
eln.
(NN)
Die mathematische Literatur findet sich, wenn m=
an
darauf acht gibt, stark durchflutet von Ungereimtheiten und
Gedankenlosigkeiten, die meist durch das Unendliche verschuldet sind. So we=
nn
z. B. im Sinne einer einschränkenden Bedingung die Forderung betont wi=
rd,
daß in der strengen Mathematik nur eine endliche Anzahl von
Schlüssen in einem Beweise zulässig sei - als ob es schon irgend
jemandem einmal gelungen wäre, unendlich viele Schlüsse
auszuführen. (David Hilbert)
Dies sind die ersten transfiniten Zahlen Cantor=
s, die
Zahlen der zweiten Zahlenklasse, wie sie Cantor nennt. Zu ihnen gelangen wir
also einfach durch ein Hinüberzählen über das gewöhnlic=
he
abzählbare Unendlich. (David Hilbert)
Das Operieren mit dem Unendlichen kann nur durc=
h das
Endliche gesichert werden. (David Hilbert)
Die Zahlen der zweiten
Zahlenklasse wurden von mir schlechthin als Resultat des
Hinüberzählens über das abzählbare Unendliche
eingeführt. (David Hilbert
Ausdrücklich mö=
chte
ich nochmals bemerken, daß die hier vorgetragene Darstellung des Bewe=
ises
des Kontinuumsatzes nur die Grundgedanken enthält; zur vollkommenen
Durchführung bedarf es außer den Beweisen der zwei Lemmata noch =
der
Umarbeitung im Sinne der strengen Einhaltung der finiten Einstellung. (David Hil=
bert)
As is ofte=
n the
case in mathematics, until someone appears with a new viewpoint, insight, o=
r counterexample,
difficulties in any complex argument may easily go unnoticed. (Joseph Warren
Dauben)
I cannot c=
onsider
the set of positive integers as given, for the concept of the actual infini=
te
strikes me as insufficiently natural to consider it by itself. (Luzin in a letter to Kuratowski)
Eine falsche Theorie=
ist in
jedem Fall inkorrekt, selbst dann, wenn sie durch keinerlei Widerspruch
widerlegt werden kann. Genau so, wie ein Verbrechen immer ein Verbrechen
bleibt, unabhängig davon, ob irgendein Gericht es als Verbrechen
nachweisen kann oder nicht. (Luitzen E. J. Brouwer)
The clarification of the
question to what extent, and under what conditions, it is admissible, in the
study of infinite sets, to ignore their process of formation, cannot as yet=
be
regarded as complete. (Andrej N. Kolmogorov:)
Set theory is discredit=
ed by
paradoxes and as a foundation for mathematics it is far less reliable than =
its
superstrucuture. It is therefore clear that we cannot regard set theory as =
the
foundation of mathematics and hope that it will deliver us from the fear of
unsoundness of classical mathematics. (Willard
V. Quine)
Mathematische
Objekte existieren nicht, sofern=
sie
nicht gedacht werden. Alle mathematischen Begriffe sollen deshalb mit endlich vielen Worten definierbar<=
/span>
und alle Behauptungen mit endlich
vielen Operationen verifizierbar sein. Was die Menschen
"unendlich“ nennen, ist nur die endlose Möglichkeit, neue
Objekte zu "schaffen", unabhängig davon, wie viele Objekte
bereits bestehen. Die Vorstellung etwa einer aktual existierenden unendlichen Menge ist eine falsche Vorstellung. (Henri Poincaré)
Der Grenzprozeß trug den Sieg davon; denn=
der
Limes ist ein unvermeidlicher Begriff, dessen Wichtigkeit von der Annahme o=
der
Verwerfung des Unendlichkleinen nicht berührt wird. Hat man ihn aber
einmal gefaßt, so sieht man, daß er das Unendlichkleine
überflüssig macht. (H. Weyl)
Fabelreich des Überabzählbaren (Paul
Lorenzen)
Brei des Kontinuums (H. Weyl)
Die Infiniten und Infinitesimalen sind Fiktion
[...]Sie ermöglichen eine vorteilhafte Sprechweise. Es handelt sich ab=
er
nicht um willkürliche, sondern um wohlbegründete Fiktionen. Im
praktischen Gebrauch kann man sie so verwenden, als ob sie wirklich
existierten. (Gottfried Wilhelm Leibniz)
Über die "Existenz" solcher Zahl=
en
streiten wir nicht, wir betrachten sie als Fiktionen des Geistes nützl=
ich
für den Kalkül, ähnlich den komplexen Zahlen. (Gottfried=
Wilhelm
Leibniz)
They are n=
either
finite qantities, nor quantities infinitely small, nor yet nothing. May we =
not
call them the ghosts of departed quantities? (Bishop George Berkeley)
about infinity and eternity and the universe
Das Unendliche hat so tief wie keine
andere Frage von jeher das Gemüt=
der Menschen bewegt; das Unendliche hat wie kaum eine andere Idee auf den Verstand so anregend u=
nd
fruchtbar gewirkt; das Unendliche ist aber auch wie kaum ein anderer Begriff so der Aufklärung bedürftig. // =
The
infinite! No other question has ever moved so profoundly the
spirit of man; no other idea has so fruitfully stimulated his intellect; ye=
t no
other concept stands in greater need of clarification than that of infinity=
. (David Hilbert)
Von dem Kleinen gibt es kein
Allerkleinstes sondern immer noch ein Kleineres. Denn es ist unmöglich
daß das Seiende (durch Teilung) aufhört zu sein. Aber
auch von dem Großen gibt es immer noch ein Größeres. // =
span>There is no
smallest among the small and no largest among the large; but always somethi=
ng
still smaller and something still larger. (Anaxagoras)
Das Universum ist in keiner Richtung beschr&aum=
l;nkt.
Sonst müßte es irgendwo eine Grenze besitzen. Aber ein Dinge kann
keine Grenze besitzen, wenn nicht etwas außerhalb existiert. [...]
On to infi=
nity!
(NBC Evening News, June 12, 1983, when Pioneer 10 crossed the orbit of Nept=
un)
All finite=
things
reveal infinitude. (Theodore Roethke)
Infinity c=
onverts
the possible into the inevitable. (Norman Cousins)
Infinity i=
s where
things happen that don't. (NN)
If a strai=
ght line
falling on two straight lines makes the interior angles on the same side le=
ss
than two right angles, the two straight lines, if produced indefinitely, me=
et
on that side on which the angles are less than two right angles. (Euclid)
Nature is =
an
infinite sphere, whose center is everywhere and whose circumference is nowh=
ere.
