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Architektur. Im Kreis

Zirkuläres Bauen: Gestalten und Entwerfen mit vorhandenen Baumaterialien

 
Architektur HSA_transfer Nachhaltigkeit Service Learning
Abbruch Furor: Bestandsgebäude werden abgerissen und weggeworfen. Graue Energie ist aber goldene Energie, wenn Bauteile Wiederverwendung in neuen Gebäuden finden. © Amandus Samsøe Sattler
Abbruch Furor: Bestandsgebäude werden abgerissen und weggeworfen. Graue Energie ist aber goldene Energie, wenn Bauteile Wiederverwendung in neuen Gebäuden finden. © Amandus Samsøe Sattler
01.10.2021 - 30.09.2022

Studiengang

Architektur (M.A.)

Projektbeschreibung

Architekturstudierende der Hochschule Augsburg und der Freistaat Bayern beschreiten neue Wege: Die Studierenden registrieren Bauteile eines Abbruchgebäudes und entwerfen damit ein neues Gebäude. Das Staatliche Bauamt Augsburg stellt zum ersten Mal geprüfte und wiederverwendbare Bauteile zum Verkauf und leistet damit einen Beitrag zur Ressourcenschonung und Energieeinsparung.

Es handelt sich um ein Pilotprojekt, sowohl für die Hochschule Augsburg, als auch für den Kooperationspartner. Das Transferprojekt „Architektur. Im Kreis” befasst sich mit einem zukunftsfähigen Aufgabengebiet von Architekt:innen – dem Wiederverwenden von Baumaterialen aus Abbruchgebäuden.

Das studentische Praxisprojekt wird begleitet von HSA_transfer – der Agentur für kooperative Hochschulprojekte der Hochschule Augsburg. Kooperationspartner sind neben dem Staatlichen Bauamt Augsburg auch das Start-up Concular, ein Entwickler von Datenbanken für zirkuläre Baustoffe.

Die Aufgabenstellung

 

Die Alte Stadtbücherei Augsburg wird 2022 abgerissen. In diesem Abbruchgebäude registrieren und digitalisieren Studierende des Masterstudiengangs Architektur der Hochschule Augsburg im Wintersemester 2021/22 Bauteile. Aus den Bauteilen erstellen die Studierenden dann einen Stegreif-Entwurf für einen Ergänzungsbau der Hochschule Augsburg.

Studierende probieren hiermit eine noch außergewöhnliche, aber in Zukunft relevante Entwurfsmethode aus: Gestalten und Entwerfen mit vorhandenen Baustoffen.

Zusammenarbeit mit einem Start-up

Die Studierenden und das Staatliche Bauamt Augsburg arbeiten bei der Registrierung der Bauteile eng mit einem deutschen Start-up-Unternehmen zusammen: Die Firma Concular ist Pionier auf dem Gebiet der Baumaterialien-Registrierung, Bereitstellung und Vermittlung von — und mittlerweile europaweit der größte Marktplatz für – zirkuläre Bauteile.

Baumaterialien aus Abbruchgebäuden werden 6-12 Monate vor dem Abriss registriert und zum Verkauf auf dem digitalen Marktplatz Planern und Auftraggebern angeboten. Wenn sie verkauft werden, werden sie unmittelbar vor dem Abbruch rückgebaut sowie geprüft und können so wieder als Bauteile beim Bau neuer Gebäude verwendet werden.

Aktuelles

 

Bauteil-Börse

 

Die Abbrucharbeiten der alten Stadtbücherei beginnen im Oktober 2022. Im Moment werden gut erhaltene Bauteile der Stadtbücherei auf einer Online-Plattform für Recycling-Baustoffe veräußert. Interessierte können ein Stück Augsburger Geschichte kaufen unter:

Aus der Projektarbeit

 
 

Wintersemester 2021/22

 
Alte Stadtbücherei Augsburg: Außenansicht
Alte Stadtbücherei Augsburg: Detailansicht Innen
Alte Stadtbücherei Augsburg: Detailansicht Innenraum
Bilderstrecke: © Stephan Bovenschen
Alte Stadtbücherei Augsburg: Studierende beim Vermessen der Eingangstüre
Alte Stadtbücherei Augsburg: Treppenhaus
Alte Stadtbücherei Augsburg: Studierende vermessen einen Innenraum
Alte Stadtbücherei Augsburg: Studierende vermessen die Feuertreppe
 
Architektur.Im Kreis - Poster
Zum Vergrößern bitte den PDF-Link anklicken.

