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Masterstudentinnen entwickeln eine sprechende Puppe als interaktiven Begleiter für Menschen mit Alzheimer-Demenz

 
Design- und Kommunikationsstrategie Gestaltung Informatik und Interaktive Medien
Die Studentinnen Eva Wegerer (li.) und Sandra Hobelsberger (re.) präsentieren zusammen mit Prof. Dr. Michael Kipp die Testpuppe „Anna“. Sie wurde mit speziellen akustischen Anregungen ausgerüstet. Foto: Annette Zoepf.
Die Studentinnen Eva Wegerer (li.) und Sandra Hobelsberger (re.) präsentieren zusammen mit Prof. Dr. Michael Kipp die Testpuppe „Anna“. Sie wurde mit speziellen akustischen Anregungen ausgerüstet. Foto: Annette Zoepf.

Studiengang

Design-und Kommunikationsstrategie (M.A.)

Projektbeschreibung

Demenz ist ein hochaktuelles Thema in den Medien. Für die Altenpflege ist es eine tägliche Herausforderung, eine geeignete Versorgungsform zu gewährleisten. Zwei Studentinnen der Hochschule Augsburg aus der Fakultät für Gestaltung nahmen die häufigste Demenzerkrankung als Grundlage für ihre Masterarbeit. Sie konzipierten für Menschen, die an einer leichten bis mittleren „Alzheimer-Demenz“ erkrankt sind, einen interaktiven Begleiter in Form einer Puppe.

Um ihre wissenschaftlichen Untersuchungen mit Erfahrungswerten aus der Praxis zu ergänzen, wurden die Studentinnen Eva Wegerer und Sandra Hobelsberger vom Augsburger Seniorenzentrum Lechrain, Anna-Hintermayr-Stift, Paritätischen St. Servatius-Stift sowie von der Demenz-Wohngruppe „Labyrinthos“ unterstützt. In den Pflegeeinrichtungen testeten die beiden Studentinnen, wie bei Menschen mit einer „Alzheimer-Demenz“ durch verschiedene Sprachinhalte das Wohlbefinden und die kognitiven Fähigkeiten angeregt werden können, wenn diese von einer Puppe kommuniziert werden.

Lieder, Reime, Rätsel und Sprichwörter

Auf der Basis mehrerer Forschungsstudien wurde die sprechende Puppe „Anna“ entwickelt, die in der Lage ist, Lieder, Reime, Rätsel und Sprichwörter zu kommunizieren. In der Studie wurde eine realistisch menschliche Puppenform als Favorit von den Senioren ausgewählt. Dabei zeichnete sich insgesamt ab, dass man mit Liedern als akustische Inhalte durchgängig mehr positive Stimmungen auslösen konnte, als durch Reime, Rätsel oder Sprichwörter.

Ideelle und materielle Unterstützung für das Projekt erhielten die Studentinnen von den Puppenherstellern ZapfCreation und Sigikid. Wissenschaftlich betreut wurde ihre Masterarbeit von Professor Dr. Michael Kipp und von dem Lehrbeauftragten Günter Woyte.

Ausgestellt auf der Werkschau der Fakultät für Gestaltung

Das Projekt war auf der Sommer-Werkschau der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg zu sehen. 

Beteiligte Personen

  • Sandra Hobelsberger (M.A.)
  • Eva Wegerer (M.A.)
  • Prof. Dr. Michael Kipp
  • Günter Woyte
 

Ansprechpartner

Prof. Dr. Michael Kipp

Informatik

Telefon: 

+49 821 5586-3509

Fax:

+49 821 5586-3499

Altenhilfe der Stadt Augsburg

Daniela Frumert

Telefon: 

+49 821 324-6151

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