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Mehr als ein Transferschaufenster (an) der Hochschule Augsburg

 
Ein Ort zum Austauschen und Mitwirken - das Transferschaufenster der Hochschule Augsburg: Haunstetter Straße 27.
Ein Ort zum Austauschen und Mitwirken - das Transferschaufenster der Hochschule Augsburg: Haunstetter Straße 27.
25.05.2020
Augsburg

Die Hochschule Augsburg ist bekannt dafür, Ergebnisse und Innovationen zu zeigen. Zu den Klassikern zählen der Forschungsbericht gP Forschung und die Präsentationen zum Semesterabschluss an den Fakultäten. Nun gibt es auch ein Transferschaufenster (aktuell vorläufiger Name). Dieses wird begleitet von HSA_transfer, einem Projekt der Hochschule Augsburg im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative Innovative Hochschule, um den Dialog, den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Gesellschaft zu fördern.

 

So viel vorab: Der Name für das Transferschaufenster ist noch geheim. Aktuell wird ein Nutzungskonzept erabeitet, das auch die Namensfindung beinhaltet.

Erste News: Warum das Transferschaufenster (an) der Hochschule Augsburg kein klassisches Schaufenster ist, wie Interessierte mitmachen und zum Erfolg der Transferaktivitäten zwischen Hochschule und Gesellschaft beitragen können, darüber sprachen Prof. Michael Stoll, Fakultät für Gestaltung und im Projekt HSA_transfer Mentor Transferschaufenster, Kerstin Martina Kornacker, Referentin Transferschaufenster und Jessica Hövelborn, Referentin für Kommunikation im Projekt HSA_transfer.

Was ist das Besondere des Transferschaufensters?

 

Kommunikation: Hochschulen haben drei Missionen – Lehre, Forschung und Transfer. Was wird im Transferschaufenster ausgestellt und zu sehen sein?

Prof. Michael Stoll: Das Transferschaufenster ist kein klassisches Schaufenster zum vorbeiflanieren. Sondern es wird vor allem ein Ort für Austausch und Mitwirkung sein. Es wird auch etwas zu sehen geben, wie in einem Schaufenster, zum Beispiel Ausstellungen. Im Kern geht es darum: Relevante Themen aufzugreifen und im Dialog und in Kooperation zwischen unserer Hochschule und der öffentlichen Gesellschaft zu diskutieren. Im Transferschaufenster wollen wir gemeinsam Lösungen für Zukunftsthemen entwickeln und diese auch präsentieren.

Kommunikation: Der Austausch mit der Gesellschaft ist ein zentraler Aspekt des neuen Transferverständnisses der Hochschule Augsburg. Zudem stärkt die Hochschule Augsburg aktuell im Projekt HSA_transfer im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative Innovative Hochschule ihre gesellschaftlichen Transferaktivitäten. Welchen Beitrag will das Transferschaufenster dazu leisten?

Prof. Michael Stoll: Die Idee ist, Partizipationsräume zu schaffen. An einem Ort auf unserem Campus permanent, virtuell im Internet und thematisch bezogen an wechselnden Orten. Hierzu werden zukünftig ganz unterschiedliche Formate angeboten, um den Dialog und auch die Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft und der Hochschule Augsburg zu stärken und zu vertiefen.

Kommunikation: Wer wird im Transferschaufenster künftig mitwirken? 

Prof. Michael Stoll: Das Transferschaufenster ist der Ort, an dem sich die Mitglieder der Hochschulfamilie – also die Professorinnen und Professoren, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Studierenden – und die Partner aus der Gesellschaft und der Wirtschaft treffen. Unsere Partner bringen sich insbesondere mit ihren Fachexpertisen aus den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur, Sport, Nachhaltigkeit und Technik, ebenso aus dem Ehrenamt, aus der Politik und aus Firmen ein. Wir laden sie in das Transferschaufenster ein, um gemeinsam innovative Lösungen für wichtige Zukunftsfragen zu entwickeln. Auch das ist ganz im Sinne des neuen Transferverständnisses der Hochschule Augsburg. Wir wollen über das Transferschaufenster möglichst viele neue Partner für unser Hochschulnetzwerk gewinnen.

Kommunikation: Wie soll der Dialog und der Austausch und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Gesellschaft im Transferschaufenster gestaltet werden?

