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Sparringspartner für die Region Donau-Ries

In Donauwörth soll ein neues Technologietransferzentrum entstehen

 
Stellten die Pläne für ein Technologietransferzentrum in Donauwörth vor (v.l.): Prof. Dr. Dominik Merli, Wolfgang Fackler, Armin Neudert, Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair, Stefan Rößle und Prof. Dr. Björn Häckel.
Stellten die Pläne für ein Technologietransferzentrum in Donauwörth vor (v.l.): Prof. Dr. Dominik Merli, Wolfgang Fackler, Armin Neudert, Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair, Stefan Rößle und Prof. Dr. Björn Häckel. Foto: Hochschule Augsburg
17.10.2018
Donauwörth

Ein Technologietransferzentrum der Hochschule Augsburg mit dem Schwerpunkt „Data Analytics“ soll nach Donauwörth kommen. Die Pläne dafür stellten kürzlich Stefan Rößle, Landrat Donau-Ries und Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule Augsburg, Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler und Armin Neudert, Oberbürgermeister von Donauwörth, im Landratsamt Donauwörth vor.

 

„Der Landkreis Donau-Ries steht wirtschaftlich hervorragend da,“ erklärte Rößle. Aber gerade in Zeiten der digitalen Transformation müsse man schauen, dass man von den aktuellen Entwicklungen nicht abgehängt werde. Ein Technologiezentrum, an dem Wissenschaftler gemeinsam mit Firmen aus der Region zu dringenden Themen der Datenanalyse und Datenspeicherung arbeiten, könne sicherstellen, dass aktuelle Trends in diesem Bereich nicht verpasst werden. Und Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der Hochschule Augsburg, ergänzt: „Wir sehen uns mit dem TTZ als Sparringspartner für die Region.  Wir bringen unsere Wissenschaftler und Studierenden hierher vor Ort und erarbeiten gemeinsam mit den Unternehmen der Region neue innovative Konzepte zu Big Data.“  

Das Technologietransferzentrum in Donauwörth soll den Schwerpunkt Datenanalyse und neue Geschäftsmodelle haben. Gerade im Hinblick auf die Industrie 4.0 fallen in der Produktion eine immense Anzahl an Daten an.  Doch wie lassen sich die Produktionsdaten sammeln und intelligent auswerten? Welchen Nutzen können kleine und mittelständische Unternehmen daraus für ihre Geschäftsmodelle ziehen? Und wie kann die Datensicherheit in diesen komplexen Prozessen garantiert werden? Diesen Fragen gehen dann die Wissenschaftler Prof. Dr. Björn Häckel und Prof. Dr. Dominik Merli, die den Antrag für das TTZ verantworteten, nach.

Bits, Bytes und Barock

Bereits im kommenden Jahr könnte dann die Hochschule Augsburg mit zwei Professoren, elf wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden in Donauwörth an den Start gehen. Über 20 Unternehmen aus der Region haben bereits ihr Interesse zur Kooperation bekundet. „Das TTZ wird ein Meilenstein für die Bildungslandschaft in Donauwörth“, so Oberbürgermeister Neudert. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern habe man im ehemaligen Internat Heilig-Kreuz die idealen Räumlichkeiten gefunden. In dem denkmalgeschützten Barockgebäude stehen dann der Hochschule Augsburg rund 500 Quadratmeter zur Verfügung. „Wir freuen uns auf den Zeitpunkt, wenn es dann in Donauwörth heißt Bits, Bytes und Barock“, so Neudert.

Und so geht es weiter: Die Hochschule Augsburg hat den Antrag auf die Außenstelle beim Ministerium eingereicht und das Technologiezentrum ist für den Doppelhaushalt 2019/2020 angemeldet. Allerdings muss der Landtag noch über den Doppelhaushalt entscheiden. Der Landkreis und die Stadt würden dann in den ersten fünf Jahren sechs Millionen Euro für die Umsetzung des TTZ bekommen. Die Kosten für Miete und Betriebskosten müssen Kreis und Stadt in diesem Zeitraum tragen.  „Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Projekt im Doppelhaushalt bewilligt wird“, so Fackler. Der Antrag der Hochschule Augsburg ist so gut, dass er zuversichtlich sei, dass dieser im Landtag eine Mehrheit bekomme und in den Koalitionsvertrag aufgenommen werde.