Hochschule Augsburg
Von der crossmedial geschalteten Stellenanzeige bis hin zum Video-Bewerberinterview

Am 20. Juli fand der 12. Personalertag der Fakultät für Wirtschaft statt. Das Thema „Neue Trends im Recruiting“ lockte am bisher wärmsten Tag des Jahres rund 80 Besucher an die Hochschule Augsburg. Eine Mischung von Vorträgen aus der Forschung, von Personaldienstleistern und von Firmen machte den Nachmittag perspektivenreich.

 

Prof. Dr. Erika Regnet richtete in ihrem Implusvortrag die Scheinwerfer auf neue Recruiting-Methoden. Videos erhielten einen immer höheren Stellenwert zur Darstellung von Jobs, im Bewerbungsgespräch selbst und im Bereich Virtual Reality. Hier könnten Bewerber im Videospiel aufgabenbezogen interagieren und Lösungen erzeugen. Die Nutzung von Big Data wurde vor dem Hintergrund möglicher Diskriminierung durchaus kritisch beleuchtet. So würden Männern aufgrund des Google-Algorithmus sechs mal häufiger hochdotierte Positionen angezeigt als Frauen.

Klassische und neue Recruiting-Methoden

Eine Gruppe von Master-Studentinnen (Julia Auer, Simone Ganser, Ramona Häck und Theresa Kramer) lenkte den Blick darauf, wie im Ausland Stellenanzeigen und Stellenbörsen aktuell gestaltet werden. Individualisierte Anzeigen, Gehaltsvergleiche und Social Media böten Bewerbern wie Unternehmen vielfältige Möglichkeiten. Klassische Recruiting-Methoden würden ergänzt durch neue Portale, wie z.B. Kandidat 24, wo Kandidaten empfohlen werden könnten, oder Matching-Plattformen, auf denen Kandidaten sich eintragen und Unternehmen sich als Jobanbieter bewerben.

Nicole Bohner vom Personaldienstleister Alten GmbH zeigte eindrücklich, wie aufwändig sich die Suche und das Rekrutieren von Fachkräften im Ingenieurwesen gestaltet. Der Online Markt verändere sich stark. Top-Plattformen würden zu Flops. Ein Rekrutieren über mehrere Kanäle sei unerlässlich. Im Vergleich zum Active Sourcing, also der gezielten Ansprache potenzieller Kandidaten, würden Online-Jobbörsen immer wichtiger. Dabei müsse ein Personaldienstleister blitzschnell reagieren, da der Bewerbermarkt immer härter umkämpft sei. Bohners Fazit: „Man muss immer offen bleiben für Neues!“.

Stellenanzeigen crossmedial