Prof. Michael Stoll: Im Transferschaufenster gibt es hierzu viele Möglichkeiten. Wir bieten folgende Szenarien an: Es wird ein Arbeitsraumszenario geben, in dem interne und externe Partner insbesondere mit Studierenden Raum zum Arbeiten und sich austauschen finden und zugleich auch Meilensteine und Projektergebnisse dort präsentieren. Zugleich kann es auch eine thematisch anders bespielte Poster- und Ausstellungsfläche im Raum geben, die besichtigt werden kann. Und insbesondere wird es auch eine Nutzung für Veranstaltungen geben. Wir werden Workshops, Symposien, Vorträge und viele weitere innovative Formate anbieten. Auch hier darf selbstverständlich immer auch besichtigt und bestaunt werden.

Kerstin Martina Kornacker: Damit wir möglichst viel im Transferschaufenster zeigen können, wollen wir die Öffentlichkeit einladen, aktiv mitzumachen. Auch werden Kooperationspartner aus dem Projekt HSA_transfer, wie zum Beispiel die Experten für eine nachhaltige Entwicklung Augsburgs, im Transferschaufenster zu Gast sein. Das Transferschaufenster wird auch den Austausch zwischen Studierenden und den ehemaligen Studierenden, also den Alumni der Hochschule, die nun gefragte Persönlichkeiten (gP) in Wirtschaft und Gesellschaft sind, verstärkt fördern. Das wird ja aktuell im HSA_transfer-Schwerpunkt Alumni Wissen begleitetet. Im Transferschaufenster sollen aus Ideen gemeinsam Innovationen für Augsburg und die Region Bayerisch-Schwaben entwickelt werden. Im besten Falle Social Impact.

Kommunikation: Das Transferschaufenster ergänzt die im Projekt HSA_transfer konzipierten neuen Veranstaltungsformate HSA_transfer | TalkHSA_transfer | Forum und HSA_transfer | Themenschau.

Prof. Michael Stoll: Diese Aufzählung zeigt, dass im Projekt HSA_transfer bereits passgenaue Dialogformate entwickelt und angeboten werden. Jedes Format trägt dazu bei, den gesellschaftlichen Transfer der Hochschule Augsburg zu intensivieren und zu verstetigen.

Kommunikation: Welches Ziel soll mit dem neuen Format Transferschaufenster verfolgt werden?

Prof. Michael Stoll: Das Transferschaufenster versteht sich als Dialog-Plattform für den Wissens- und Wissenschaftstransfer zwischen der Hochschule Augsburg mit den Bereichen Studium und Lehre sowie Forschung und Entwicklung auf der einen Seite sowie Wirtschaft und Gesellschaft auf der anderen.

Kerstin Martina Kornacker: Transfer heißt von der Wortbedeutung her etwas hinüber-tragen und auch sich austauschen. Im Transferschaufenster wird genau auf diesen Moment des gemeinsamen Austauschs der Fokus gelegt. Somit wird es zum Mitmach-Raum, zu einem Raum, der neugierig macht, der einlädt Expertisen und Wissen von außen und innen, also von der Gesellschaft und der Hochschule zusammenzubringen.

Kommunikation: Zur räumlichen Verortung des Transferschaufensters. Wo eröffnet das permanente und wo finden die wechselnden Transferschaufenster statt? Und was ist im virtuellen Transferschaufenster geplant?

Kerstin Martina Kornacker: Die ersten wechselnden Transferschaufenster haben bereits 2019 stattgefunden und Themen aus dem Städtebau in den Fokus gerückt. Die Ergebnisse wurden vor Ort ausgestellt und im Dialog mit der Öffentlichkeit diskutiert. Zu Gast waren diese Transferschaufenster im Architekturmuseum Schwaben mit Angehängt / Abgehängt? und in der Sonderausstellung Augsburg 2040 im tim | Textil- und Industriemuseum Augsburg mit der Vertikalen Fuggerei. Das Transferschaufenster wird auch künftig, wenn es nach Corona wieder möglich ist, auf Reisen gehen.
Das permanente Transferschaufenster befindet sich an der Hochschule Augsburg auf dem Campus am Brunnenlech. Die Adresse lautet: Haunstetter Straße 27 in Augsburg. Es liegt ganz verkehrsgünstig am Bahnhof Haunstetter Straße. Mit den Planungen für ein virtuelles Transferschaufenster haben wir begonnen.

Kommunikation: Frau Kornacker, Sie werden als Referentin im Projekt HSA_transfer das Transferschaufenster künftig managen. Wie liefen die bisherigen Vorbereitungen?

