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Heute im Gespräch: Maximilian Schnitzler

Aus der Reihe "Unsere Doktoranden stellen sich vor"

 
12.01.2022
Fakultät für Elektrotechnik

Heute im Interview in der Reihe „Unsere Doktoranden stellen sich vor“: Maximilian Schnitzler

 
Foto: Maximilian Schnitzler, M.Eng.
Maximilian Schnitzler, M.Eng.

Steckbrief

Name:

Maximilian Schnitzler, M.Eng.

Studium:

Forschungsinstitut:

Technologietransferzentrum Nördlingen

Promotionsthema:

"Decentralized map fusion, exploration and task allocation for mobile robots in an industrial environment"

 

An welchem Projekt arbeitest Du gerade?

Bisher konnte ich mich glücklicherweise voll auf mein Promotionsthema konzentrieren. In Zukunft werde ich als Teil des TTZ Teams beim Projekt „Modellbasierte autonome Prozessplanung für Funktionstests in der Elektrofertigung“ (ModProFT) mitarbeiten. Bei ModProFT wird für und mit der BMK Group bearbeitet.

Was gefällt Dir an Deiner Tätigkeit besonders?

Leider hielten sich besondere Highlights, wie die Vorstellung der eigenen Arbeit auf Konferenzen, bisher Corona-bedingt in Grenzen. Die Vorstellung meines Promotionsthemas bei der 10-Jahresfeier des TTZ zählt definitiv als Highlight. Ein persönliches Highlight war auch die Fertigstellung der Arbeits- und Simulationsumgebung der Promotion.

Zur Promotion kann ich sagen, dass ich überrascht wurde, wie viel mir mein eher breites bisheriges Wissen geholfen hat. Ich freue mich, dass ich Teile dieses Wissens weiter vertiefen kann, sowohl im Rahmen der Promotion, als auch bei den Projektarbeiten.

Welche Inhalte und Kenntnisse aus Deinem Studium sind für Dein aktuelles Forschungsprojekt besonders hilfreich?

Ich kenne die Gedanken vieler Studierender über den Sinn des in der Vorlesung vermittelten Stoffs noch von mir selbst: „Ist das außerhalb der Hochschule überhaupt relevant? Wofür brauche ich das? Wird das Thema X für mich überhaupt wichtig in der Stelle, die ich anstrebe?“ Man kann nun argumentieren, dass ich ja immer noch an der Hochschule bin und die Forschung nicht zwangsläufig die beruflichen Themengebiete repräsentiert - das ist soweit wahr. Allerdings habe ich festgestellt, dass generelle Methoden und Herangehensweisen im wissenschaftlichen und betrieblichen Arbeiten das Leben nicht nur einfacher machen, sondern mit Abschluss einer akademischen Ausbildung vorausgesetzt werden. Auch Wissen, dass an der Hochschule obskur gewirkt hat, kann später nützlich sein - nicht garantiert, aber zumindest muss man sich später keinen Bären aufbinden lassen.

Da ich in der Promotion weit außerhalb meines bisher Erlernten agiere, kann ich meist nur sehr generelle Dinge aus dem Studium nutzen, wie beispielsweiße mathematische Grundlagen, Techniken für schnelles Lernen und Strategien zur Lösungsfindung. Das wohl konkreteste Wissen aus dem Studium sind Kenntnisse in der IT generell, speziell Arbeiten auf Linux OS und Programmieren in Python und C/C++. Ich vermute allerdings, dass ich weiteres Wissen aus dem Studium mit Anlaufen der Projektarbeiten nutzen kann.

Welchen Tipp hast Du für Studierende, die mit dem Gedanken spielen in die Forschung einzusteigen?

Sucht Euch ein Thema, das euch leidenschaftlich interessiert. Mit Betonung auf leidenschaftlich – oft macht man nur kleine Fortschritte oder muss sein Konzept hinterfragen. Wenn man nicht voll dahintersteht, wird Euch das auf Dauer zermürben und Ihr verliert den Spaß an Eurem Thema, was einen Teufelskreis aus Verunsicherung, schlechter Leistung und Unlust anstößt. Sucht Euch ein für Euch interessantes Thema, beißt die Zähne zusammen wenn es mal nicht so läuft und bleibt dabei. Lasst Euch nicht entmutigen - Augen auf's Ziel, viel Erfolg!