(Blaise Pascal)
But there =
can be
no movement of infinity and of an infinite body, and therefore no diurnal
revolution of that vastest Primum mobile. (Thomas Digges)
It is, I s=
ay,
impossible that I can with any true meaning assert that there existeth such=
a
surface, boundary or limit, beyond which is neither body, nor empty space, =
even
though God be there. (Giordano Bruno in "I'infinito universo et
mondi")
There is a=
single
general space, a single vast immensity which we may freely call Void; in it=
are
innumerable globes like this =
on
which we live and grow. This space we declare to be infinite; since neither
reason, convenience, possibility, sense-perception nor nature assign to it a
limit. In it are an infinity of worlds of the same kind as our own. (Giorda=
no
Bruno in "I'infinito universo et mondi")
The One in=
finite
is perfect; simply and of itself nothing can be greater or better than it. =
This
is the one Whole everywhere, God, universal nature. Naught but the infinite=
can
be a perfect image and reflection thereof, for the finite is imperfect.
(Giordano Bruno)
This is the
excellence of God magnified and the greatness of his kingdom made manifest;=
he
is glorified not in one, but in countless suns; not in a single earth, but =
in
thousands, I say, in an infinity of worlds. (Giordano Bruno)
Infinities=
and indivisibles
transcend our finite understanding, the former on account of their magnitud=
e,
the latter because of their smallness; Imagine what they are when combined.
(Galileo Galilei))
Surely, ra=
mbling
across the infinity can do no good to no one. (Johannes Kepler)
But if the=
matter
were evenly disposed throughout an infinite space, it could never convene i=
nto
one mass; but some of it would convene into one mass and some into another,=
so
as to make an infinite number of great masses, scattered great distances fr=
om
one to another throughout all that infinite space. And thus might the sun a=
nd
fixed stars be formed. (Isaac Newton)
I am undec=
ided
whether or not the visible Milky Way is but one of countless others all of
which form an entire system. Perhaps the light from these infinitly distant
galaxies is so faint that we cannot see them. (Heinrich Lambert)
It is fair=
ly
certain that our space is finite though unbound. Infinite space is simply a
scandal to human thought. (Bishop
Barnes)
Die Regeln des Endlichen behalten im Unendlichen
Geltung. (Gottfried Wilhelm Leibniz in a letter to Varignon, February 2, 1702=
)
A quantity=
is the
limit of another quantity, when the second can approach the first more clos=
ely
than any given quantity as small as one can suppose. (Jean d'Alembert)
on
the reality of the transfinite
In his [Cantor's] own mind, the application of transfinite numbers in
physical terms was direct evidence of their very real existence.
Der dritte Theil bri=
ngt die
Anwendungen der Mengenlehre auf die Naturwissenschaften: Physik, Chemie,
Mineralogie, Botanik, Zoologie, Anthropologie, Biologie, Physiologie, Mediz=
in
etc. Ist also das, was die Engländer "Natural philosophy"
nennen. Dazu kommen aber auch Anwendungen auf die sogenannten
"Geisteswissenschaften", die meines Erachtens als Naturwissenschaften aufzufassen si=
nd,
denn auch der "Geist" gehört mit zur Natur. (Georg Can=
tor
about application of his set theory in a letter to Hilbert, September, 20,
1912)
Außerdem bin i=
ch mit Untersuchungen
über die Anwendung der Mengenlehre auf die Naturlehre der Organismen
beschäftigt, auf welche sich die bisherigen mechanischen Principien ni=
cht
anwenden lassen; es gehören dazu Grundlagen und Begriffe, welche von d=
er
bisherigen Mechanik toto genere verschieden sind. Dazu müssen auch ganz
neue mathematische Hülfsmittel geschaffen werden, die aber im Wesentli=
chen
in dem bisher von mir bearbeiteten Theile der Mengenlehre schon vorhanden u=
nd
nur noch etwas weiter auszubilden sind. Mit diesen Ideen einer genaueren
Ergründung des Wesens alles Organischen beschäftige ich mich schon
seit 14 Jahren, sie bilden die eigentliche Veranlassung, weshalb ich das
mühsame und wenig Dank verheissende Geschäft der Untersuchung von
Punctmengen unternommen und in diesem Zeitraum keinen Augenblick aus den Au=
gen
verloren habe. Ausserdem interessirt mich rein theoretisch das Wesen des
Staates und was dazu gehört, weil ich auch darüber meine
Gesichtspuncte habe, die zu mathematischer Formulierung später fü=
hren
dürfte; das Auffallende, was Sie darin vielleicht finden, verschwindet,
wenn Sie erwägen, dass auch der Staat ein organisches Wesen gewisserma=
ssen
repräsentiert. (Georg Cantor in a letter to Mittag-Leffler, Sept. 22,1884)
Zuletzt wollen wir w=
ieder unseres
eigentlichen Themas gedenken und über das Unendliche das Fazit aus all=
en
unseren Überlegungen ziehen: Das Gesamtergebnis ist dann: das Unendlic=
he
findet sich nirgends realisiert; es ist weder in der Natur vorhanden, noch =
als
Grundlage in unserem verstandesmäßigen Denken zulässig - ei=
ne
bemerkenswerte Harmonie zwischen Sein und Denken. (David Hilbert)
Set theory is based on polite lies, things we agree on even though we
know they're not true. In some ways, the foundations of mathematics has an =
air
of unreality. (William P. Thurston=
)
potential versus actual infinity
Trotz wesentlicher Verschiedenheit der Begriffe des potentialen
und aktualen Unendlichen, indem ersteres eine veränderliche endliche,
über alle Grenzen hinaus wachsende Größe, letzteres ein in =
sich
festes, konstantes, jedoch jenseits aller endlichen Größen liege=
ndes
Quantum bedeutet, tritt doch leider nur zu oft der Fall ein, daß das =
eine
mit dem andern verwechselt wird. (Georg Cantor)
Will
man in Kürze die neue Auffassung des Unendlichen, der Cantor Eingang
verschafft hat, charakterisieren, so könnte man wohl sagen: in der
Analysis haben wir es nur mit dem Unendlichkleinen und dem
Unendlichgroßen als Limesbegriff, als etwas Werdendem, Entstehendem,
Erzeugtem, d.h., wie man sagt, mit dem potentiell Unendlichen zu tun. Aber =
das
eigentlich Unendliche selbst ist dies nicht. Dieses haben wir z. B., wenn w=
ir
die Gesamtheit der Zahlen 1,2,3,4, ... selbst als eine fertige Einheit
betrachten oder die Punkte einer Strecke als eine Gesamtheit von Dingen
ansehen, die fertig vorliegt. Diese Art des Unendlichen wird als aktual
unendlich bezeichnet." (David Hilbert, 1926)
Eine
Folge von Zahlen, die über jede bereits erreichte Grenze
hinauswächst,[...] ist nichts weiter als ein Tor zur Unendlichkeit, das mannigfaltige Möglichkei=
ten
eröffnet. Diese Folge bleib=
t aber
immer im Status ihrer Schöpfung, und sie ist keine geschlossenes
Gebilde von Dingen, die bereits bestehen. Daß wir blind das eine mit =
dem
anderen gleichgesetzt haben, dies ist die wahre Quelle all unserer
Schwierigkeiten, einschließlich der Antinomien. (Hermann Weyl)
A construction does not=
exist
until it is made; when something new is made, it is something new and not a
selection from a pre-existing collection. (Edward Nelson)
There is no actual infi=
nity.