Sommersemester 2022

 
 
 
Poster-Architekur.Im-Kreis-SoSe22
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Pressearbeit

 
 
 
 
 

Pressespiegel

 
 
 
National Geographic Magazin, 28.01.2022, 02-2022; Titelseite
© Süddeutsche Zeitung

Das zweite Leben der Stadtbücherei

In Augsburg wird ein staatliches Haus erstmals nicht einfach abgerissen, sondern teilweise wiederverwertet. Das Projekt der Hochschule könnte den Beginn einer neuen Ära markieren.

Fuchs, Florian: Das zweite Leben der Stadtbücherei, in: Süddeutsche Zeitung, Bayernteil, Serie "Zukunft bauen", Nr. 180, 06./07.08.2022, Seite R7 und Online: 07.08.2022, 07:27 Uhr

 
National Geographic Magazin, 28.01.2022, 02-2022; Titelseite
© National Geographic

Genial gedachte Projekte: Zirkuläres Bauen – Des Heizkörpers zweites Leben

Im Transferprojekt Architektur.Im Kreis versucht sich Architektin Mikala Holme Samsøe, Professorin der Hochschule Augsburg, mit ihren Studierenden darin, den Materialkreislauf beim Gebäudebau ein Stück weit zu schließen. Das Errichten von Gebäuden ist ausgesprochen klimaschädlich. Beim Zirkulären Bauen werden alte und noch nutzbare Stücke wiederverwendet.

Stiller, Eileen: Des Heizkörpers zweites Leben, in: National Geographic Magazin, Rubrik „Bewusst leben: Genial gedachte Projekte”, 02-2022, ET: 28.01.2022, S. 20-21

 
BR-Fernsehen, Quer, 25.11.2021, 20:15 Uhr: Gebäude-Recycling: Revolution am Bau für mehr Klimaschutz?
© BR

Gebäude-Recycling: Revolution am Bau für mehr Klimaschutz?

Der Bausektor verursacht mehr als die Hälfte des gesamten Abfalls in Deutschland. In einem Pilotprojekt mit dem staatlichen Bauamt zeigen Augsburger Studenten, dass es anders geht: sie wollen die abrissreife Stadtbücherei recyceln, identifizieren alle Bauteile, um sie online zu verkaufen.

Autorin: Isabel Hertweck-Stücken
Kamera: Michael Ackermann, Rodolfo Fernandez Link
Schnitt: Selina Steffl

BR Fernsehen, Quer, 25.11.2021, 20:15 Uhr, Beitrag ab Minute 35:20, Beitragslänge: 5 Minuten

Online bis 25.11.2022, 21:00 Uhr

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Transferprojekt: Architektur.Im Kreis

 
BR-Fernsehen, Abendschau - Der Süden, 03.11.2021, 17:30 Uhr: Zirkuläres Bauen - Hochschule Augsburg und Staatliches Bauamt Augsburg gehen neue Wege
© BR

Zirkuläres Bauen – ein Pilotprojekt der Hochschule Augsburg in Kooperation mit dem Staatlichen Bauamt Augsburg, das Schule machen kann

Wenn ein altes Haus ausgedient hat und abgerissen wird, dann löst das ganz widersprüchliche Gefühle aus. Trauer, Erleichterung, Aufbruch – je nachdem was man erlebt hat uns wie es weitergeht. Und vielleicht muss ja nicht alles demoliert und in Schutt und Asche gelegt werden. Vielleicht können Teile eines Abrissgebäudes gerettet und recyclet werden. Ein Beispiel aus Augsburg.

Bericht / Kamera / Schnitt: Thomas Pösl

BR-Fernsehen, Abendschau – Der Süden, 03.11.2021, 17:30 Uhr, Beitrag ab Minute 08:35 bis 11:35, Beitragslänge: 03:00 Minuten

Online bis 03.11.2022, 18:04 Uhr

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Transferprojekt: Architektur.Im Kreis

 
BR-24-Schwaben, 28.10.2021, 16:19 Uhr: Zirkuläres Bauen - Pilotprojekt in Augsburg soll Energie sparen
© BR

„Zirkuläres Bauen”: Pilotprojekt in Augsburg soll Energie sparen

Der Bausektor verbraucht viel Energie. Studierende der Hochschule Augsburg wollen das ändern, indem sie Bauteile aus Abbruchgebäuden „retten” und vermarkten, zum Beispiel Teile von Treppen. Das Projekt kann Vorbild sein für ganz Bayern.

