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Modular-Festival 2018 - Design Build und Service Learning

 
Energie Effizienz Design Energieeffizientes Planen und Bauen design.build
Sitzelemente, eine Lounge Area, vier wandelbare Pavillons und eine Kunstinstallation: E2D gestaltet Außenraum für das Modular Festival (Abb.: Lisa Seifert/ Modular Festival)
Sitzelemente, eine Lounge Area, vier wandelbare Pavillons und eine Kunstinstallation: E2D gestaltet Außenraum für das Modular Festival (Abb.: Lisa Seifert/ Modular Festival)
31.05.2018 - 02.06.2018

Studiengang

Energieeffizientes Planen und Bauen - E2D (B.Eng.)
Energie Effizienz Design - E2D (M.Eng.)

Projektbeschreibung

30.000 Besucher, 3 Tage, E2D zum 3. Mal dabei: Mit einer Vielzahl an Projekten haben Studierende der E2D-Studiengänge "Energieeffizientes Planen und Bauen" (Bachelor) und "Energie Effizienz Design" (Master) der Hochschule Augsburg erneut dazu beigetragen, das Modular-Festival nachhaltiger zu gestalten. Anstatt wie häufig üblich auf einmalige Installationen zu setzen und diese im Anschluss zu entsorgen, entschieden sich die Studierenden ein weiteres Mal für das Prinzip UP-Cycling, bei dem Abfallmaterialien oder scheinbar nutzlose Reststoffe in hochwertige Produkte umgewandelt werden.

 

Die Vorhaben laufen inzwischen unter der eigens kreierten Marke "E2D-UP!" – und haben eine große Komplexität erreicht. 2016 und 2017: Ein poetisch schwebender Himmel, das zweite Leben eines ausrangierten Heißluftballons. Seit 2016: Über 30 dreieckige Sitz- und Bühnenmodule, ausrangierte und in aufwändiger Handarbeit verwandelte Holzpaletten. Seit 2017: Vier wandelbare Pavillons "klUP!box" als Waldbühne, Verkaufsstände und Präsentation der Festival-Partner mit Bannern der letzten Festival-Jahre sowie ausrangierten Industriegeweben. 2018: Ein Kunstobjekt „30 days of trash – 1 Haushalt. 3 Personen. 30 Tage Müll“ (Sarah Maria Garb). 2018: Eine Lounge-Area: jedes Element ein Upcycling-Unikat aus alten Feuerwehr-Schläuchen, einem alten Eckschrank, Altmetall, Pappröhren und vielem mehr.

Service Learning und Design Build 1:1

Für die Studierenden ist das Modular-Festival damit eine einmalige Chance. "Hier können Sie bereits während des Studiums eigene Projekterfahrungen in einer realen Situation machen, vernetzte Planungsprozesse selbst gestalten und lernen, Verantwortung zu tragen.", so Prof. Dr. Joachim Müller, der das Projekt von Seiten der Hochschule betreut. "Sie steuern die Entwurfs-, Ausführungs-, Kosten- und Zeitplanung, kümmern sich um Sponsoren und behördlichen Genehmigung." Und: Statt ihre Entwürfe von einer Firma umsetzen zu lassen, werden alle Teile 1:1 in Eigenarbeit gebaut. "Dieses Arbeiten mit gesellschaftlichem Engagement und einem sichtbaren Beitrag zur Nachhaltigkeit zu verknüpfen: Das ist ein Erleben, an das sich die Studierenden noch lange erinnern werden".

Viele der Up-Cycling-Objekte werden nun auch bei anderen Gelegenheiten in der Stadt zu sehen sein, etwa im Rahmen der Augsburger Sommernächte oder im Botanischen Garten. Und natürlich schaut die Projektgruppe E2D-UP! schon jetzt auf 2019: Dann wird das Modular-Festival auf das Areal des Augsburger Gaswerks umziehen – mit neuen Aufgaben für die Studierenden.

E2D-UP! Sitzelemente und Lounge-Area

 
 
Erste Prototypen für Sitzmöbel entstehen in der eigenen Werkstatt (Abb.: E2D-UP!)
Erste Prototypen für Sitzmöbel entstehen in der eigenen Werkstatt (Abb.: E2D-UP!)
Herstellung 1
Herstellung der Dreieck-Rahmen aus alten Stahlrohren (Foto: E2D-UP!)
Ideen-Modell für die Lounge-Area (Abb.: E2D-UP!)
Ideen-Modell für die Lounge-Area (Abb.: E2D-UP!)
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Bespannung der Dreieck-Rahmen aus recycelten Werbebannern (Foto: E2D-UP!)
Blick in den Material-Fundus für neue Konstruktionen (Abb.: E2D-UP!)
Blick in den Material-Fundus für neue Konstruktionen (Abb.: E2D-UP!)
Herstellung 2
Herstellung der Dreieck-Rahmen aus alten Stahlrohren (Foto: E2D-UP!)