The Cantorians have forgotten that and have fallen into contradictions. (Henry Poincaré)
about
formalism
Die Mathematik ist w=
ie die
Dialektik ein Organ des höheren Sinns. In der Ausübung ist sie ei=
ne
Kunst wie die Beredsamkeit. Für beide hat nichts Wert als die Form; der
Gehalt ist ihnen gleichgültig. (Johann Wolfgang von Goethe)
The formalists are like a watchmaker who is so absorbed in making his
watches look pretty that he has forgotten their purpose of telling the time=
, and
has therefore omitted to insert any works. (Bertrand
Russell)
Mathematik kann nie durch Logik allein begr&uum=
l;ndet
werden. Als Vorbedingung zur Anwendung logischer Schlüsse ist uns bere=
its
immer etwas gegeben: gewisse außerlogische konkrete
Objekte, die anschaulich als unmittelbares Erlebnis vor dem Denken da sind.
(David Hilbert)
Der Lebensnerv der mathematischen Wissenschaft =
ist
bedroht durch die Behauptung, Mathematik sei nichts anderes als ein System =
von
Schlüssen aus Definitionen und Annahmen, die zwar in sich widerspruchs=
frei
sein müssen, sonst aber von der Willkür des Mathematikers geschaf=
fen
werden. Wäre das wahr, dann würde die Mathematik keinen intellige=
nten
Menschen anziehen. Sie wäre eine Spielerei mit Definitionen, Regeln und
Syllogismen ohne Ziele und Sinn. Die Vorstellung, daß der Verstand
sinnvolle Systeme von Postulaten frei erschaffen könne, ist eine
trügerische Halbwahrheit. (R. Courant, H. Robbins)
Sollte dann aber immer noch ein Störenfried
nachfragen, was es denn mit dieser Existenz Genaueres auf sich habe, so kann
man allemal auf einen rein syntaktischen, formalen Standpunkt retirieren.
(Walter Felscher)
Aber ist denn das eine
Wissenschaft, die Sätze beweist, ohne zu wissen, was sie beweist? (G. Frege)
Don't you see that the =
whole aim
of Newspeak is to narrow the range of thought? In the end we shall make
thoughtcrime literally impossible, because there will be no words in which =
to
express it. (George Orwell in "1984")
Logic, therefore, remai=
ns
barren unless fertilised by intuition. (Henry
Poincaré)
Die
ganzen Zahlen und das Rechnen mit ihnen ist intuitiv begründet. Rein logisches Schließen liefert=
nicht
notwendig mathematische Wahrheiten. Insbesondere ist es zum Beweis eines
mathematischen Satzes nicht hinreichend, daß das Negat als
widerspruchsvoll erwiesen wird. (Leopold Kronecker)
No one outs=
ide of
a logic-book ever wishes to say "x is x". (Bertrand Russell)
Indeed, I =
think
that there is a real need, in formalism and elsewhere, to link our
understanding of mathematics with our understanding of the physical world. =
(Abraham Robinson)
about mathematics
So kann also die Mathematik definie=
rt
werden als diejenige Wissenschaft, in der wir niemals das kennen, worü=
ber
wir sprechen, und niemals wissen, ob das, was wir sagen, wahr ist. <=
span
lang=3DEN-GB style=3D'font-family:Arial;color:black;mso-ansi-language:EN-GB=
'>(Bertrand
Russell)
Having con=
structed
an elephant upon which the mathematical world could rest, I found the eleph=
ant
tottering, and proceeded to construct a tortoise to keep the elephant from
falling. But the tortoise was no more secure than the elephant, and after s=
ome
twenty years of very arduous toil, I came to the conclusion that there was
nothing that I could do in the way of making mathematical knowledge
indubitable. (Bertrand Russell)
Die Mathematik ist nicht an die Regeln der Logik
gebunden. Mathematik zu verstehen, erfordert nicht die Kenntnis formaler
Beweise. Die aufgetretenen Paradoxien sind kennzeichnend für einen Def=
ekt
der Logik, nicht aber für einen Defekt der Mathematik. (Luitzen E. J.
Brouwer)
Die meisten der besten Ergebnisse des Denkens e=
ines
angewandten Mathematikers müssen verworfen werden, kaum daß sie
entstanden sind, aus dem einfachen aber grausamen Grund, weil sie den Tatsa=
chen
widersprechen. (Godfrey H. Hardy)
Wie ist es möglich, daß die Mathemat=
ik,
letztlich doch ein Produkt menschlichen Denkens unabhängig von der
Erfahrung, den wirklichen Gegebenheiten so wunderbar entspricht?
(Albert Einstein)
Es kann nicht geleugnet werden, daß ein
großer Teil der elementaren Mathematik von erheblichem praktischen Nu=
tzen
ist. Diese Teile der Mathematik sind, insgesamt betrachtet, ziemlich
langweilig. Dies sind genau diejenigen Teile, die den geringsten
ästhetischen Wert haben. Die "echte" Mathematik der
"echten" Mathematiker, die Mathematik von Fermat, Euler, Gau&szli=
g;,
Abel und Riiemann ist fast völlig "nutzlos". (Godfrey H. Hardy)
Die Gesetze der Logik
werden unkritisch von endlichen Systemen auf unendliche ausgedehnt. Dort aber ist das "Tertium non datur&quo=
t;
falsch. Mathematik ist eine
menschliche Aktivität, die im Bewußtsein entspringt und nur dort
stattfindet. Mathematik hat keine Existenz außerhalb des
Bewußtseins; deshalb ist sie unabhängig von der äußer=
en
Welt. (Luitzen E. J. Brouwer)
Zur Auffassung des Grundgedankens der Lehre des
Transfiniten bedarf es keiner gelehrten Vorbildung in der neueren Mathemati=
k;
dieselbe kann dazu unter Umständen selbst hinderlich sein. (Georg Cant=
or
in a letter to Schmid, April 4, 1887)
Vermuthlich werde ich in einigen Semestern die
mathematischen Vorlesungen hier ganz aufgeben, weil mir der Unterricht in d=
en für
das Lehrfach nothwendigen Vorlesungen, wie Differential und Integralrechnun=
g,
anal. Geometrie und Mechanik etc. auf die Dauer nicht mehr zusagt; ich werde
statt dessen philosophische Vorlesungen halten. (Georg Cantor in a lett=
er to
Mittag-Leffler, Oct. 20,1884)
We are less
certain than ever about the ultimate foundations of (logic and) mathematics=
. (Hermann Weyl)
Die Reihe der natürlichen Zahlen und die i=
n ihr
liegende Anschauung der Iteration ist ein letztes Fundament des mathematisc=
hen
Denkens. (Hermann Weyl)
Mathematic=
s does
not require 'Axioms'. The job of a pure mathematician is not to build some
elaborate castle in the sky, and to proclaim that it stands up on the stren=
gth
of some arbitrarily chosen assumptions. The job is to inve=
stigate
the mathematical reality of the world in which we live. For this, no
assumptions are necessary. Careful observation is necessary, clear definiti=
ons
are necessary, and correct use of language and logic are necessary. But at =
no
point does one need to start invoking the existence of objects or procedures
that we cannot see, specify, or implement. (Norman J. Wildberger)
Since most=
of its
"prime factors" are almost surely so huge as to be inexpressible,
which means they don't exist. (Nor=
man J.
