Seitenpfad:

TEI Conference 2021: Studierende des Studiengangs Interaktive Medien präsentieren e-Textilen Slider Swatch

 
e-textiler Slider Swatch
04.02.2021
Salzburg/Virtuell
Studierende des 3. Semesters Interaktive Medien unter der Leitung von Anna Blumenkranz (Fakultät für Gestaltung) haben bei der Student Design Challenge erfolgreich teilgenommen und präsentieren ihren e-Textilen Slider Swatch und das dazugehörige Paper auf der TEI Conference 2021. Die international renommierte Konferenz findet zum 15. Mal statt und präsentiert die neuesten Ergebnisse im Bereich Tangible, Embedded und Embodied Interaction. Die Konferenz wird dieses Jahr an der Universität Salzburg in Österreich organisiert und findet vom 14. bis 19. Februar virtuell statt. 
 
Das Projekt „Slider Swatch“ von Joana Breyton, Stela Blagova und Pia Obermaier beschäftigt sich mit der Frage, wie sich ein einfacher Schalter mit Schiebemechanismus nahtlos in Textilien einbauen lassen kann. Das Swatch integriert einerseits die typischen Elemente der Kleidung, wie den Metallknopf einer Jeansjacke, nutzt aber gleichzeitig seine leitfähigen Eigenschaften, um einen funktionierenden Schalter für einen Schaltkreis zu bauen.
Slider Swatch
 

Um seine Funktion zu demonstrieren, wurden als optisches Feedback drei verschiedene LEDs eingebaut, die je nach Position des Sliders aufleuchten. Der Slider kann auf verschiedene Arten von Textilien aufgebracht werden und fällt durch sein minimalistisches und klares Design kaum auf. Dennoch überzeugt er durch seine Funktionalität, denn er ermöglicht die nahtlose Integration von elektronischen Schaltungen mit bereits in der Textilproduktion vorhandenen Elementen. Als Anwendungsbeispiel können hier Sicherheitsaspekte aufgeführt werden, die ein solcher Slider bieten kann. So kann der Schiebemechanismus unauffällig für den Angreifer einen Alarm auslösen oder einen entsprechenden Dienst kontaktieren. Der Slider wäre aber auch als alternatives Eingabe-Interface für Menschen mit Handicap denkbar.

Bei der Student Design Challenge wurden Studierende gebeten, eine innovative Idee oder Technik im Kontext von E-Textiles auf ein kleines Swatch-Format zu reduzieren und möglichst treffend zu illustrieren. Alle akzeptierten Einreichungen musste anschließend für alle anderen Teilnehmenden zusätzlich hergestellt werden, damit alle Autor:innen am Ende ein physisches Swatchbook mit einer Sammlung von Swatches bekommen können. So mussten Joana Breyton, Stela Blagova und Pia Obermaier zusätzlich noch acht Slider Swatches für alle anderen Teilnehmenden anfertigen. Beim Swatch Exchange steht vor allem der haptische Wissensaustausch verschiedener Handwerkstechniken und neuer Materialien im Fokus, der insbesondere in diesen von Digitalität dominierten Zeiten mehr denn je an Bedeutung gewinnt. 

Weitere Informationen