Die Delegation der EU-Kommission zu Gast an der Hochschule Augsburg: Prof. Dr. Manfred Uhl (Hochschule Augsburg), Barbara Fabian (DIHK), Jan Varchola (EU-Kommission), Dr. Julia Sonnberger (Hochschule Augsburg), Joao Santos (EU-Kommission), Manuela Geleng (EU-Kommission), Oliver Heckemann (IHK Schwaben) (v.l.n.r.)
17.09.2018

Gäste aus Brüssel an der Hochschule Augsburg: Eine Delegation der EU-Kommission besuchte vergangene Woche Bayerisch-Schwaben als vorbildliche Region der beruflichen Bildung. Auf dem Plan stand auch ein Gespräch an der Hochschule Augsburg: Dort informierte sich die Delegation über das duale Studium.

 

Die EU-Kommission beschäftigt sich derzeit intensiv mit der besseren Vernetzung von Berufsausbildung und Hochschulstudium sowie von Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Während in einigen EU-Mitgliedstaaten eine Vernetzung noch schwerfällt, setzen die Niederlande und Deutschland schon heute auf so genannte duale Modelle als Verbindung von Theorie und Praxis. Eine vierköpfige Delegation der EU-Kommission und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags besuchte daher in der vergangenen Woche die Region Bayerisch-Schwaben, um sich einen Eindruck von der Berufsausbildung in Deutschland zu verschaffen. Im Rahmen ihres Aufenthalts besuchte die Delegation neben der Hochschule Augsburg auch das IHK-Prüfungszentrum, die IHK-Akademie (Bildungszentrum Augsburg-West) und die Neusäßer Berufsschule, sowie KUKA in Augsburg und Borscheid und Wenig in Diedorf als ausbildende Betriebe.

An der Hochschule Augsburg erläuterten Prof. Dr. Manfred Uhl, Vizepräsident für Studium und Kommunikation, und Dr. Julia Sonnberger, Referentin für Studiengänge und Qualitätsmanagement, den Gästen das duale Studium sowie die intensiven Verbindungen zu Akteuren in der Region. Vor allem im dualen Verbundstudium zeige sich heute schon eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Kammern und Hochschule. Die Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft werde aber auch kontinuierlich in Praxisprojekten, in der angewandten Forschung und in der Tätigkeit von Lehrbeauftragten gelebt. Durch Absolventenbefragungen erhalte die Hochschule zudem wichtige Informationen über die Employability der Studiengänge.

Im Gespräch mit Prof. Dr. Manfred Uhl und Dr. Julia Sonnberger zeigten sich die Gäste aus Brüssel überaus interessiert und betrachteten die Beziehungen zwischen Hochschule und Wirtschaft als sehr wertvoll. Die Erkenntnisse aus Augsburg sollen nun helfen, sogenannte „Centers on excellence in vocational training“ für die ganze EU aufzubauen. Auch an „Innovation Hubs“ sei gedacht – vielleicht steckt in den künftigen Programmen der EU dann auch ein kleines Stück Augsburg.