Wildberger)
Zu Beginn dieses Jahrhunderts wurde ein
selbstzerstörerisches demokratisches Prinzip in die Mathematik
eingeführt (vor allem durch Hilbert), nach dem alle Axiomensysteme das
gleiche Recht auf Analyse haben und der Wert einer mathematischen Leistung =
nicht
durch seine Bedeutung und seinen Nutzen für andere Disziplinen bestimmt
wird, sondern allein durch seine Schwierigkeit, wie beim Bergsteigen. Dieses
Prinzip führte schnell dazu, daß die Mathematiker mit der Physik
brachen und sich von allen anderen Wissenschaften abschotteten. In den Augen
aller normalen Leute verwandelten sie sich in eine obskure priesterliche
Kaste... Merkwürdige Fragen wie Fermats Problem oder Summen von Primza=
hlen
wurden zu angeblich zentralen Problemen der Mathematik erhoben. (Vladimir =
Igorewitsch
Arnold)
The true method of foreseeing the future of mathematics is to study=
its
history and its actual state. (Henry Poincaré)
The method of
"postulating" what we want has many advantages; they are the same=
as
the advantages of theft over honest toil. Let us leave them to others and
proceed with our honest toil. (Ber=
trand
Russell)
Ich sehe die ganze Arithmetik als eine notwendi=
ge
oder wenigstens natürliche Folge des einfachsten arithmetischen Aktes,=
des
Zählens, an, und das Zählen selbst ist nichts anderes als die
sukzessive Schöpfung der unendlichen Reihe der positiven ganzen Zahlen=
, in
welcher jedes Individuum durch das unmittelbar vorhergehende definiert wird;
der einfachste Akt ist der Übergang von einem schon erschaffenen
Individuum zu dem darauffolgenden neu zu erschaffenden. [..........] So wie=
die
negativen und gebrochenen rationalen Zahlen durch eine freie Schöpfung
hergestellt [...] werden.
[..........] Jedesmal nun, wenn ein Schnitt (A1,A2) vorliegt, welcher nicht
durch eine rationale Zahl hervorgebracht wird, so erschaffen wir eine neue,
eine irrationale Zahl. (Richard Dedekind)
Ein guter mathematischer Scherz ist immer besse=
r als
ein ganzes Dutzend mittelmäßiger gelehrter Abhandlungen. (John E.
Littlewood)
Scherzhafte Beispiele haben manchmal
größere Bedeutung als ernste. (Michael Stifel)
Die Mathematik ist mehr ein Tun als eine Lehre.
(Luitzen E. J. Brouwer)
Man kann beim Studium der Wahrheit drei Hauptzi=
ele
haben: einmal, sie zu entdecken, wenn man sie sucht; dann: sie zu beweisen,=
wenn
man sie besitzt; und zum letzten: sie vom Falschen zu unterscheiden, wenn m=
an
sie prüft. (Blaise Pascal)
In jeder reinen Naturlehre ist nur soviel an
eigentlicher Wissenschaft enthalten, als Mathematik in ihr angewandt werden
kann. (I. Kant)
Wer die erhabene Weisheit der Mathematik tadelt,
nährt sich von Verwirrung. (Leonardo da Vinci)
Ich glaube, daß es, im strengsten Verstan=
d,
für den Menschen nur eine einzige Wissenschaft gibt, und diese ist rei=
ne
Mathematik. Hierzu bedürfen wir nichts weiter als unseren Geist. (Georg Christoph Lichtenberg)
Insofern sich die Sätze der Mathematik auf=
die
Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind,
beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit. (Albert Einstein)
Das einzige Mittel, unsere Schlußfolgerun=
gen zu
verbessern, ist, sie ebenso anschaulich zu machen, wie es die der Mathemati=
ker
sind, derart, daß man seinen Irrtum mit den Augen findet und, wenn es
Streitigkeiten unter Leuten gibt, man nur zu sagen braucht: "Rechnen
wir!" ohne eine weitere Förmlichkeit, um zu sehen, wer recht hat.=
(G.
W. Leibniz)
Alle Pädagogen sind sich darin einig: man
muß vor allem tüchtig Mathematik treiben, weil ihre Kenntnis
fürs Leben größten direkten Nutzen gewährt. (Felix Kle=
in)
Wir Mathematiker und Physiker dürfen das s=
tolze
Bewußtsein hegen, daß wir ein Wissensgebiet unser eigen nennen,
welches der Menschheit fortschreitend immer neuen äußeren Erfolg=
und
innere Einsicht bietet, und diese Freude an unserem Besitz, die müssen=
wir
und wollen wir, wenn sie uns je verloren gegangen sein sollte, wiedergewinn=
en! (Felix Kle=
in)
mathematics
and theology, God, belief
Set theory=
can be
viewed as a form of exact theology. (Rudy Rucker)
Must we be=
lieve in
set theory? (George Boolos)
Ein Beweis geht vom Gottesbegriff aus und
schließt zunächst aus der höchsten Vollkommenheit Gottes We=
sens
auf die Möglichkeit der Schöpfung eines Transfinitum ordinatum,
sodann aus seiner Allgüte und Herrlichkeit auf die Notwendigkeit der
tatsächlich erfolgten Schöpfung eines Transfinitum. (Georg Can=
tor)
A built-in
self-referentiality and the forceful extension of the domain of mathematical
intuition (principles for building up new sets) add to this impression of
combined artistic violence and self-restraint. Cantor himself would have
furiously opposed this view. For him, the discovery of the hierarchy of
infinities was a revelation of God-inspired Truth. (Yu. I. Manin)
Können wir uns dem Göttlichen auf kei=
nem
anderen Wege als durch Symbole nähern, so werden wir uns am passendsten
der mathematischen Symbole bedienen, denn diese besitzen unzerstörbare
Gewißheit. Das Wissen vom Göttlichen ist für einen mathemat=
isch
ganz Ungebildeten unerreichbar. (Nikolaus von Cues)
Ich darf nicht vermeinen, ich erfaßte das
Unendliche nicht durch eine wahrhafte Idee, sondern nur durch die Verneinung
des Endlichen.[...] Denn ganz im Gegenteil sehe ich offenbar ein, daß
mehr Realität in der unendlichen Substanz als in der endlichen enthalt=
en
ist und daß demnach der Begriff des Unendlichen dem des Endlichen, d.=
h.
der Gottes dem meiner selbst, in gewisser Weise vorangeht. Wie sollte ich es
sonst auch verstehen, daß ich zweifle, daß ich etwas wünsc=
he,
d. h. daß mir etwas mangelt und ich nicht ganz vollkommen bin, wenn g=
ar
keine Idee eines vollkommeneren Wesens in mir wäre, durch dessen
Vergleichung ich meine Mangelhaftigkeit erkenne? (René Descartes)
Die ganzen Zahlen hat der liebe Gott gemacht; a=
lles
andere ist Menschenwerk. // God made the integers, everything else is human
creation. (Leopold Kronecker)
Cantor ist wohl der letzte große Vertrete= r der Newtonschen Geisteshaltung in Sachen Religion. (H. Meschkowski, W. Nilson)<= o:p>
Die mathematische Kraft ist die ordnende Kraft.=
Der
Begriff der Mathematik ist der Begriff der Wissenschaft überhaupt. Alle
Wissenschaften sollen daher Mathematik werden. Das höchste Leben ist
Mathematik. Das Leben der Götter ist Mathematik. Reine Mathematik ist
Religion. Wer ein mathematisches Buch nicht mit Andacht ergreift und es wie
Gottes Wort liest, der versteht es nicht. Alle göttlichen Gesandten
müssen Mathematiker sein. (Novalis)
Gott ist ein Kind, und als er zu spielen begann,
trieb er Mathematik. Sie ist die göttlichste Spielerei unter den Mensc=
hen.
