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Isabelle Svojanovsky, Bachelor Umwelt- und Verfahrenstechnik

Praxissemester bei der Fundación Manos Verdes: ¡Hola! ¿Qué tal?

 
Bariloche.
25.09.2018
Corrientes, Argentinien

Nach einer sehr langen Anreise (ca. 29 Stunden) ans andere Ende der Welt bin ich endlich in der Stadt Corrientes angekommen. Die Stadt ist ungefähr so groß wie Augsburg und liegt am Rio Paraná im Nordosten Argentiniens. Dementsprechend ist der Ortskern hier nicht der Rathausplatz, sondern eher die Küste, an der man sich in der Freizeit trifft und natürlich Mate trinkt.

 

In Argentinien absolviere ich mein Praxissemester bei der Fundación Manos Verdes. Diese arbeitet zusammen mit dem Ministerium für Planung und Koordination der Provinz Corrientes daran, ein integriertes Abfallwirtschaftskonzept für die ganze Provinz mit 72 Gemeinden zu erstellen. Aktuell gibt es nahezu kein Müllsystem und der Müll landet größtenteils in der Landschaft. Dort beginnt er dann aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung zu brennen oder wird vom Wind in den Fluss und damit auch ins Meer getragen. Plastikflaschen und Kartonagen werden teilweise sortiert und wiederverwertet, aber für Bio-, Restmüll und Bauschutt lautet die Devise: Ab in die Landschaft! Wir müssen endlich anfangen unseren Müll drastisch zu reduzieren, vor allem die Unmengen Plastik! Um diese Mengen in Zukunft zu verringern, gibt die Fundación Manos Verdes Workshops in Schulen, um das Umweltbewusstsein zu stärken. Diese Woche haben wir mit den Schülern einer Schule von Corrientes einen Kompost auf dem Pausenhof aufgestellt.

Um meiner Arbeit hier zu folgen könnt ihr uns auf Instagram oder Facebook folgen:

manosverdes_arg / Fundación Manos Verdes / Manos Verdes Deutschland e. V.

 
Müll in der Landschaft in Argentinien.
 

Letzte Woche habe ich durch meine Arbeit bei der Stiftung Buenos Aires besucht, da wir dort auf einigen Veranstaltungen eingeladen waren. Buenos Aires ist eine sehr große, wunderschöne Stadt mit vielen beeindruckenden alten Gebäuden. Aktuell ist die Stadt in einer etwas unruhigen Lage, da viele Personen aufgrund der schlechten Wirtschaftslage stark gegen die aktuelle Regierung demonstrieren. Ausgerissene Straßenlaternen sind da kein seltener Anblick nach einer großen Demo…

Am Wochenende waren wir im deutlich weiter im Süden liegenden Bariloche beim Skifahren. Die Aussicht vom Berg auf den darunter liegenden See war einfach unglaublich. Meine überraschendste Erfahrung habe ich hier gemacht, als das Taxi an einem Zebrastreifen gehalten hat. Dies ist normal eher unüblich in Argentinien.

Hier ist übrigens gerade Anfang Frühling, was bei den Temperaturen manchmal schwer zu glauben ist. Zu Beginn meines Aufenthalts lagen die Temperaturen in Corrientes bei angenehmen 25 Grad, dann mal eine Woche bei 6 Grad und heute hat es hier 30 Grad. Ich muss zugeben, dass ich wirklich etwas Angst vor dem Sommer habe…In Buenos Aires ist es nochmal gute 10 Grad kälter als hier und in Bariloche ist sowieso noch Winter. Echt beeindruckend, wie viele Klimazonen hier vertreten sind.

 
Landkarte von Argentinien.
Müll trennen.
 

Im Allgemeinen gefällt es mir unglaublich gut in Argentinien. Die Landschaft ist unbeschreiblich schön, die Menschen sind sehr entspannt, freundlich und immer für ein Pläuschchen zu haben. Dennoch ist es irgendwie ganz anders wie Deutschland, viele streunende Hunde und Pferde auf den unebenen Straßen, sehr interessanter Autoverkehr (Zebrastreifen ist nur Deko), viel mehr Müll (v. a. Plastikmüll) und teilweise heruntergekommen Häuser, selbst die staatlichen Gebäude.

Ich freue mich auf jede neue Erfahrung und vor allem, dass ich noch viel Zeit habe um noch so vieles zu erkunden.

Liebe Grüße an das wunderschöne Augschburg!
Eure Isabelle

 
Mono Caraya.
Mate.

Kontakt

 

Du interessierst dich auch für einen Auslandsaufenthalt in Argentinien und hast Fragen zu den Möglichkeiten dort? Dann wende dich gerne an Isabelle Svojanovsky.

 
Río Parana.
 
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