Fakultät für Gestaltung

Das Wahre, Schöne und Gute kommt aus der Fakultät für Gestaltung, aber nicht von selbst.

Das Schöne: Kunst wagen

Kunst braucht Freiheit – diese Freiheit ist gesetzlich garantiert und bildet eine wesentliche Basis unserer Kultur. Auch unsere Arbeit in angewandter Kunst braucht selbstverständlich Freiheit. So wollen wir individuelle Ansätze fördern und persönliche Verantwortung üben. Wir wollen ein Labor sein für Experimente und Freiraum bieten für Grenzüberschreitungen, Versuche und neuartige Entwicklungen. Auch die Freiheit der Lehre ist eine wesentliche Grundlage unserer Arbeit, die gerade durch den zunehmenden Verwertungsdruck immer wieder angegriffen wird. In diesem Sinne wollen wir verschulte Strukturen abbauen und Wahlmöglichkeiten verstärken. Akademische Freiheit entsteht nicht durch Vorgaben, sondern durch Möglichkeiten. So wollen wir unsere Lehre als Angebot verstehen, nicht als Pflicht. Die freie Wahl von Inhalten und Themen nach persönlichen Orientierungen soll für Studierende wie für Lehrende erleichtert und gestärkt werden. Wir wollen die akademische Freiheit nicht nur bewahren, sondern neue Methoden erproben, die unsere Lehre für die Zukunft weiter entwickelt und die Souveränität von Kunst und Lehre ausbaut. Vielfalt Die künstlerische Arbeitsweise kennt keine richtigen Lösungen, sondern sucht nach Alternativen und bewertet die Vielfalt der Möglichkeiten im Diskurs. Wir glauben nicht an Rezepte, sondern suchen nach Methoden. Neugierige Fragen sind uns daher wichtiger als schlaue Antworten. Unser humanistisches Menschenbild drückt sich in Offenheit und Toleranz aus. Unsere Fakultät will geistige Heimat für vielfältige Denkrichtungen und Kunstformen sein. Originalität ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für kreative Arbeit. Daher sind uns unkonventionelle Persönlichkeiten willkommen und wertvoll. Wir fördern Querdenker und stärken Menschen, die nach eigenen Positionen suchen und gegen den Strom schwimmen. Die Zusammenarbeit unseres Kollegiums sei dafür vitales Vorbild – vielfältig, oft auch widersprüchlich, aber immer konstruktiv und kooperativ. Respekt ist die Basis, auf der wir einen gleichberechtigten und vertrauensvollen Umgang unter uns pflegen wollen. Vielfalt drückt sich auch in Internationalität aus. Der interkulturelle Diskurs ist wesentlicher Teil unseres kulturellen Selbstverständnisses. Wir bauen unsere Auslandsaktivitäten weiter aus und entwickeln unsere Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen zu aktiven Kooperationen weiter. Wir suchen nach neuen Möglichkeiten des qualitativen Wachstums und entwickeln eigene Formen der Zusammenarbeit – nicht an Statistiken, sondern an Inhalten orientiert. Dafür wollen wir Freiräume schaffen.

Das Wahre: Wirklichkeit schaffen

Wir wollen einen wissenschaftlich und künstlerisch geführten Diskurs um Qualität pflegen. Unsere Visionen für die Zukunft drücken sich nicht in erster Linie quantitativ aus, sondern qualitativ. Dabei beschäftigen uns die kritischen Diskurse der Kunst um Medien- und Marktphänomene ebenso wie aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft und Forschung. Unsere Suche nach Erkenntnissen folgt unserem Streben nach Wahrheit. Wir wollen in unseren Arbeiten versuchen, exemplarisch eine neue Qualität zu entwickeln, die zukunftsweisend für den gesamten kreativen Bereich sein kann. Theorie und Praxis Dass an einer Hochschule nach wissenschaftlichen Kriterien gearbeitet wird, ist selbstverständlich. Der theoretische Diskurs zu Fragen der Gestaltung ist Voraussetzung für unsere Arbeit. Was uns jedoch von anderen Hochschulen abhebt, ist unsere Praxis: Wir können auch tun, was wir erdenken – wir sind Macher! Darin liegt unser Erfolg und unser Potential für die Zukunft. Die wesentliche Basis dafür sind unsere Labore und Werkstätten. Die Fakultät will daher die Werkstätten kontinuierlich weiter ausbauen und für die Zukunft bedarfsgerecht und vorbildlich ausstatten.

Das Gute: Gemeinschaft entwickeln

Die Fakultät braucht hoch motivierte Kollegen und Mitarbeiter, die an unserem gemeinsamen Erfolg arbeiten wollen. Freude und Hingabe helfen dabei ebenso wie gegenseitiger Respekt und Toleranz. In diesem Sinne wollen wir alle Kollegen und Mitarbeiter einladen, sich engagiert und verantwortlich an der Gestaltung unserer Zukunft zu beteiligen. Dazu wollen wir als ersten Schritt die Aufgaben und Verantwortungsbereiche aller Mitarbeiter ordnen und in einen strukturellen Zusammenhang bringen, um eine breite Beteiligung aller und eine Kultur der Mitwirkung und Teilhabe zu entwickeln. Transparenz Lehren und Studieren ist Sinn und Zweck unserer Institution und steht im Zentrum unseres Engagements. Dementsprechend richten wir alle unsere Entscheidungen und unser Selbstverständnis auf die Lehre (und damit auf die Belange der Studenten und Dozenten) aus. Dafür muss Bürokratie abgebaut und Kommunikation vereinfacht werden. Orientierung für Studenten und Lehrende wird erleichtert durch direkte, einfache und offene Kommunikation innerhalb der Fakultät. Wir wollen Zentralismus vermeiden und die Entscheidungsfähigkeit für Lehrende und Studierende vermehren. Dazu wird Selbstverantwortung gefördert und Bevormundung abgebaut. Unsere Verwaltung versteht sich in Zukunft als Partner für Studenten und Dozenten. Sie entlastet Dozenten von Verwaltungsaufgaben und organisiert sich nach den Anforderungen der Lehre — unkompliziert, konstruktiv und motiviert. Selbstbewusstsein Die Fakultät für Gestaltung ist eine der erfolgreichsten Fakultäten an der HSA, und unter den Gestaltungs-Studiengängen bundesweit einer der renommiertesten. Diesen Erfolg wollen wir ausdrücken – auch in unserer Fakultät selbst. Unser Gebäude soll uns darstellen und unser Schaufenster sein. Es soll unsere Atmosphäre atmen und integre Heimat sein für alles, was uns ausmacht. Wir wollen die inspirierende Architektur unseres Neubaues durch unsere Alltagskultur beleben und erfüllen mit allem, was uns wichtig ist. Dazu bauen wir Verwaltungshindernisse und technische Probleme (Schließung, Alarmsystem, Öffnungsbeschränkungen etc.) ab und entwickeln einen freien, selbst bestimmten Umgang mit unserem Gebäude, der Studenten wie Dozenten einlädt, sich hier zu Hause zu fühlen.