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Werkschau der Fakultät für Gestaltung am 9. und 10. Oktober: #trotzdemnah

Absolvent:innen der Hochschule Augsburg des Sommersemesters 2020 stellen ihre Abschlussarbeiten vor

 
09.10.2020, 10:00 – 10.10.2020, 20:00
Virtuell

Die Pläne für die Werkschau der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg im Sommersemester 2020 sahen ursprünglich ganz anders aus. Doch aufgrund der Pandemie mussten die Studierenden umdenken und nicht nur vom eigentlich angedachten Datum, sondern auch vom geplanten Ausstellungsformat abweichen. Während des Lockdowns suchten sie nach neuen Wegen, die Werkschau umzusetzen und entwickelten viele gute Ideen. So wird die Werkschau am 9. und 10. Oktober 2020 virtuell stattfinden und ganz unter dem Motto #trotzdemnah stehen. Offizielle Eröffnung via Stream ist am Freitag, 9. Oktober, um 10 Uhr.

Werkschau Poster von Fabian Pitzer

Im Zentrum der Werkschau stehen die Absolvent:innen des vergangenen Sommersemesters und ihre Abschlussarbeiten. Vorgestellt werden die Bachelorarbeiten der Studiengänge Kommunikationsdesign und Interaktive Medien sowie die Masterarbeiten der Studiengänge Design- und Kommunikationsstrategie und Interaktive Mediensysteme.

Virtueller Ausstellungsraum HUB und analoger Katalog

 

Neben einer neu gestalteten Webseite (werkschau.hs-augsburg.de), die Ende September online geht, wird es für die Werkschau einen virtuellen Ausstellungsraum geben – den HUB –, durch den die Besucher:innen auf eigene Faust virtuell spazieren können.

Zusätzlich erscheint ein dreibändiger Katalog, der die Arbeit der Bachelor- und Master-Absolvent:innen umfangreich abbildet. Ganz bewusst analog, als Printprodukt, handfest – als Ausgleich zum digitalen Angebot. Der Katalog kann über die Homepage der Werkschau bestellt und dank des Sponsors Boxbote innerhalb Augsburgs umweltfreundlich per Fahrradkurier geliefert werden.

Internationale Künstler:innen und Gestalter:innen aus aller Welt zu Gast

 

Darüber hinaus nutzt das Werkschau-Team das Medium der digitalen Konferenz und hat internationale Künstler:innen und Gestalter:innen aus aller Welt eingeladen, um live und öffentlich mit den Absolvent:innen über ihre Arbeit zu sprechen. Mit dabei sind u.a. Erwin Wurm, Carsten Nicolai, Kathleen McDermott, Olav Christopher Jenssen, Lisa Frühbeis, Sebastian Onufszak und viele weitere.

Außerdem werden ehemalige Studierende der Fakultät für Gestaltung in sogenannten Speaker Talks via Zoom über ihren Weg nach dem Studium sprechen. Dazu wird das Werkschau-Team zu Alumni nach New York, Dänemark, Österreich und Deutschland schalten und sich so international vernetzen.

Zeitplan

 

Freitag, 9. Oktober 2020

UhrzeitProgrammpunkt
10:00 UhrOffizielle Eröffnung
11:00 UhrDonald Schneider Agentur
12:00 UhrPaul Blickle
13:00 UhrMit freundlicher Gestaltung
14:00 UhrCarsten Nicolai
15:00 UhrTrapped in Suburbia
16:00 UhrJohn Beech
17:00 UhrErwin Wurm
18:00 UhrOlav Christopher Jenssen
19:00 UhrThierry Blancpain (Grilli Type)
20:00 UhrKathleen McDermott

Samstag, 10. Oktober 2020

UhrzeitProgrammpunkt
14:00 UhrTimothy Jacob Jensen
15:00 UhrSebastian Onufzak
16:00 UhrSebastian König
17:00 UhrMiriam Frank
18:00 UhrNídia Dias
19:00 UhrSusanne Brüstle
20:00 UhrLisa Frühbeis

 

Internationale Gäste und Alumni

 

Erwin Wurm arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten an einem vielschichtigen Werk, das sich mit Erweiterung der Begriffe Plastik/Skulptur umschreiben lässt. Sein Werk umfasst Materialskulpturen, Aktionen, Videos, Fotos, Zeichnungen und Bücher. Eine der einflussreichsten Werkgruppen stellen dabei Wurms One Minute Sculptures dar. Erwin Wurm zählt zu den erfolgreichsten Gegenwartskünstlern. Er nahm 2017 an der Biennale in Venedig teil.