(V. Erath)
Da ich nun aber auch keine Stütze von
früheren, wissenschaftlichen Autoritäten für meine Ansichten
habe finden können, so weit ich auch in die beiden letzten Jahrhundert=
e,
in das Mittelalter und selbst in das griechische Altertum mich
zurückversetze, war es mir, so sonderbar es Ihnen vielleicht vorkommen
wird, eine gewisse Befriedigung in Exodus, cap. XV, v. 18 wenigstens eine A=
rt
von Anklang an die transfiniten Zahlen zu finden, indem es dort heisst: Dom=
inus
regnabit in infinitum (aeternum) et ultra. Ich meine dieses "et ultra&=
quot;
ist eine Andeutung dafür, dass es mit dem omega nicht sein Bewenden ha=
t,
sondern dass es auch darüber hinaus noch etwas giebt. (Georg Can=
tor in a
letter to Lipschitz, Nov. 19. 1883)
I don't kn=
ow what
predominates in Cantor's theory - philosophy or theology, but I am sure that
there is no mathematics there. (Le=
opold
Kronecker)
Wer meint, daß das Unendliche Gottes Kenn=
tnisse
übersteige, muß auch die Gotteslästerung begehen, zu behaup=
ten,
daß Gott nicht alle Zahlen kenne. (Augustinus)
I have no direct contact with God. (Brouwer)
Gott existiert, weil die Mathematik widerspruch=
sfrei
ist, und der Teufel existiert, weil wir das nicht beweisen können. (An=
dre
Weil)
Der Glaube an die
transzendente Existenz einer mathematischen "Wahrheit" wird durch
nichts gestützt und muß als mathematisches Beweismittel
zurückgewiesen werden. (Arend Heyting)
Es ist fast mit der Mathematik wie =
mit
der Theologie. So wie die letzteren Beflissenen, zumal wenn sie in Ämt=
ern
stehen, Anspruch auf einen besonderen Kredit von Heiligkeit und eine
nähere Verwandtschaft mit Gott machen, obgleich sehr viele darunter wa=
hre
Taugenichtse sind, so verlangt sehr oft der so genannte Mathematiker fü=
;r
einen tiefen Denker gehalten zu werden, ob es gleich darunter die
größten Plunderköpfe gibt, die man finden kann, untauglich =
zu
irgend einem Geschäft, das Nachdenken erfordert, wenn es nicht unmitte=
lbar
durch jene leichte Verbindung von Zeichen geschehen kann, die mehr das Werk=
der
Routine, als des Denkens sind. (Georg Christoph Lichtenberg)
Die sogenannten Mathematiker von Profession hab=
en
sich, auf die Unmündigkeit der übrigen Menschen gestützt, ei=
nen
Kredit von Tiefsinn erworben, der viel Ähnlichkeit mit dem von Heiligk=
eit
hat, den die Theologen für sich haben. (Ge=
org
Christoph Lichtenberg)
Der
zweite Gödelsche Unvollständigkeitssa=
tz
besagt, daß die Widerspruchsfreiheit der Mathematik nicht mathematisch
bewiesen werden kann. Wir können also niemals ausschließen,
daß es zwei sich widersprechende mathematische Aussagen gibt, die bei=
de
mathematisch korrekt bewiesen werden können. (Wir glauben fest und
unerschütterlich daran, daß es zwei derartige Aussagen nicht gib=
t.)
(Peter Koepke)
Das ist ein Mittel, das Paradies nicht zu verfe=
hlen:
auf der einen Seite einen Mathematiker, auf der anderen einen Jesuiten; mit
dieser Begleitung muß man seinen Weg machen, oder man macht ihn niema=
ls. (Friedrich=
II. von
Preußen)
Abraham Ro=
binson
is a representative of an as-if position, according to which it is fruitful=
to
behave as if there were mathematical objects, and in this way you achieve
success by a false picture. This requires a special art of pretending well.=
But
such pretending can never reach the same degree of imagination as one who
believes objectivism to be true. The success in the application of a belief=
in the
existence of something is the usual and most effective way of proving
existence. (Kurt Gödel)
don't miss any opportunity to ma=
ke
math more entertaining
Die Mathematik als Fachgebiet ist so ernst, da&=
szlig;
man keine Gelegenheit versäumen sollte, dieses Fachgebiet unterhaltsam=
er
zu gestalten. // Mathematics is so serious that one should not miss any
opportunity to make it more entertaining. (Blaise Pascal)
Er ist ein Mathematiker und also hartnäcki=
g.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Mit Mathematikern ist kein heiteres Verhäl=
tnis
zu gewinnen. (Johann Wolfgang von Goethe)
Die Mathematiker sind eine Art Franzosen: redet=
man
zu ihnen, so übersetzen sie es in ihre Sprache, und dann ist es alsoba=
ld
ganz etwas anderes. (Johann Wolfgang von Goethe)
Ich hörte mich anklagen, als sei ich ein
Widersacher, ein Feind der Mathematik überhaupt, die doch niemand
höher schätzen kann als ich, da sie gerade das leistet, was mir zu
bewirken völlig versagt worden. (Johann Wolfgang von Goethe)
Die Mathematik ist eine gar herrlic=
he
Wissenschaft, aber die Mathematiker taugen oft den Henker nicht. (Georg
Christoph Lichtenberg)
Es ist unglaublich, wie unwissend d=
ie
studirende Jugend auf Universitäten kommt, wenn ich nur 10 Minuten rec=
hne
oder geometrisire, so schläft 1/4 derselben sanfft ein. (Georg Christo=
ph
Lichtenberg)
Die Mathematiker, die nur Mathematiker sind, de=
nken
also richtig, aber nur unter der Voraussetzung, daß man ihnen alle Di=
nge
durch Definitionen und Prinzipien erklärt; sonst sind sie beschrä=
nkt
und unerträglich, denn sie denken nur dann richtig, wenn es um sehr kl=
are
Prinzipien geht. (Blaise Pascal)
Die Furcht vor der Mathematik steht=
der
Angst erheblich näher als der Ehrfurcht. (Felix Auerbach)
Die Mehrheit bringt der Mathematik
Gefühle entgegen, wie sie nach Aristoteles durch die Tragödie gew=
eckt
werden sollen, nämlich Mitleid und Furcht. Mitleid mit denen, die sich=
mit
der Mathematik plagen müssen, und Furcht: daß man selbst einmal =
in
diese gefährliche Lage geraten könne. (Paul Epstein)
Von allen, die bis jetzt nach Wahrheit forschte=
n,
haben die Mathematiker allein eine Anzahl Beweise finden können, woraus
folgt, daß ihr Gegenstand der allerleichteste gewesen sein müsse.