4 wandelbare Pavillons „klUP!box“

 

Die Pavillons klUP!box sind prototypische Häuser, die aus der Form des "Haus des Nikolaus" weit aufgeklappt werden können. Mit einer Größe von 3x3 Metern und einer Höhe von über 5 Metern im geöffneten Zustand sind sie das bislang größte Projekt der Gruppe E2D-UP! Die Studierenden übernahmen auch hier alle Leistungen - von der Entwurfs-, Ausführungs-, Kosten- und Zeitplanung sowie dem Einwerben von Sponsoren bis hin zu Koordination der behördlichen Genehmigung (erforderlich bei dieser Größe u.a. eine prüfbare Statik) und dem eigenen Bauen aller Teile.

klUP!box als Präsentation der Modular-Projektpartner (Abb.: E2D-UP!)
klUP!box als Präsentation der Modular-Projektpartner (Abb.: E2D-UP!)
klUP!box im Festivalbereich Modular-Kids (Abb.: E2D-UP!)
klUP!box im Festivalbereich Modular-Kids (Abb.: E2D-UP!)
Mach dich Modular! (Abb.: Lisa Seifert)
Mach dich Modular! (Abb.: Lisa Seifert)
Upcycling alter Festival-Banner zur Gebäudehülle (Abb.: E2D-UP!)
Upcycling alter Festival-Banner zur Gebäudehülle (Abb.: E2D-UP!)

Kunstobjekt „30 days of trash“

 
Upcycling als Kunstobjekt „30 days of trash“, Sarah Maria Garb (Abb.: E2D-UP!)
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Upcycling als Kunstobjekt „30 days of trash“, Sarah Maria Garb (Abb.: E2D-UP!)

489 Kilogramm Haushaltsabfall fallen pro Kopf und Jahr in Augsburg an (Quelle: Umweltbundesamt). Das Projekt: Suri hat mit ihren Mitbewohnerinnen Anja und Carina einen Monat lang Müll gesammelt. Bio- und Restmüll wurden außen vor gelassen, und Carina war auch noch die meiste Zeit im Urlaub. Die Menge an Abfall war trotzdem überwältigend.

Lui lebt dagegen bewusst müllvermeidend. „In Supermärkten kaufe ich nur unverpacktes Obst und Gemüse ein. Andere Lebensmittel kaufe ich z.B. bei RutaNatur – einem verpackungslosen Supermarkt in Augsburg, bei dem man eigene Behälter mitbringen und befüllen lassen kann.“

Sarah Garb

Projektgruppe E2D-UP! auf dem Modular Festival 2018

 
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Das Team: Alexej Komissarov, Carolin Maier, David Bjelland, Dilan Arslan, Jason Hartlage, Johanna Franz, Julian Leitner, Lukas Gilbert, Nadine Maier, Naemi Niemann, Nicholas Oechsner, Maximilian Jakob, Monika Fischer, Patrick Irlsperger, Pauline Eckart, Raphael Schwanbeck, Sarah Garb, Stefan Limmer, Tanja Scheffler, Tim Thiede, Timotheus Soest mit Prof. Dr. Joachim Müller

Nachnutzung im Rahmen des Augsburger Friedensfestes 2018

 

Eine Vielzahl der E2D-UP!-Projekte sind inzwischen auf den unterschiedlichsten Kulturveranstaltungen der Region zum Einsatz gekommen, etwa den Augsburger Sommernächten, den Augsburger Radelnächten, im Botanischen Garten, dem Festival Asche zu Farbgut, Automatic Open und ... zuletzt auch im Rahmen des Augsburger Friedensfest-Projektes "Taubenschlag" 2018. Als Ort der Begegnung und des Dialogs auf dem Willi-Brandt-Platz wurde vom 02.-08. August in den E2D-Up! Pavillons diskutiert, getanzt und gefeiert. Hier einige Eindrücke. Die nächste Runde des Lebenszyklus ist derzeit die Umplanung der Bühnen-Pavillons zu Schutzunterkünften eines Augsburger Waldkindergartens.

taubenschlag
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taubenschlag
Die E2D-Up! Pavillons "klUP!box" auf dem Augsburger Friedensfest (Fotos: P. Irlsperger)
 

Kooperationspartner 2018:

... sowie viele Einrichtungen und Unternehmen, die uns mit Materialspenden unterstützen. Ihnen allen unseren herzlichen Dank!

Weitere Infos zum Festival gibt es hier.

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Joachim Müller

Architektur und Bauwesen

Telefon: 

+49 821 5586-2114

Fax:

+49 821 5586-3110