Carsten Nicolai wuchs in Karl-Marx-Stadt auf (heute Chemnitz). Von 1985 bis 1990 studierte Nicolai Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Dresden. Seine ersten Ausstellungen als Bildender Künstler hatte er bei der Galerie EIGEN & ART Berlin/Leipzig. 1997 nahm er an der dokumenta X in Kassel teil, 2001 an der Biennale in Venedig, woraufhin Einzelausstellungen folgten in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt 2005, in der Neuen Nationalgalerie in Berlin 2005, im Haus Konstruktiv in Zürich 2007 sowie bei Pace Wildenstein (seit 2010 Wildenstein & Company) in New York 2007.

Donald Schneider ist der Gründer des gleichnamigen Designstudios in Berlin und war viele Jahre als Art Director in New York bei den Magazinen East Village Eye und Fame, der französischen Vogue in Paris und dem Stern in Hamburg tätig. Mit der exklusiven Karl Lagerfeld-Kollektion für H&M legte er den Grundstein der erfolgreichen Designer-Collaborations des schwedischen Modehauses. Weitere Kooperationen mit internationalen Top-Modemachern wie Alexander Wang, Versace, Maison Margiela, Marni, Isabel Marant, Balmain und Kenzo folgten. Von 2011 bis 2016 war Schneider als Global Creative Director für H&M tätig.

Olav Christopher Jenssen ist einer der bekanntesten Künstler skandinavischer Herkunft. Auch wenn er seit 1983 überwiegend in Berlin lebt, ist er stark mit dem Kunstleben der nordischen Länder verbunden und wird regelmäßig in Ausstellungen der bedeutendsten nordischen Institutionen präsentiert. Spätestens seit der Teilnahme an der documenta IX 1992 ist Olav Christopher Jenssen auch einem internationalen Publikum bekannt. Er ist seit 2007 Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig.

John Beech ist in England geboren und lebt in Brooklyn, New York City. Sein großes Werk umkreist Malerei, Fotografie, Skulptur und Objekt mit großer Leichtigkeit. Er hat eine hohe Ausstellungspräsenz in Amerika und Europa. Er erhielt zahlreiche Preise, wie zum Beispiel den Preis der Pollock-Krasner Foundation oder den Maybelle Toombs Award for Practice of Art, University of California, Berkeley.

Sebastian König ist Illustrator und Grafikdesigner aus Hamburg und arbeitet im Editorial-Bereich für Magazine wie The New Yorker, Die Zeit und den Stern sowie für Unternehmen wie Apple, Ace & Tate und Rimowa. Seine Illustrationen zeichnen sich durch einen groben, papierähnlichen Vektorstil, körnige Texturen und ausgewählte Farbkompositionen aus.

Sebastian Onufszak ist ein international renommierter Designer und Illustrator. Nachdem er bald nach Abschluss seines Kommunikationsdesign-Studiums zum Art Director und später Creative Director in verschiedenen Designbüros und Animationsstudios aufstieg, wagte er 2009 den Sprung in die kreative Freiheit als selbstständiger Designer. Seither hat seine Leidenschaft für expressives Design hochrangigen Kunden wie Adidas, Adobe, Ray Ban oder Karl Lagerfeld gedient. Seine kommerziellen und persönlichen Arbeiten wurden in zahlreichen Büchern, Magazinen und Ausstellungen veröffentlicht.

Kathleen McDermott ist eine Medienkünstlerin basierend auf ihrer Erfahrung mit Installation und Skulptur. Sie nutzt eine Kombination von Textilien, Skulpturen und open-source-basierter Elektronik, um absurde Interaktionen zu schaffen, die die Beziehung zwischen Körper und Technik ergründen. Sie unterrichtet Digital Media (IDM) an der NYU Tandon School of Engineering, in der Abteilung Technology, Culture and Society (TCS). Ihre Arbeiten wurden vielfach veröffentlicht und international gezeigt.