(Rene Descartes)
mathematicians about mathematicians
Der einzige Ort im Universum, in dem ein Vakuum
existiert, ist im Kopf von Pascal. (Rene Descartes)
And now it=
is that
in just this abominable mummy, as Kant is, Monsieur Poincaré felt qu=
ite
enarmoured, if he is not bewitched by him. So I understand quite well the
opposition of Mons. Poincaré, by which I felt myself honoured, so he
never had in his mind to honour me, as I am sure. If he perhaps expect, tha=
t I
will answer him for defending myself, he is certainly in great a mistake. <=
/span>(Georg Cantor in a letter to Russell, Sept. 19,=
1911)
Wie bisher rühre ich keinen Finge zu meiner
Vertheidigung wider die seit Jahren fortgesetzten boshaften Angriffe
Poincaré's. Die letzte Attaque desselben hat meine Augen nur noch
sehender gemacht in Bezug auf die Dürftigkeit, Oberflächlichkeit,=
das
Schaumschlagen, die zu Grunde liegende gemeine Gesinnung dieses Gelichters,=
das
sich einbildet, an der Spitze der Wissenschaft zu stehen und ihr Vorschrift=
en
machen zu können, wie sie sich in Zukunft zu gestalten habe. (Georg Ca=
ntor
in a letter to Hilbert, June 24, 1908)
Ich glaube mein Möglichstes gethan zu habe=
n, um
Sie von Ihren traurigen Irrthümern abzubringen. Es ist mir nicht gelun=
gen
und ich kann nur wünschen, daß spätere reiflichere
Überlegung Sie zur Rückkehr in vernunftmäßige Bahnen
bewegen wird. Denn ich zweifle nicht dran, daß bei Ihnen die Liebe zur
Wahrheit grösser sein wird, als der unglückliche Hang zur
Rechthaberei und zum Streite, dem sich unsere Zeit sonst so gern und allgem=
ein
hingiebt. (Georg Cantor in a letter to Kerry, March 8, 1887)
Kronecker, der mich Anfang des Juli besuchte,
erklärte mir mit dem freundschaftlichsten Lächeln, dass er mit
Hermite über meine letzte Arbeit viel correspondirt habe, um ihm zu
demonstriren, dass das Ganze nur "Humbug" sei. ...Von den
überendlichen Zahlen sagte er zu meinem Amusement "er hoffte erst=
im
Himmel es soweit zu bringen, um dieselben verstehen zu können". (Georg
Cantor in a letter to Mittag-Leffler, Sept. 9, 1883)
Ich beurtheile ihn [Kronecker] nicht so streng =
wie
Sie, er denkt sich nichts Arges, nur ist er bisweilen in Selbsttäuschu=
ngen
befangen. Ich habe einmal vor einigen Jahren eine offene Auseinandersetzung=
mit
ihm gehabt und muss sagen, dass die Art, wie er dieselbe aufgenommen, mir
schliesslich einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat. (Richard Dedekind =
in a
letter to Cantor, Dec.17, 1882)
Das kann ich aber wohl sagen, dass mir Einiges =
sehr
wohl gefällt, wie ich denn überhaupt vor dem feinsinnigen und
durchdenkenden Mathematiker Kronecker die allergrößte Hochachtung
habe. (Richard Dedekind in a letter to Cantor, Dec.17, 1882)
Ich vermuthe dass der Ton in dieser Affäre=
von
Berlin und Göttingen ausgegangen, und dass die guten Franzosen hierbei=
nur
aus Courtoisie einstimmen. Daran dürfte selbst Weierstrass nicht unsch=
uldig
sein, auch ihm passt es nicht, dass Sie sich mir in Freundschaft angeschlos=
sen
haben. (Georg Cantor in a letter to Mittag-Leffler, Sept. 9,1884)
Ich habe alle Ursache anzunehmen, dass W[eierst=
rass]
mit meinen Untersuchungen nicht sympathisiert. (Georg Cantor in a letter to
Mittag-Leffler, Sept. 17,1884)
Die sechsstündige Unterhaltung [...] hat k=
einen
einzigen neuen Gedanken seinerseits zu Tage gefördert, und was er gegen
meine transfiniten Zahlen vorbringt ist nichts andres, als was vor zweitaus=
end
Jahren von der griechischen Skepsis viel geistreicher gegen das
Actual-Unendliche gesagt worden ist. [...] Was das persönliche
Verhältnis zu Kronecker anbetrifft, so ist und bleibt es ein
vortreffliches, nachdem [...] er in liebenswürdigster Weise die von mir
dargebotene Hand acceptirt hat. (Georg Cantor in a letter to Mittag-Leffler,
Oct. 9, 1884)
Already du=
ring
Cantor's life time, the reception of his ideas was more like that of new tr=
ends
in the art, such as impressionism or atonality, than that of new scientific
theories. It was highly emotionally charged and ranged from total dismissal
(Kronecker's "corrupter of youth") to highest praise (Hilbert's
defense of "Cantor's Paradise"). (Notice however the commonly
overlooked nuances of both statements which subtly undermine their ardor:
Kronecker implicitly likens Cantor to Socrates, whereas Hilbert with faint
mockery hints at Cantor's conviction that Set Theory is inspired by God.) <=
/span>(Yu. I. Manin)
Cantor kann nicht an einer offenen Diskussion
über diesen Gegenstand [den Unendlichkeitsbegriff] interessiert sein -
seine "im Verlauf zwanzigjähriger Forschung ... wider Willen"
gewachsene Auffassung ist unverrückbar: sie allein ist gültig! Der
stolze Satz Cantors in den
"Grundlagen": "... ich glaube daher auch nicht, daß
Gründe sich dagegen werden geltend machen lassen, denen ich nicht zu
begegnen wüßte" zeigt seine Basis für die
Auseinandersetzung und klärt so von vornherein die Positionen: Cantor =
geht
es um Überzeugung seines Gegenüber. (H. Meschkowski, W. Nilson)
Dem "heute in der Mathematik zu unbedingter
Herrschafft gelangten Gedankenkomplex, der vor allem an die Namen Dedekind =
und
Cantor anknüpft", wird eine Absage erteilt. (Hermann Weyl)
Brouwer öffnete uns die Augen und machte u=
ns
sehen, wie weit die klassische Mathematik - untermauert vom Glauben an das
Absolute, das weit über die Möglichkeiten menschlicher Konstrukti=
on
hinausgeht - wie weit also die
klassische Mathematik die
Reichweite der wirklichen Bedeutung und Wahrheit hinter sich läß=
