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Erfolgreiche Projektpräsentationen zum Einstieg in das Entwerfen

E2D Studierende starten mit digitalen Lehrformaten ins erste Studienjahr

 
Energieeffizientes Planen und Bauen – E2D
Badehaus, Entwurf und Modell: Irem Can
Badehaus, Entwurf und Modell: Irem Can

Studiengang

Energieeffizientes Planen und Bauen – E2D (B.Eng.)

Projektbeschreibung

„Energieeffizientes Planen und Bauen – E2D“ ist ein echtes Schnittstellen-Studium. Für das Ziel, maximalen Komfort bei minimalem Umwelteinfluss im Bauen zu realisieren, werden in wachsender Komplexität Elemente der Architektur mit denen der Ingenieurwissenschaften verbunden. Ein wesentlicher Bestandteil ist daher auch die architektonische Entwurfslehre, die ab dem ersten Semester in die praxisbezogene Projektarbeit mit einfließt. Aber wie kann dieser Einstieg gelingen, wenn aufgrund der aktuellen Beschränkungen ausschließlich digitale Lehrformate zur Verfügung stehen?

Die Antwort geben die 80 Studierenden des ersten Semesters, sie haben diese Hürde mehr als erfolgreich gemeistert. In dem Entwurfsmodul „Designmethodik 1“ wurde zwei Projekte in einem „Blended Learning“-Mix verschiedenster Lehrformate erarbeitet. Unterstützt durch Webinar-Seminare, Lehrvideos zum Modellbau, Online-Skripte zu einzelnen Themenfeldern und vor allem mit wöchentlichen Runden kleiner Videokonferenz-Betreuungsgruppen erarbeiteten sich die Studierenden schrittweise, jedoch in Summe mit großem Tempo, die eigene Entwurfsmethodik. Zwischenstände wurden auf die digitale Lernplattform geladen und besprochen, eigene Ansätze mit den Betreuern diskutiert, konkretisiert und weiterentwickelt. Gleiches gilt für den Modellbau, der durch den Lehrbeauftragten Martin Beckers in online-Betreuungsgesprächen unterstützt wurde.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. „Das erste Studiensemester hatte es besonders schwer, da die Studierenden praktisch in den Lockdown und den Wegfall der Präsenzlehre
hinein gestartet sind“, so Prof. Dr. Joachim Müller, der das Entwurfsmodul leitet. „Gerade das Entwerfen aber lebt vom Austausch, der persönlichen Begegnung und dem direkten Lernen voneinander. Wir sind daher sehr stolz auf unsere Studierenden, die diese Herausforderungen angenommen haben und durch die digitalen Formate zu einem beeindruckenden Stand geführt haben.“ Das große Finale der Entwurfsprojekte gab es nun Mitte Januar – anstatt der Präsentation von Plänen und Modellen im Rahmen einer Ausstellung in den Fluren der Hochschule natürlich digital: Jeder/r Studierende präsentierte ihre/seine erste Entwurfsarbeit sowohl den KommilitonInnen als auch den Betreuern.

Wir gratulieren! Und zeigen gerne exemplarische Ergebnisse...

1. Projekt: SehenVerstehenDarstellen

 
Analyseprojekt „Haus Wolf“, Jara-Taru Schramm und Lando Schürz
Analyseprojekt „Haus Wolf“, Jara-Taru Schramm und Lando Schürz

Im ersten Semesterprojekt setzten sich die Studierenden in 2er-Teams mit bestehenden Architekturen auseinander.

Aus der Aufgabenstellung: SehenVerstehenDarstellen

„Sehen und Verstehen sind wesentliche Voraussetzungen, um selbstständiges Entwerfens zu lernen. Wer das Gesehene versteht, geht über das reine Wahrnehmen von Form und andere sinnlich erfassbaren äußeren Faktoren hinaus: Gemeint ist, eine hinter den offensichtlichen Dingen liegende physische und gedankliche Struktur, eine Konzeption und eine Entwurfshaltung zu erkennen. Die Methode hierzu ist die Analyse.

Sehen und Verstehen von Architektur muss geübt werden. Ein guter Ansatz ist, dies zunächst an bestehenden Architekturen zu tun. Durch das Nachvollziehen und "Entschlüsseln" von Entscheidungen, die zu einer Gebäudestruktur und architektonischen Aussage geführt haben, wird eine Auffassungsgabe geschult, die es später für die Umkehrung braucht: Eine eigene Entwurfshaltung zu entwickeln und diese in einen Gebäudeentwurf umzusetzen. Gleichzeitig ist die Auseinandersetzung mit bestehenden Gebäuden ein erster Schritt zur Aneignung einer eigenen "inneren Bibliothek", eines eigenen Repertoires, das später als Erfahrungsschatz beim Entwerfen zur Verfügung steht. 

