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Digital wie analog!?

Studierende der Sozialen Arbeit optimieren ein Chatprogramm für digitale Beratungs- und Kommunikationsdienstleistungen

 
HSA_transfer Service Learning Soziale Arbeit
Chatten in der Sozialen Arbeit muss viele Funktionen erfüllen. © Colourbox
Chatten in der Sozialen Arbeit muss viele Funktionen erfüllen. © Colourbox
15.03.2021

Studiengang

Soziale Arbeit (Bachelor of Arts)

Projektbeschreibung

Beratungen erfolgen im Umfeld der Sozialen Arbeit im persönlichen Gespräch oder telefonisch, während digitale und virtuelle Kommunikationssettings noch nicht zum Standard zählen. Zudem gibt es viele Softwareprogramme, die oft noch nicht ausreichend auf die Wünsche und Anforderungen ihrer Anwender:innen abgestimmt sind. Hier wollen Studierende im Studiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Augsburg Abhilfe schaffen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Stummbaum und in enger Zusammenarbeit mit dem AWO-Zentrum für Aidsarbeit Schwaben, der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg (KJF) und der Makandra GmbH Augsburg prüfen und evaluieren Studierende des vierten und des sechsten Studiensemesters im Rahmen eines Anwendungstests die Funktionalitäten einer für die Soziale Arbeit entwickelten Chatsoftware. Im Mittelpunkt steht dabei die Fragestellung, wie analoge Qualitätskriterien in digitale Beratungs- und Kommunikationsangebote der Sozialen Arbeit überführt werden können.

Begleitet wird das Projekt von HSA_transfer – der Agentur für kooperative Hochschulprojekte der Hochschule Augsburg im Rahmen der Bund-Länder-Initiative Innovative Hochschule.

Aus der Projektarbeit

 

Die Beratungssoftware

 
Screenshot von der Beratungssoftware makandra

Aufgabenstellung

 

Corona bedingt können Sozialberatungen aktuell nicht mehr im persönlichen Gespräch durchgeführt werden. Neben telefonischen Gesprächsangeboten werden sukzessive digitale und virtuelle Anwendungen eingesetzt. Doch in der Praxis führen Sozialpädagog:innen vielfach mangels professioneller Digitalangebote Beratungen über ihre privaten Chats durch und können dabei Anforderungen, wie u.a. den Datenschutz, oft nicht ausreichend einhalten.

Die Aufgabenstellung lautet: Zu entwickeln sind ein Testschema und ein Testbericht zu einer Chatsoftware für die Soziale Arbeit.

Das Transferprojekt „Digital wie analog!?” findet in Kooperation mit der Makandra GmbH Augsburg, dem AWO-Zentrum für Aidsarbeit Schwaben und der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg statt.

Makandra stellt die Chatsoftware und den Chatbetrieb für den Anwendungstest zur Verfügung. Mit ihren wertvollen Erfahrungswerten aus der Beratungspraxis sowie ihrer Fachexpertise u.a. zu gesetzlichen Regelungen – Sozialgesetzbuch oder DSGVO – bringen sich das AWO-Zentrum für Aidsarbeit Schwaben und die Katholische Jugendfürsorge ein.

Das AWO-Zentrum für Aidsarbeit Schwaben organisiert die Test-Klient:innen. Studierende des vierten und sechsten Studiensemesters übernehmen via Chat die Kommunikation und Beratung mit den ausgewählten Klient:innen.

Die Projektphasen

 

Auf Basis der Lehr- und Lernmethode Service Learning erwerben die Studierenden im Rahmen des studentischen Praxisprojekts zunächst methodische Kenntnisse, die sie dann in Kooperation mit den Projektpartnern vor Ort umsetzen.

Phase 1: Studierende erwerben methodische Kenntnisse

Im Rahmen des Service-Learning-Projekts erwerben die Studierenden der Sozialen Arbeit methodische Digital- und Handlungskompetenzen.