Bericht: Thomas Pösl

BR24 | Schwaben, Online, 28.10.2021, 16:19 Uhr

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Transferprojekt: Architektur.Im Kreis

 
Logo: Bayern 1
© BR

Aus Alt mach Neu: Zirkuläres Bauen – das einmalige Projekt der Hochschule Augsburg

Moderatorin: „Des isch no guad. Des ka ma no braucha. Den Spruch kennen Sie bestimmt auch, oder? Und tatsächlich, vieles, was alt ist, muss nicht unbedingt weg, sondern kann neu verwendet werden. An der Hochschule Augsburg läuft dazu gerade ein spannendes und einmaliges Projekt. „Zirkuläres Bauen“ nennt sich das. Und das heißt nichts anderes, als alte Teile neu verwenden.

Bayern 1 am Nachmittag, 28.10.2021, 13:05 bis 17:00 Uhr, Beitragslänge: 03:04 Minuten

Moderation: Susanne Rohrer

Im Studio: Thomas Pösl

Transferprojekt: Architektur.Im Kreis

 
Augsburger Allgemeine Zeitung, Stadt, 27.10.2021, S. 35
© Augsburger Allgemeine Zeitung
2021-10-27, Augsburger Allgemeine, Online: Wie dieses Abbruchhaus ein zweites Leben erhält

Wie dieses Abbruchhaus ein zweites Leben erhält

Pilotprojekt

Beim Abriss der Alten Stadtbücherei sollen zahlreiche Bauteile vor der Müllkippe gerettet und woanders weiter verwenden werden. Das Pilotprojekt kann für Bauherren interessant sein.

Ein Beitrag von Eva Maria Knab

in: Augsburger Allgemeine Zeitung, Stadt, 27.10.2021, S. 35

in: Augsburger Allgemeine, Online, 27.10.2021, Link

 
Poster: Architektur. Im Kreis
© Stephan Bovenschen

Architektur. Im Kreis.

Master Wahlfach in Wintersemester 2021-22

Design follows availability. Die Stadtbücherei Augsburg wird im kommenden Jahr abgerissen. Studierende registrieren und digitalisieren Bauteile und stellen sie auf eine Plattform für Zirkuläre Bauteile. Der Freistaat Bayern bietet zum ersten Mal, bestehende Bauteile zum Verkauf und spart damit Ressourcen und Energie.

Mit den Bauteilen entwerfen die Studierenden einen Steggreif für einen Ergänzungsbau am Hochschulcampus. Damit probieren sie eine noch außergewöhnliche, aber zukünftig relevante Entwurfsmethode aus: Gestalten und Entwerfen mit vorhandenen Baustoffen. 

www.samsoee.de, 01.10.2021

Link zum Artikel

Transferprojekt: Architektur.Im Kreis

Diskurs: Ästhetik und Nachhaltigkeit

 

„Erste Gedanken der Kreislaufwirtschaft stoßen auf Gehör in der Baubranche. Der Weg zum nachhaltigen Systemwandel ist noch lang und wird auch in der Gestaltung unserer gebauten Umwelt sichtbar werden müssen.

In diesem Transferprojekt erfahren Studierende die Schönheit und Wertschätzung von dem Bestehenden. Wirtschaften im Kreislauf trägt dazu bei, die Augen für einen ästhetischen Umgang mit dem vorhandenen Material zu öffnen und ein Gespür für die Qualitäten zu entwickeln.

Kreislaufwirtschaft hat das Potential auch gleichzeitig handwerkliches Können und lokale Arbeitsplätze zu fördern: Ausbau, Herrichten und wieder einbauen geht nur mit handwerklicher Expertise und lokalen Partnern und mit kurzen Transportwegen.

Die Fürsorge und Kultivierung können die rastlos unternehmenslustigen Menschen einladen, sich etwas länger mit der Materie aufzuhalten. Kreislaufwirtschaft bietet damit eine Alternative zum beschleunigten materiellen Verbrauch der heutigen spätmodernen Gesellschaft.”