Das Darstellen in Zeichnungen und Modell schließlich fasst die Erkenntnisse der Analyse kompakt zusammen und macht sie für Andere lesbar. Indem das bei der Analyse Erfahrene "auf den Punkt" gebracht wird, lernt man, durch Zeichnung und Modell als klassische Mittel der Architekturdarstellung zu kommunizieren. Wie stelle ich meine Erkenntnisse so dar, dass sie eindeutig und leicht verstanden werden von Personen, die sich nicht intensiv mit dem Gebäude auseinandergesetzt haben?“

Analyseprojekt „Haus Wolf“, Jara-Taru Schramm und Lando Schürz (1. Sem.)
Analyseprojekt „Haus Wolf“, Jara-Taru Schramm und Lando Schürz
rehm
Analyseprojekt „Haus Seifert“, Alisa Rehm (1. Sem.)
Analyseprojekt „Haus Seifert“, Alisa Rehm
frisch und acar
Analyseprojekt „Haus mit Nebengebäude in Radstadt“, Amelie Frisch und Eren Acar
Analyseprojekt „Haus mit Nebengebäude in Radstadt“, Amelie Frisch und Eren Acar
Analyseprojekt „Das schwarze Haus“, Florian Eberl und Samer
Analyseprojekt „Das schwarze Haus“, Florian Eberl und Samer Baheyeh
Analyseprojekt „Das schwarze Haus“, Florian Eberl und Samer Baheyeh

2. Projekt: Entwurf BadeHaus

 

Im zweiten Semesterprojekt kehrten die Studierenden dann den Prozess um und formulieren eine eigene Entwurfshaltung, eine eigene Position zu einer architektonischen Aufgabenstellung, und setzen diese in einen Gebäudeentwurf um. Sie lernten das Entwerfen als iterativen und kybernetischen Prozess kennen und schufen eine Synthese der Konzeptionen von Programm, Raum, Form, Licht, Funktion und Material für einen konkreten Ort. Sie dokumentierten dabei Ihren Entwurfsprozess und kommunizieren Ihren Entwurf mit Hilfe von Zeichnungen, Modell und Präsentation.

Aus der Aufgabenstellung:

„Zu Entwerfen ist ein BadeHaus als multisensorisches Erlebnis für maximal 20 Personen. Hier soll die Erfahrung von Wasser mit allen Sinnen unterstützt werden - nicht als Sport- oder Spaßbad, sondern als geradezu meditativer Ort. Hauptelemente des Programms sind verschiedene Baderäume, ein Ruheraum sowie die dazugehörigen Umkleiden etc. Die Bewegung der Besucher innerhalb des Gebäudes ist mit besonderer Sorgfalt zu inszenieren. Licht und Materialien werden gezielt eingesetzt, um den Besuch zu einer unvergesslichen Sinnesreise zu machen.

Der Bauherr besteht auf einer speziellen Erscheinung des Gebäudes: Es soll erkennbar aus einer Transformation eines kubischen Körpers entstanden sein und diesen Entwurfsgedanken innen- und außenräumlich erlebbar machen.“

amann
Entwurf „BadeHaus“, Dominik Amann
Entwurf „BadeHaus“, Dominik Amann
wittmann
wittmann
Entwurf „BadeHaus“, Eva Wittmann
Entwurf „BadeHaus“, Eva Wittmann
eberl
eberl
Entwurf „BadeHaus“, Florian Eberl
Entwurf „BadeHaus“, Florian Eberl
schmidl
Entwurf „BadeHaus am See“, Hanna Schmidl
Entwurf „BadeHaus am See“, Hanna Schmidl
Entwurf „BadeHaus Valhalla“, Irem Can
Entwurf „BadeHaus Valhalla“, Irem Can
Entwurf „BadeHaus Valhalla“, Irem Can
Entwurf „BadeHaus“, Jara-Taru Schramm
Entwurf „BadeHaus“, Jara-Taru Schramm
Entwurf „BadeHaus“, Jara-Taru Schramm
 

Betreuung:
Prof. Dr. Joachim Müller (Modulleitung), Prof. Michael Schmidt, Prof. Dr. Bernhard Irmler, M.Eng. E2D Timo Plachta, Dipl. Des. Martin Beckers (Modellbau)

 

Ansprechpartner

Prof. Dipl.-Ing. Michael Schmidt

Architektur und Bauwesen

Telefon: 

+49 821 5586-3611

Fax:

+49 821 5586-3110