t,
einer Wahrheit, die auf E=
videnz
gegründet ist. (Herma=
nn
Weyl)
Was Weyl und Brouwer tun, kommt im Prinzip dara=
uf
hinaus, daß sie die einstigen Pfade von Kronecker wandeln: sie suchen=
die
Mathematik dadurch zu begründen, daß sie alles ihnen unbequem
Erscheinende über Bord werfen und eine Verbotsdiktatur à la
Kronecker errichten. Dies heißt aber, unsere Wissenschaft zu
zerstückeln und verstümmeln, und wir laufen Gefahr, einen
großen Teil unserer wertvollsten Schätze zu verlieren, wenn wir
solchen Reformatoren folgen. Weyl und Brouwer verfemen die allgemeinen Begr=
iffe
der Irrationalzahl, der Funktion, ja schon der zahlentheoretischen Funktion,
die Cantorschen Zahlen höherer Zahlklassen usw.; der Satz, daß es
unter unendlich vielen Zahlen stets eine kleinste gibt, und sogar das logis=
che
"Tertium non datur" z. B. in der Behauptung: entweder gibt es nur
eine endliche Anzahl von Primzahlen, oder unendlich viele, sind Beispiel
verbotener Sätze und Schlußweisen. Ich glaube, daß, so wen=
ig
es Kronecker damals gelang, die Irrationalzahlen abzuschaffen - Weyl und
Brouwer gestatten übrigens noch die Konservierung eines Torso -,
ebensowenig werden Weyl und Brouwer heute durchdringen; nein: Brouwer ist
nicht, wie Weyl meint, die Revolution, sondern nur die Wiederholung eines P=
utschversuches
mit alten Mitteln, der seinerzeit, viel schneidiger unternommen, doch
gänzlich mißlang und jetzt zumal, wo die Staatsmacht durch Frege,
Dedekind und
Cantor so wohlgerüstet und befestigt ist, =
von
vornherein zur Erfolglosigkeit verurteilt ist. (David Hilbert)
infinity and poetry
O Ewigkeit, o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Es trüge wohl ein Vögelein
Weg aller Berge Sand und Stein,
Wenn's nur käm' alle tausend Jahr:
Du Ewigkeit bleibst immerdar.
[...]
O Ewigkeit, o Ewigkeit!
Wie lang bist du, o Ewigkeit!
Du bist ein Ring unendlich weit,
Dein Mittelpunkt heißt Allezeit,
Niemals der weite Umkreis dein,
Weil deiner nie ein End wird sein.
(Daniel
Wülffer)
Even as th=
e finite
encloses an infinite series
And in the
unlimited limits appear,
So the sou=
l of
immensity dwells in minutia
And in nar=
rowest
limits no limits in here.
What joy to
discern the minute in infinity!
The vast to
perceive in the small, what divinity!
(Jakob Ber=
noulli)
As lines, =
so loves
oblique, may well
Themselves=
in
every angle greet
But ours, =
so truly
parallel,
Though inf=
inite,
can never meet.
(Andrew Ma=
rvell)
If in the =
infinite
you want to stride,
Just walk =
in the
finite to every side.
(Johann Wo=
lfgang
von Goethe)
To see the=
world
in a grain of sand,
And Heaven=
in a
wild flower,
Hold infin=
ity in
the palm of your hand
And eterni=
ty in an
hour.
(William B=
lake)
Thou sail'=
st in
vain - rerturn! Before thy path, INFINITY!
And thou i=
n vain!
- Behind me spreads INFINITY to thee!
(Friedrich=
von
Schiller)
Dark - hea=
ving -
boundless, endless, and sublime - The image of Eternity.
(Lord Byro=
n)
Infinity i=
s a dark
illimitable ocean without bound.
(John Milt=
on)
That infin=
ite
space and infinite worlds there be:
this load =
laid
down, I'm freely now dispos'd
a while to=
sing of
times infinity.
(Henry Mor=
e)
The boundl=
ess
space through which these rovers take
their rest=
less
roam, suggests the sister thought
Of boundle=
ss time.
(Edward Yo=
ung)
Silently o=
ne by
one, in the infinite meadows of the heaven
Blossomed =
the
lovely stars, the forget-me-nots of the angels.
(Henry W.
Longfellow)
I could be=
bounded
in a nutshell, and count myself a king of infinite space. (William Shakespe=
are
in "Hamlet")
Man's unha=
ppiness,
as I construe comes from his greatness; it is because there is an Infinite =
in
him, which with all his cunning he cannot quite bury under the Finite. (Tho=
mas
Carlyle)
Above, inf=
inite
space, illimitable emptiness, with only the sun shining brazenly, eternally=
...
What complete isolation, solitariness! (Sir Francis Chichester in "Solo
Flight to Sydney")
Empty land
stretching silently into infinity.
(Alan Moorehead)
I have been
accustomed to the desert, to infinite spaces, where I have not had to worry
about the trivialities that stifle man. (Heinrich Bart)
Infinity i=
s the fathomless
gulf, into which all things vanish. (Marcus Aurelius)
What is th=
at thing
which does not give itself, and which if it were to give itself would not
exist? It is the infinite. (Leonardo da Vinci)
The eternal
silence of these infinite spaces terrifies me. (Blaise Pascal)
I am paint=
ing the
infinite. (Vincent van Gogh)
A great si=
lence,
like a cold indestructible wall going on into the infinite. (Wassiliy
Kandinsky)
There are
mysteries within mysteries, gods above gods ... that's what is called infin=
ity.
(Jean Cocteau)
Wer sich keinen Punkt denken kann, der ist einf=
ach zu
faul dazu. (Wilhelm Busch in "Eduards Traum")
When we say
anything is infinite, we signify only that we are not able to conceive the =
ends
and bounds of the thing named. (Th=
omas Hobbes)
Bei dem Namen des Unendlichen geht dem Gemü=
;t und
dem Geiste sein Licht auf, denn er ist darin nicht nur abstrakt bei sich,
sondern erhebt sich zu sich selbst, zum Lichte seines Denkens, seiner
Allgemeinheit, seiner Freiheit. (G.W.F. Hegel)
I saw, as =
one
might see the transit of Venus, a quantitiy passing through infinity and
changing its sign from plus to minus. I saw exactly how it happened and why=
the
tergiversation was inevitable ... but it was after dinner and I let it go!