Prof. Mikala Holme Samsøe, Projektleiterin „Architektur. Im Kreis”, Fakultät für Architektur und Bauwesen der Hochchule Augsburg

Graue Energie ist goldene Energie

 

Im Bausektor fallen rund 60 Prozent des Müllaufkommens und 40 Prozent des CO2-Ausstoßes an. Die Herstellung von Materialien ist sehr ressourcen- und energieintensiv. Nach Ende der Lebenszeit eines Gebäudes werden die Materialien deponiert oder minderwertig recycelt. Viele davon können jedoch wiederverwendet werden – dies geschieht aktuell aber nur in unter 1 Prozent der Fälle. Bislang liegt der Nachhaltigkeitsfokus im Bauwesen vor allem auf der Energieeffizienz von Gebäuden während ihrer Betriebsphase. Eine innovative nachhaltige Zukunftslösung könnten zirkuläre Baustoffe sein.

Wiederverwendung von bereits verwendeten Materialen, Umwandlung und Umcodierung von Bauteilen, Upcycling – das sind nur einige Schlagworte, die auch verstärkt in der Architektur und Baubranche auf Gehör stoßen und zunehmend Lösungen dazu in der Praxis zur Anwendung kommen.

Der Weg zum Systemwandel im Themenfeld Nachhaltigkeit ist noch lang und wird auch in der Gestaltung der gebauten Umwelt sichtbar werden. Eine erste Antwort auf diese Zukunftsfrage könnte im sogenannten „zirkulären Bauen” liegen. Baumaterialien aus Abbruchgebäuden werden in Datenbanken registriert, dann umweltschonend rückgebaut und gelagert und stehen als geprüfte, zirkuläre Baustoffe für den Bau neuer Gebäude wieder zur Verfügung. Dies ermöglicht, Ressourcen effizient zu nutzen und die Emissionen der Baubranche zu senken.

Dabei ist Energie, die gar nicht erst produziert werden muss die beste Energieeinsparung. In der Wiederverwertung steckt ein großes Potential. Das Wirtschaften im Kreislauf ermöglicht einen radikalen und notwendigen Ansatz für einen behutsamen Umgang mit Ressourcen und Energie.

Weitere Informationen:

Transfer wirkt

 

Das Transferprojekt „Architektur. Im Kreis” vereint zentrale Aspekte des Transferverständnisses der Hochschule Augsburg: Akteure tragen mit ihren unterschiedlichen Fach- und Praxisexpertisen zur Lösung eines zentralen Zukunftsthemas bei: dem ressourcenschonenden Umgang mit Baumaterialien.

Das Projekt leistet einen grundlegenden Beitrag zur Entwicklung von nachhaltigen Lösungen im Themenfeld ressourcenschonender Städtebau. Für die Stadt Augsburg kann das Projekt wichtige Impulse zum nachhaltigen Umgang mit Baumaterialen geben. Für die Studierenden eröffnet es die Möglichkeit, innovative Lehrinhalte der Nachhaltigkeit praxisbezogen anzuwenden und zukunftsbezogen weiterzuentwickeln.

Das Projekt „Architektur. Im Kreis” wird begleitet von HSA_transfer – der Agentur für kooperative Hochschulprojekte der Hochschule Augsburg im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative Innovative Hochschule. Dadurch hat die Hochschule Augsburg die Chance erhalten, im gemeinsamen Austausch mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft ihre Transferaktivitäten weiter auszugestalten und ihr Transferprofil zu stärken.

Weitere Informationen:

Partner

 

Interne Partner

Prof. Architektin Mikala Holme Samsøe

Architektur und Bauwesen

Telefon: 

+49 821 5586-3026

Fax:

+49 821 5586-3110

Externer Partner

Staatliches Bauamt Augsburg

Kathrin Fändrich

Baudirektorin

Bereichsleitung Hochbau

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Concular UG (haftungsbeschränkt)

Plattform für zirkuläres Bauen Stuttgart / Berlin

Geschäftsführer: Dominik Campanella und Julius Schäufele

Kontaktperson: Annabelle von Reutern

Homepage (extern)

restado

Marktplatz für zirkuläre Baustoffe

Homepage (extern)

Concular

Plattform für zirkuläres Bauen

Homepage (extern)

Kontakt

 

HSA_transfer

Experten für eine nachhaltige Entwicklung Augsburgs

HSA_transfer

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