Seitenpfad:

Fotoausstellung: Hochschul-Graffiti am Campus Prinz Karl

Fotografien von Dominik von der Gönna

 
23.11.2018 – 31.01.2019
Foyer Grob Aircraft Auditorium

Im Sommer 2018 haben Künstlerinnen und Künstler des Vereins „Die Bunten“ an der Außenmauer der ehemaligen JVA Augsburg im Hochfeld – dem zukünftigen Campus Prinz Karl – ein Hochschul-Graffiti angebracht. Das Graffiti entstand in Kooperation mit dem Popkulturbüro der Stadt Augsburg und zeigt Zukunftsthemen der Hochschule Augsburg in Forschung und Lehre: autonomes Fahren, Architektur und Stadtentwicklung, globaler Warenfluss und Logistik, IT-Sicherheit und Daten-Forensik sowie Mensch-Maschine-Interaktion. Dominik von der Gönna hat die Entstehung des Graffitis fotografisch begleitet. Seine Fotografien können vom 23. November 2018 bis zum 31. Januar 2019 im Gebäude B der Hochschule Augsburg besichtigt werden.

Fotoausstellung: JVA-Graffiti

Über den Künstler

 

Dominik von der Gönna, 1974 in Augsburg geboren, entdeckte die Begeisterung für die Fotografie im Alter von 15 Jahren. Mit der Minolta X700 war er während der Jugend und später auch in der Studienzeit vorwiegend in der Natur unterwegs. Landschaften, vor allem Berge und Bäume, gehörten zu den häufigsten Motiven. Bestechende Felsformationen auf der Insel La Digue auf den Seychellen oder die Endlosigkeit der Steppe in Kenia sind Aufnahmen aus dieser Zeit. Später kamen Auftragsarbeiten hinzu, darunter Porträts, Schwangerschafts- und Familienaufnahmen.

Im Frühjahr 2018 war Dominik von der Gönna auf Daniel Tröster vom Augsburger Verein „Die Bunten – Verein zur Förderung der Graffitikultur“ zugegangen. Er hatte den Wunsch, Sprayer und Sprayerinnen zu porträtieren. Die passende Gelegenheit dazu sollte sich im Sommer ergeben: Gemeinsam mit dem Popkulturbüro der Stadt Augsburg und den „Bunten“ hatte die Hochschule Augsburg regionale Künstler und Künstlerinnen dazu aufgerufen, ein Graffiti für die Außenmauer der ehemaligen JVA im Hochfeld – dem zukünftigen Campus Prinz Karl – zu entwerfen und umzusetzen.

Dominik von der Gönna hat die Arbeit der Künstler und Künstlerinnen fotografisch begleitet. Dabei reizte ihn an dem Projekt vor allem die Dynamik: „Landschaft ist unbewegt und statisch. Bei den Sprayern herrscht permanente Veränderung, ständig werden neue Details sichtbar, der Blickwinkel verändert sich. Das ist ein unerschöpf-liches Fass an Machbarem – und das an einem Nachmittag. Zu sehen, wie sich ein Graffiti entwickelt, von der Skizze und den ersten Außenformen bis hin zur Farbigkeit, das ist genial.“

Der studierte Informationswissenschaftler ist als Eventmanager bei der annaEVENT GmbH, als Model und als Betreiber eines kleinen Reisebüros tätig. Das Fotografieren hat er sich weitgehend selbst beigebracht – abgesehen von einigen Workshops und Praktika, die er absolviert hat, ist er Autodidakt. Derzeit konzentriert sich von der Gönna auf Porträts und die Sportfotografie, insbesondere Aufnahmen von Wakeboardern.

 
JVA-Graffiti. Foto: Dominik von der Gönna
JVA-Graffiti. Foto: Dominik von der Gönna

Über das Graffiti-Projekt

 

Die Justizvollzugsanstalt an der Hochfeldstraße im Prinz-Karl-Viertel bestand zwischen 1945 und 2015. Im Dezember 2016 übertrug der Freistaat Bayern das rund 3.400 Quadratmeter große Areal an die Hochschule Augsburg. In den kommenden Jahren soll dort als Ergänzung zum Campus am Roten Tor und zum Campus am Brunnenlech der dritte Campus der Hochschule, der Campus Prinz Karl, entstehen – eine ausgezeichnete Möglichkeit für die Hochschule Augsburg mit ihren stark wachsenden Studierendenzahlen, ihre Raumnot zu beheben. Derzeit läuft ein offener städtebaulicher Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Campus Prinz Karl.

Zum Areal der ehemaligen Justizvollzugsanstalt gehört neben zwei großen Gebäuden, einer Freifläche und einer Halle auch eine rund 50 Meter lange Außenmauer entlang des Prinz-Karl-Wegs. Diese hatte der Gewaltpräventionsrat der Stadt Augsburg als Hotspot für illegales Graffiti gekennzeichnet. Im Frühjahr 2018 waren hier schon einige Sprühereien angebracht. Um weiteren illegalen Schmierereien entgegenzuwirken, entschloss sich die Hochschule Augsburg, in Zusammenarbeit mit dem Popkulturbüro der Stadt Augsburg und dem Verein „Die Bunten – Verein zur Förderung zur Graffitikultur“ ein großes legales Graffiti an der Mauer anbringen zu lassen.

Das Graffiti besteht aus fünf Teilabschnitten. Es wurde von Bernhard McQueen (BRNZN) entworfen und von insgesamt neun Künstlern und Künstlerinnen – darunter auch Alumni der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg – im Sommer 2018 umgesetzt. Es zeigt Zukunftsthemen der Hochschule in Lehre und Forschung: Autonomes Fahren (RAZB/PERLE) Architektur und Stadtentwicklung (SHAO/RAOS), globaler Warenfluss und Logistik (BRNZN), IT-Sicherheit und Daten-Forensik (VIDEO/SKRE) und Mensch-Maschine-Interaktion (Eva Krusche/Max Birkl).

 
JVA-Graffiti. Illustration: Eva Krusche und Max Birkl. Foto: Dominik von der Gönna
JVA-Graffiti. Illustration: Eva Krusche und Max Birkl. Foto: Dominik von der Gönna