Lisa Frühbeis, Masterabsolventin der Hochschule Augsburg (DE), mit Stationen an der École Estienne Paris (FR) und der ISIA Urbino (IT), hat sich im Bereich der feministischen Comics einen Namen gemacht. Ihr Comicstrip „Busengewunder“, zwischen feministischem Sachcomic und humorvoller Kolumne, lief zwei Jahre lang im Berliner Tagesspiegel und erschien im Frühling 2020 im Carlsen Verlag. Bereits 2017 erschien ihr Sachcomic über Augsburg beim Wissner-Verlag. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Seit 2019 unterrichtet Lisa Frühbeis Konzeptionelle Gestaltung an der Fachhochschule Würzburg. Im Moment arbeitet sie gefördert vom Kultusministerium Bayern mit dem Aufenthaltsstipendium „Literatur in Québec“ in der Maison Scott Fairview, Gatineau (CA)  an einem Horrorcomic über eine alleinerziehende Mutter, die um ihr Leben kämpft. 2020 erhielt sie den Max-und-Moritz-Preis vom Comic-Salon Erlangen für den besten deutschen Comicstrip.

Miriam Frank wurde in München geboren, studierte von 2005 bis 2010 an der Hochschule Augsburg und schloss mit dem Master ab. Seit 2009 betreibt sie das Tate Studio Farbenpracht in München. Sie beschäftigt sich schon lang mit Zeichnung und Illustration und hat eine ganz eigene Handschrift entwickelt. 2016 und 2017 bekam sie die Art Residency in Listhus in Ólafsfjörður, Island.

Nídia Dias ist freischaffende Art Direktorin und Designerin aus Portugal, momentan wohnhaft in Porto. Ihre Arbeit ist fokussiert auf styleframes und look development für Bewegtbild. Ihre Ausbildung absolvierte sie im Graphik Design in Kombination mit Bewegtbild. Sie kreiert eigenwillige und experimentelle Geschichten und Bilder. Unter anderem arbeitete sie schon für Microsoft, HP, Adobe und Nike.

Thierry Blancpain ist ein Schweizer Designer in New York. Er ist Mitbegründer von Grilli Type foundry, einer unabhängigen Schweizer Typo Agentur. Er arbeitet in seinem New Yorker Design Büro an visual identities und interfaces für wundervolle Kunden, die alle großartige Dinge machen.

Timothy Jacob Jensen begann seine Karriere bei Jacob Jensen, David Lewis und Bang & Olufsens Team im Alter von 17 Jahren. Mit 24 Jahren wurde sein Werk bereits in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen. Mit 28 übernahm er die Verantwortung für Jacob Jensen Design. Er wurde schließlich Chefdesigner für Gaggenau. Später übernahm er eine Professur an der Fudan University in Shanghai und wurde unter anderem zum Designer of the Year in China gewählt. Heute arbeitet er in seinem legendären dänischen Studio mit einem Team an Projekten auf der ganzen Welt.

Trapped in Suburbia sind Experten für experimentelles Design. Sie sind Art Direktoren und Konzeptentwickler mit einem einmaligen Ansatz für die Entwicklung von Interaktion. Ihr Design befeuert Beteiligung der Nutzer, da Beteiligung ein besseres Verständnis ermöglicht. Entscheidend bleibt dabei, dass der Eindruck nachhaltig ist und in Erinnerung bleibt. Sie verwandeln Geschichten in Erfahrung.

Susanne Brüstle beendete ihr Studium 2012 an der renommierten Akademie für Kommunikationsdesign U5 in München. Danach arbeitete sie in diversen Agenturen und Positionen (Junior Art Director, Senior Art Director) wo sie u.a. für Kunden wie Samsung, BMW Mini, Bosch und Zott arbeitete. Mit 25 Jahren machte sie sich selbstständig und gründete 2017 ihre Werbeagentur MYDSGN DESIGNSTUDIO im Allgäu und bedient seither nationale und internationale Kunden vom kleinen Freiberufler bis zur großen Firma. Gemeinsam mit ihrem Team aus Fotografen, Druckern, Beschriftern, Textern – entwickelt und kreiert sie außergewöhnliche Arbeiten, die „die Welt vielleicht nicht verbessern, aber definitiv ein bisschen schöner machen“, wie auch schon die Novum über sie schrieb.

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