Phase 2: Anwendung und Umsetzung

Aufgeteilt in zwei Gruppen erfolgt im Transferprojekt „Digital wie analog!?” der praktische Teil:

Die Studierenden des vierten Studiensemesters – unter der Leitung von Jutta Harrer-Amersdorffer und Prof. Dr. Martin Stummbaum – nehmen am Anwendungstest aus einer Professionalisierungsperspektive analoger Beratung und Kommunikation teil und können veränderte Rollenanforderungen digitaler Sozialer Arbeit reflektieren. Weiter können sie Qualitätskritierien aus der Differenzierung von analog und digital in eine integrative Qualitätsperspektive überführen und Fehlerquellen digitaler Transformationsprojekte identifizieren.

Die Studierenden des sechsten Studiensemesters – unter der Leitung von Dr. phil Julia Sonnberger und Prof. Dr. Martin Stummbaum – werden am Anwendungstest aus einer Professionalisierungsperspektive digitaler Beratung und Kommunikation teilnehmen und können damit Lehrinhalte zur Digitalisierung praxiskompetenzorientiert auf die Testkonfiguration anwenden.

Transfer wirkt

 

Das Transferprojekt „Digital wie analog!?” vereint zentrale Aspekte des Transferverständnisses der Hochschule Augsburg: Akteure tragen mit ihren unterschiedlichen Fach- und Praxisexpertisen zur Lösung eines zentralen Zukunftsthemas bei. Alle Projekt-Beteiligten engagieren sich mit ihren Kompetenzen, Expertisen, Erfahrungen und Möglichkeiten für den Aspekt der digitalen Beratung in der Sozialen Arbeit.

Mit dem Anwendungstest eines Chatprogramms an ganz konkreten Praxisbeispielen und Fragestellungen aus der Beratungspraxis des AWO-Zentrums für Aidsarbeit Schwaben und der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg trägt dieses Service-Learning-Projekt ganz im Sinne des Transferverständnisses der Hochschule Augsburg dazu bei, einen gesellschaftlichen Mehrwert zu generieren: Durch Bündelung fachlicher Expertisen aus Hochschule und Gesellschaft wird in diesem Transferprojekt ein Kriterienkatalog bzw. eine Leistungsbeschreibung für Chatprogramme zur digitalen Beratung in der Sozialen Arbeit entwickelt. Dies bildet die Basis zur Weiterentwicklung von Softwareprogrammen für soziale Einrichtungen. Zugleich stehen die im Rahmen dieses studentischen Praxisprojekts gesammelten Erfahrungen und erzielten Ergebnisse den beteiligten Kooperationspartnern zur Verfügung.

Das Projekt „Digital wie analog!?” wird begleitet von HSA_transfer – der Agentur für kooperative Hochschulprojekte der Hochschule Augsburg im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative Innovative Hochschule. Dadurch hat die Hochschule Augsburg die Chance erhalten, im gemeinsamen Austausch mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft ihre Transferaktivitäten weiter auszugestalten und ihr Transferprofil zu stärken.

Weitere Informationen:

Partner

 

Externer Partner

AWO-Zentrum für Aidsarbeit Schwaben (ZAS)

Theresa Wätzel, Psychologin (M.Sc., Univ.)

Prävention, Beratung, Begleitung

Homepage (extern)

AWO-Zentrum für Aidsarbeit Schwaben (ZAS)

Sarah Ottilinger, Sozialpädagogin (B.A.)

Prävention, Beratung, Begleitung

Homepage (extern)

Makandra GmbH Augsburg

Fabian Rimpel

Homepage (extern)

Katholische Jugendfürsorge Augsburg (KJF)

Heinrich Riegel

Homepage (extern)

Universität Vechta

Werkstatt „Digitalisierung in inklusiven Settings”

Homepage (extern)

Kontakt

 

HSA_transfer

Regionales Service Learning