Kerstin Martina Kornacker: Wir haben die Vorbereitungen für das permanente Transferschaufenster an der Haunstetter Straße nun soweit abgeschlossen. Das heißt, das Transferschaufenster wird in Kürze ausgestattet mit mobilem Mobiliar wie multifunktionalen Hockern und Arbeitstischen und bietet so ein flexibles Setup für eine große Bandbreite an Formaten. Die technische Ausstattung mit digitalem Flipchart, Monitor, Beamer, Leinwand und analogen Arbeitsmaterialien wird insbesondere auch das virtuelle Transferschaufenster mit weiteren innovativen Dialogformaten ermöglichen, um auch Partner, die nicht vor Ort sein können, einzubinden. Ebenso ist geplant, Aktivitäten künftig auch parallel virtuell aufzubereiten und zu dokumentieren, so dass diese auch während der Veranstaltung z.B. im Live-Stream sowie im Nachgang dauerhaft virtuell verfügbar sind.

Kommunikation: Kann das Transferschaufenster in der aktuellen Situation denn nun öffnen?

Kerstin Martina Kornacker: Wir planen eine Eröffnung für dieses Jahr und arbeiten mit Hochdruck an einer realen Eröffnungsfeier. Sollte das bedingt durch die aktuelle Situation nicht möglich sein, verschieben wir die Eröffnung einfach ins Virtuelle und ermöglichen so allen Interessierten einen virtuellen Besuch vom Laptop aus. Wir laden dazu noch gesondert ein. Im Veranstaltungskalender von HSA_transfer wird der Termin ebenso angekündigt.

Kommunikation: Das Projekt HSA_transfer wird bis Ende 2022 die gesellschaftlichen Transferaktivitäten der Hochschule Augsburg begleiten. Was steht auf der Agenda des Transferschaufensters?

Kerstin Martina Kornacker: Aufgrund der aktuellen Situation können wir noch keine konkreten Termine nennen. In Vorbereitung ist bereits Folgendes: Zum einen wird das Transferschaufenster den Austausch zwischen Studierenden und den Alumni der Hochschule, die nun gefragte Persönlichkeiten (gP) in Wirtschaft und Gesellschaft sind, verstärkt fördern. Im Projekt HSA_transfer werden im Schwerpunkt Alumni Wissen hierzu bereits Transferaktivitäten konzipiert und durchgeführt. Künftig finden diese dann öfters im Transferschaufenster statt. Konkret werden dies die gP JobTalks in Kooperation mit gP Primus, der Fakultät für Wirtschaft und weiterer Fakultäten sein, ein gP Dialog mit dem Geschäftsführer der Sortimo GmbH und auch Veranstaltungen aus dem Mentoring-Programm der Hochschule Augsburg.
Ebenso werden auch Veranstaltungen in Kooperation mit allen Fakultäten der Hochschule Augsburg das Transferschaufenster mit Leben füllen. Den Beginn macht die Fakultät für Gestaltung mit Prof. Michael Stoll. Geplant sind die Seminarpräsentationen von Studierenden im Rahmen der Ausstellung „data.visualisation.explanation“, eine Ausstellung von Prof. John Grimwade zum Thema „Visual Explanation – Using the principles – then and now“ sowie eine Ausstellung zum Informationsdesign von Fernando Baptista.
Alle Termine werden im Veranstaltungskalender von HSA_transfer bekannt gegeben.

Kommunikation: Wie lauten Ihre Einladungen denn bereits heute an Interessierte, die Sie für das Transferschaufenster gewinnen wollen?

Prof. Michael Stoll: Wir freuen uns auf alle, deren kreatives Interesse wir wecken können. Alle, die das Transferschaufenster mit ihren Ideen füllen wollen, sind herzlich eingeladen. Langjährige und neue Partner aus Augsburg und der Region sowie auch meine Kolleginnen und Kollegen aus den Fakultäten der Hochschule Augsburg möchte ich einladen – wir freuen uns über vielseitige und interdisziplinäre Aktivitäten!

Kerstin Martina Kornacker: Wir freuen uns auf Ihre innovativen Lösungsansätze für wichtige gesellschaftliche Zukunftsfragen. Wir beraten Sie gerne bei der Planung und Umsetzung im Transferschaufenster. Kontaktieren Sie uns gerne unter [Bitte aktivieren Sie Javascript].

Kommunikation: Vielen Dank für das Gespräch.

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