(Winston Churchill)
Compare th=
e mind
of man to a musical instrument with a certain range of notes, beyond which =
in
both directions we have an infinitude of silence. (John Tyndall)
Alles hat seine Grenzen. Die Welt ist endlich u=
nd
ewig nur Gottes Ruhm. (Thomas Mann in "Der Erwählte")
some more wisdom
Alles was lediglich wahrscheinlich ist, ist
wahrscheinlich falsch. (Rene Descartes)
Discovery =
consists
of seeing what everybody has seen and thinking what nobody has thought. (Szent-Györgyi)
Keine Neuerung setzt sich ohne Widerstand durch=
. Ja,
am Ende muß man sagen, je geringer der Widerstand ist, den das Neue
findet, je schneller sich das Neue durchsetzt, desto schneller eilt es selb=
er
zum Veralten. (Hans-Georg Gadamer)
I know tha=
t most
men, including those at ease with problems of the greatest complexity, can
seldom accept even the simplest and most obvious truth if it be such as wou=
ld
oblige them to admit the falsity of conclusions which they have delighted in
explaining to colleagues, which they have proudly taught to others, and whi=
ch
they have woven, thread by thread,
into the f=
abric of
their lives. (Tolstoy)
Good taste=
is not
the taste of the majority. (August Everding)
and af=
ter
all, here are some coals
In der Geschichte der Wissenschafte=
n ist
es gewiß ein seltener Fall, wenn eine ganze wissenschaftliche Diszipl=
in
von grundlegender Bedeutung der schöpferischen Tat eines einzelnen zu
verdanken ist. Dieser Fall ist verwirklicht in der Schöpfung Georg
Cantors, der Mengenlehre, einer neuen mathematischen Disziplin, die
während eines Zeitraumes von etwa 25 Jahren in einer Reihe von
Abhandlungen ein und desselben Forschers in ihren Grundzügen entwickel=
t,
seitdem zum bleibenden Besitz der Wissenschaft geworden ist, so daß a=
lle
späteren Forschungen auf diesem Gebiet nur noch als ergänzende
Ausführungen seiner grundlegenden Gedanken aufzufassen sind. (Ernst
Zermelo)
Sie [die Mengenlehre] stellt einen =
der
größten und kühnsten Schritte dar, die die mathematische
Entwicklung jemals getan hat, einen Schritt, der eine wissenschaftliche
Revolution von nicht geringerer Tragweite bedeutet als das Kopernikanische
Weltsystem in der Astronomie, als die Einsteinsche Relativitätstheorie
oder die Plancksche Quantenlehre in der Physik. // Thus the conquest of act=
ual
infinity may be considered an expansion of our scientific horizon no less
revolutionary than the Copernican system or than the theory of relativity, =
or
even of quantum and nuclear physics. (Adolf Fraenkel)
The
simplicity and lucidity of many of Cantor's fundamental proofs constitute a
particular charm of set theory and contrast favorably with more difficult a=
nd
technical proofs of important theorems in other branches of mathematics,
including the branch which in many ways is congenial with theory of sets,
namely theory of numbers. (Adolf Fraenkel)
Infinite
cardinals [...] are different. Nobody before Cantor has even ventured to pr=
ove
this although. (Adolf Fraenkel)
The
solution of the difficulties which formerly surrounded the mathematical inf=
inite
is probably the greatest achievement of which our age has to boast. =
(Bertrand Russell)
Cantors 's Erfindung der Ordinal- u=
nd
Kardinalzahlen kann jedoch als ein Sprung angesehen werden, mit dem der
Entwicklungsprozeß mathematischer Theorien in einem ungewöhnlich=
en
Maße vorangetrieben wurde. Denn was den Gegenstand der Cantor'schen
Untersuchungen, das Zählen in's Unendliche und den Vergleich unendlich=
er
Mengen anlangt, so war er nicht bloß völlig neuartig und mathema=
tisch
nie zuvor behandelt worden: vielmehr hatten die Mathematiker im Laufe des 1=
9ten
Jahrhunderts durch die Präzisierung und Finitarisierung der Grenzproze=
sse
der Analysis gerade die Elimination der Redeweisen über das Unendliche=
zu
ihrem Ziele gemacht und sich in einem horror infiniti von den unendlich
kleinenen und unendlich großen Größen des barocken Zeitalt=
ers
entschieden abgewandt. (Walter Felscher)
Unter diesen Umständen war die
Leistung Cantors eine ganz außerordentliche. [...] die gesamte
Anschauungs- und Denkweise Cantors war hier ohne jedes Beispiel. Von der
Kühnheit der Cantor'schen Begriffsschöpfungen zu sprechen,
erfaßt jedoch nur den einen Teil seiner Leistungen - Mut,
schließlich, hat auch der Mameluck. Was als anderer Teil wesentlich
hinzukam, war der Reichtum an mathematischem Inhalt, der den Cantor'schen
Begriffen innewohnte. (Walter Felscher)
So wurde schließlich durch die
gigantische Zusammenarbeit von Frege, Dedekind, Cantor das Unendliche auf d=
en
Thron gehoben und genoß die Zeit des höchsten Triumphs. // Owing=
to
the gigantic simultaneous efforts of Frege, Dedekind and Cantor, the infini=
te
was set on a throne and revelled in its total triumph. In its dari=
ng
flight the infinite reached dizzying heights of success. (David Hilbert)
Aus
dem Paradies, das Cantor uns geschaffen, soll uns niemand vertreiben
können. // No one shall expel us from the paradise Cantor created for =
us.
(David Hilbert)
[Cantors]
Theorie der transfiniten Zahlen; diese erscheint mir als die bewundernswert=
este
Blüte mathematischen Geistes und überhaupt eine der eine der höchsten Leistungen =
rein
verstandesmäßiger menschlicher Tätigkeit // [Cantor's] theo=
ry
of transfinite numbers is, in my opinion, the most admirable blossom of the
mathematical mind and altogether one of the outstanding achievements of pur=
ely
intellectual human activity. (David
Hilbert)
Die Mathematik ist die Wissenschaft=
des
Unendlichen, ihr Ziel ist das symbolische Erfassen des Unendlichen mit
menschlichen, d.h. endlichen Mitteln. (Hermann Weyl)
Für die Mengenlehre besteht zw=
ischen
dem Endlichen und dem Unendlichen keine grundsätzliche Schranke; ja das
Unendliche erscheint ihr sogar als das Einfachere. (Hermann We=
yl)
The
great German mathematician Georg Cantor was the earliest person to construc=
t a
coherent theory of counting collections that may be infinite. (John H. Conw=
ay,
Richard K. Guy)
The
clarification and demystification of the infinite was fully accomplished on=
ly
in our own century, and even this feat cannot be regarded as the final word
(Eli Maor)
Since
most mathematicians agree that set theory is the foundation upon which the
entire structure of mathematics must be errected. (Eli Maor)
[Cantor's
Diagonal argument] quite simp=
ly one
of the loveliest, subtlest, and most astonishing in all of mathematics. This
author first saw it as a young student and decided that if this is what
mathematicians could do, he wanted to be a mathematician. (James M. Henle) =
Georg
Cantor's grand meta-narrative, Set Theory, created by him almost singlehand=
edly
in the span of about fifteen years, resembles a piece of high art more than=
a
scientific theory. (Yu. I. Manin)
Thus,
exquisite minimalism of expressive means is used by Cantor to achieve a sub=
lime
goal: understanding infinity, or rather infinity of infinities. (Yu. I. Manin)
Dem Schöpfer der Mengenlehre, =
Herrn
Georg Cantor, in dankbarer Verehrung gewidmet. (Felix Hausdorff)
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070111