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Innovationsbündnis 4.0

Verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen und klares Signal zur Stärkung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften

 
Nach der Unterzeichnung: Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, und Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle mit den 32 Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten im Kuppelsaal der Staatskanzlei. (Quelle: Bayerische Staatskanzlei)
Nach der Unterzeichnung: Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, und Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle mit den 32 Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten im Kuppelsaal der Staatskanzlei. (Foto: Bayerische Staatskanzlei)
20.07.2018
München

Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle unterzeichneten am 17. Juli 2018 im Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei gemeinsam mit den bayerischen Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten das Innovationsbündnis Hochschule 4.0. Das Bündnis legt die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der bayerischen Hochschullandschaft fest und bekennt sich klar zur Stärkung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs). Maßgeblicher Erfolg ist die deutliche Aufstockung des Innovationsfonds für die HAWs von 2,2 auf 17 Mio. Euro pro Jahr.

 

Verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen und Planungssicherheit

„Wir sind stolz auf die leistungsstarke, vielfältige und innovative Hochschullandschaft in Bayern. Die klügsten und kreativsten Köpfe sollen auch in Zukunft in Bayern die besten Chancen haben“, sagte Ministerpräsident Dr. Markus Söder. „Wir schreiben die Erfolgsgeschichte fort und stellen Mittel in Milliardenhöhe für unsere Hochschulen unter den ‚Schutzschirm‘ des Bündnisses – so geben wir unseren bayerischen Hochschulen ein Höchstmaß an Planungssicherheit und Stabilität“, so Söder weiter. Im Vorfeld hatte der Bayerische Ministerrat mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket bereits die Stärkung der bayerischen HAWs bekräftigt. Mit Verweis auf die Erfolgsgeschichte der HAWs und die Wertschöpfung durch Innovationen sicherte die Staatsregierung einen Ausbau des Hochschulangebots zu. Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle ergänzte: „Mit dem heute unterzeichneten Innovationsbündnis Hochschule 4.0 bekennt sich Bayern zu einer klaren politischen Prioritätensetzung für Bildung, Wissenschaft und Innovation (…). Diese Selbstverpflichtung des Staates stellt ein echtes Privileg der Hochschulen dar. Gleichzeitig belegt der Abschluss des Bündnisses: Staat und Hochschulen ziehen weiter an einem Strang - zum Wohle der Wissenschaft, der Studierenden und nicht zuletzt zum Wohle Bayerns!“

Vielfältige Aufgaben erfordern angemessene Grundfinanzierung

Prof. Dr. Uta M. Feser, Vorsitzende von Hochschule Bayern und Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm, begrüßte die Unterzeichnung. Dabei stelle „das Innovationsbündnis 4.0 die richtigen Weichen, um auch morgen erfolgreich in Lehre, angewandter Forschung und Transfer von Innovationen über Köpfe und Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft zu sein“, so Prof. Dr. Feser. „Die bayerischen HAWs sind Innovationsmotoren und Garanten für eine lebenswerte Heimat. Um den Wohlstand und gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern nachhaltig zu sichern und ihren vielfältigen Aufgaben gerecht werden zu können, benötigen die HAWs über den Innovationsfonds hinaus in den nächsten Jahren einen längst überfälligen Defizitausgleich in der Grundfinanzierung von 200 Mio. Euro pro Jahr“. Damit kann der von Ministerpräsident Dr. Söder formulierte Anspruch „in allen Regionen des Landes Forschung und Ausbildung auf Top-Niveau zu ermöglichen“ Genüge getan werden.

Innovationsbündnis 4.0

Der Freistaat Bayern schließt seit 2005 mit den bayerischen Hochschulen Innovationsbündnisse ab. Das auf den Zeitraum 2019 bis 2022 angelegte Bündnis ist damit das vierte seiner Art und löst das Ende 2018 auslaufende Abkommen ab. Durch die Vereinbarung von Zielen und Leistungen zwischen Staat und Hochschulen dient das Innovationsbündnis als Instrument der modernen Hochschulsteuerung und gewährt den Hochschulen über den aktuellen Doppelhaushalt hinweg finanzielle Planungssicherheit. Darüber hinaus sind die hochschulpolitischen Zielsetzungen wie die Sicherstellung eines vielfältigen Bildungsangebotes und von Spitzenbedingungen für die Forschung im Innovationsbündnis konkretisiert worden. Im Gegenzug sichern die Hochschulen die erforderlichen Ausbildungskapazitäten und ein diversifiziertes Studienangebot ebenso wie eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und die Stärkung der Forschungsstrukturen zu. Der Unterzeichnung waren umfangreiche Verhandlungen zwischen den Hochschulverbünden und dem Wissenschaftsministerium vorausgegangen. Auf Basis des Innovationsbündnisses werden nun die individuellen Zielvereinbarungen zwischen den einzelnen Hochschulen und dem Wissenschaftsministerium geschlossen.