Seitenpfad:

Forscherinnen-Camp mit der Hochschule Augsburg und der VARTA AG Group sorgt für Einblick in die technische Berufswelt

 
Teilnehmerinnen am Forscherinnen-Camp am Hochschulzentrum Donau-Ries in Nördlingen im August 2021.
13.08.2021
Nördlingen

Junge Frauen für MINT begeistern und Berufsorientierung ermöglichen ist heutzutage unerlässlich. Eine Gelegenheit dazu bot das Forscherinnen-Camp mit der Hochschule Augsburg und der VARTA AG Group vom 9. bis 13. August, das in Präsenz stattfinden konnte. Die Teilnehmerinnen bauten einen LED-beleuchteten Schlüsselanhänger und bekamen eine Einführung in die Robotik im Hochschulzentrum Donau-Ries. Das Camp der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0 wird gefördert von den bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbänden bayme vbm und dem bayerischen Wirtschaftsministerium.

 

Die verschiedenen Camps von Technik – Zukunft in Bayern 4.0 im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. stehen ganz unter dem Motto „Technische Berufsorientierung hautnah erleben“. Schülerinnen zwischen 15 und 18 Jahren aus ganz Bayern konnten beim Forscherinnen-Camp mit der Hochschule Augsburg und der VARTA AG Group in die Welt der technischen Berufe eintauchen und mit der Arbeit an Werkstücken praktische Erfahrungen sammeln. So bauten sie an vier Praxistagen z.B. einen LED-beleuchteten Schlüsselanhänger, bekamen eine Einführung in die Robotik und besuchten die Roboterfahrschule am Technologietransferzentrum für flexible Automation Nördlingen.

Zudem hatten sie die Möglichkeit, einen Einblick in den Berufsalltag einer Ingenieurin zu bekommen sowie die Studiengänge Elektrotechnik und Maschinenbau besser kennenzulernen. Das Forscherinnen–Camp endete in einer kleinen Abschlussveranstaltung mit Vertreter*innen des Verbands. Wie wichtig die Camps auch für die teilnehmenden Unternehmen sind, bestätigt der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände, Bertram Brossardt: „Damit unsere bayerischen Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in den Bereichen Technik und IT. Wir möchten junge Frauen für diese Berufe begeistern und so wertvolles Potenzial ausschöpfen.“ Das Camp richtete sich gezielt an Schülerinnen, denn noch immer ist der Frauenanteil in der Metall- und Elektro-Industrie gering, nur eine von vier Stellen ist mit einer Frau besetzt.

20 Jahre Vernetzung von Nachwuchskräften und Wirtschaft

Prof. Dr. Florian Kerber, wissenschaftlicher Leiter des Technologietransferzentrums Nördlingen, ist begeistert vom Projekt: „Wir sind stolz die Initiative als Kooperationspartner zu unterstützen und so interessierten Schülerinnen den möglichen Weg in die technische und digitale Berufswelt aufzuzeigen. Als Bildungseinrichtung wissen wir gut, wie wichtig qualifizierter Nachwuchs ist. Mit den Forscherinnen-Camps wird der Grundstock für eine Zukunft mit mehr Arbeitnehmerinnen in der Metall- und Elektrobranche gelegt.”

Förderung der Nachwuchskräfte im MINT-Bereich

Fachkräfte für die Zukunft sichern, das ist das Ziel der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern 4.0. Für eine Karriere von Frauen in den bayerischen Metall- und Elektro-Unternehmen sprechen laut Brossardt „vielfältige Tätigkeiten, sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowie sehr gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Forscherinnen-Camp erfahren die Mädchen all das aus erster Hand.“ Aber auch die soziale und pädagogische Komponente kommt dabei nicht zu kurz: „Gemeinsam mit den Kooperationspartnern haben wir ein in sich stimmiges Programm erarbeitet und können den Mädchen einen guten Einblick in die Arbeitswelt von Ingenieurinnen ermöglichen”, berichtet Projektleiterin Christine Dees von Technik – Zukunft in Bayern 4.0 im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. „So können die Teilnehmerinnen trotz der Pandemie die Faszination technischer und naturwissenschaftlicher Berufe erleben.“ Die Teilnehmerinnen sind durchweg begeistert von den technischen Camps mit praktischen Bestandteilen. „Mir war nicht bewusst, dass der Bereich der Ingenieur:innen so breit gefächert ist und es z.B. auch Wirtschaftsingenieur:innen gibt, die nicht direkt mit Maschinen arbeiten. Das Camp hat mir die unterschiedlichen Möglichkeiten der Ausbildung verdeutlicht“, erzählt Maxi nach dem Camp.

 
Eva Enslin (Varta AG Group) zeigt den Teilnehmerinnen Ronja, Lena und Luzia ein spannendes Experiment. © Viktoria Kotzschmar
Eva Enslin (Varta AG Group) zeigt den Teilnehmerinnen Ronja, Lena und Luzia ein spannendes Experiment. © Viktoria Kotzschmar
 
Franz Thanner (Hochschule Augsburg) erklärt der Teilnehmerin Lena die Bauanleitung für einen LED-Beleuchteten Schlüsselanhänger. © Jacqueline Klemm
Franz Thanner (Hochschule Augsburg) erklärt der Teilnehmerin Lena die Bauanleitung für einen LED-Beleuchteten Schlüsselanhänger. © Jacqueline Klemm

Teilnehmerinnen am Forscherinnen-Camp 2021.
 
Philip Mosler (Hochschule Augsburg) erklärt den Teilnehmerinnen Annunciata und Lena die Funktionen des 3D-Druckers © Jacqueline Klemm
Philip Mosler (Hochschule Augsburg) erklärt den Teilnehmerinnen Annunciata und Lena die Funktionen des 3D-Druckers. © Jacqueline Klemm
 

Über Technik – Zukunft in Bayern 4.0

21 Jahre Technik – Zukunft in Bayern 4.0: Seit dem Jahr 2000 verfolgt die Bildungsinitiative das Ziel, Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern. In 16 Projekten – vom Kindergarten und Schulalter bis zum Übergang in Ausbildung oder Studium – soll das Interesse der Teilnehmer:innen für technische, naturwissenschaftliche und digitale Zusammenhänge geweckt werden. Möglich machen das die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm (Hauptförderer) und ‚Wirtschaft im Dialog‘ im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. (Träger). Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie fördert ebenfalls die
Initiative.

Weitere Informationen: www.tezba.de.

Über das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. wurde 1969 von den Bayerischen Arbeitgeberverbänden gegründet und ist gemäß seiner Satzung im gesellschaftspolitischen Auftrag tätig. Die gemeinnützige Organisation ist heute eines der größten Bildungsunternehmen in Deutschland. Unter dem Dach des bbw e. V. sind 17 Bildungs-, Integrations- und Beratungsorganisationen mit rund 10.500 Mitarbeiter:innen tätig – vor allem in Bayern, aber auch bundesweit sowie international in 25 Ländern auf vier Kontinenten. Das bbw bietet sowohl frühkindliche Betreuung, Aus- und Weiterbildung für öffentliche Auftraggeber:innen und Unternehmen als auch ein Studium an der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft. Zum Portfolio gehören zudem Dienstleistungen wie Zeitarbeit und eine Transfergesellschaft.