Robert Dollinger, M. Sc.
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Forschungsgebiet

 

Thema: Funktionale Sicherheit für Automatisiertes Fahren im Bereich der Aktorik 

Die graduelle Entwicklung der Fahrerassistenzsysteme in der Automobilindustrie ist heute an einem Punkt angelangt, den man der Definition nach als teilautomatisiert bezeichnet. Derzeit übernimmt das Fahrzeug bereits temporär selbstständig Aufgaben aus den Bereichen der Quer- und Längsführung, wie es z.B. beim Staupiloten der Fall ist, muss aber permanent vom Fahrer überwacht werden. Dieser muss unabhängig von der Ursache jederzeit in der Lage sein, die Fahraufgabe wieder übernehmen zu können und trägt somit weiterhin die Verantwortung für die Fahrzeugführung.

Solche teilautomatisierten Systeme sind bereits auf dem Markt erhältlich und erfüllen die rechtlichen Grundlagen, um auf der öffentlichen Straße betrieben werden zu können.Beim hoch- bzw. vollautomatisierten Fahren gibt es die Anforderung nicht mehr, dass der Fahrer das Fahrzeug kontinuierlich überwachen muss. Dies ist nun ebenfalls Aufgabe des Fahrroboters, welcher mit einer entsprechenden Technologie ausgestattet sein muss, um dazu in die Lage versetzt zu werden. Insbesondere für den Fall, dass ein technischer Fehler oder ein Ausfall im für die Längs- und Querführung vorgesehenen System auftritt, muss jederzeit gewährleistet sein, dass das Fahrzeug den sicheren Zustand (z.B. Stillstand am Fahrbahnrand) erreicht. Gemäß der Richtlinien für funktionale Sicherheit müssen zum einen die Insassen unversehrt aussteigen können, zum anderen dürfen aber auch keine weiteren Personen in der Umgebung gefährdet werden.

„Aus Sicht der funktionalen Sicherheit und der Absicherung entstehen neue Herausforderungen, wenn der Fahrer als Überwacher und Rückfallebene dauerhaft oder temporär nicht mehr zur Verfügung steht, wie dies beim hoch- und vollautomatisierten Fahren der Fall ist. Intensive Forschung muss klären, wie der Sicherheitsnachweis erbracht werden kann.“