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gP Awards 2017: Studierende und Professoren der Hochschule Augsburg erhalten Auszeichnungen

Akademische Feierstunde im Technologiezentrum Augsburg

 
Fotos: Matthias Leo | Hochschule Augsburg
Fotos: Matthias Leo | Hochschule Augsburg
21.10.2017

gP steht für gefragte Persönlichkeiten: Zu solchen sollen sich die Studierenden der Hochschule Augsburg während ihres Studiums entwickeln. Dabei stechen immer wieder einzelne junge Menschen durch besonders herausragende Leistungen und überdurchschnittliches Engagement hervor. Diese auszuzeichnen ist Ziel und Zweck der gP Awards. Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der Hochschule Augsburg sagte zur Begrüßung am gestrigen Freitag: „Uns geht es nicht nur um die individuelle Leistung des Einzelnen, sondern uns geht es auch darum, dass unsere Studierenden lernen, Verantwortung zu übernehmen in der Gesellschaft.“ In der Feierstunde zu den gP Awards hielt Christian Dierig, Sprecher des Vorstands der Dierig Holding AG, einen Festvortrag zum Thema „Leistung und Verantwortung“. Im Anschluss wurden die Preise verliehen.

Preis der Schwäbischen Wirtschaft

 
Foto: Matthias Leo

Mit dem Preis der Schwäbischen Wirtschaft bedachte die Industrie- und Handelskammer Schwaben Jürgen Paul, Absolvent im berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen. In seiner Abschlussarbeit widmete er sich der Entwicklung eines Leichtbau-Schwenkbügels im Bereich Eingangsanlagen. Dabei wurde er seitens der Hochschule Augsburg von Prof. Dr.-Ing. André Baeten und seitens der Firma Wanzl in Leipheim von Dipl.-Ing. (FH) Jörg Baumeister betreut. Den Preis der Schwäbischen Wirtschaft überreichte Michael Grandel, Vizepräsident der IHK-Regionalversammlung Augsburg Stadt.

Preis des Bezirk Schwaben

 
Foto: Matthias Leo

Die Masterarbeit „Interaktiver Begleiter für Menschen mit Alzheimer-Demenz“ von Sandra Hobelsberger und Eva Wegerer dreht sich um die Frage, wie Menschen, die an Alzheimer-Demenz leiden, durch den Einsatz von Technologie besser im Alltag unterstützt werden können. Diese Unterstützung sollte bewusst nicht nur rein praktischer Natur sein, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden, also die Lebensqualität, berücksichtigen. Sandra Hobelsberger und Eva Wegerer hatten das Thema zunächst in einer Projektarbeit entwickelt. In ihrer Masterarbeit in Design- und Kommunikationsstrategie wurde dann eine interaktive Puppe als Prototyp entworfen, die über vorgefertigte Audioinhalte − wie etwa Lieder, Reime, Rätsel und Sprichwörter − die jeweiligen Patienten ansprechen und so mit ihnen in Dialog treten konnte. Für die Ergebnisse wurden sie nun mit dem Preis des Bezirk Schwaben ausgezeichnet.

In seiner Laudatio betonte der stellvertretende Bezirkstagspräsident Wolfgang Bähner: „Die beiden Studentinnen waren in jeder Phase der Arbeit sehr engagiert und eigeninitiativ. Sie haben es geschafft, in vier verschiedenen Einrichtungen im Raum Augsburg Kontakte zu knüpfen, Recherchen zu betreiben und Studien durchzuführen. Dafür zeigt die Arbeit nun, dass mit verhältnismäßig geringem technischen Aufwand ein deutlicher positiver Effekt bezüglich der Lebensqualität von Alzheimer-Patienten erzielt werden kann.“ Schlussendlich trage die Arbeit auch ein wenig zu der großen gesellschaftlichen Fragestellung bei, wie wir in einer alternden Gesellschaft Technologien nutzen können, um Lebensqualität und Wohlbefinden zu sichern. Betreut worden waren die Studentinnen von Prof. Dr. Michael Kipp und Dipl.-Designer (FH) Günter Woyte.

Adam-Keller-Preis

 
Foto: Matthias Leo

Auch die Adam Keller Baugeschäft GmbH & Co KG hatte 2017 wieder einen Studierendenpreis ausgeschrieben. Prämiert wird Andreas Mack, Masterstudent im Studiengang Energie Effizienz Design. Für den Preis qualifizierte er sich mit einer Projektarbeit. Im Fach „Methodik des energieeffizienten Entwerfens“ hatte der 24-jährige einen 3D.lab Entwurf einer digitalen Modellbauwerkstadt entwickelt. Bereits in dieser Arbeit hatte sich der Student aus Augsburg mit dem Thema Dachstrukturen beschäftigt. In seiner Begründung für die Juryentscheidung schrieb Bauleiter Sebastian Leupolz: „Ausschlaggebend war für uns die modulare Bauweise der Dachkonstruktion, die trotz oder auch wegen ihrer Einfachheit ein hohes gestalterisches Maß entwickelt und eine große Flexibilität für verschiedenste Anwendungen im Bestandsbau sowie auch Neubau bieten kann. Wir sehen in dieser Arbeit die Grundsätze einer modernen Architektursprache. Das Kredo van der Rohes „less is more“ ist hier in unseren Augen klar herauszulesen.“ Gleichzeitig besteche der Entwurf durch eine stark zeitgenössische Form. Nun spielen Dachstrukturen aktuell auch eine Rolle in der vor kurzem begonnenen Masterarbeit von Andreas Mack: „Dach als Fassade − Parametrische Integration passiver Systeme zur Gebäudeklimatisierung in Dachstrukturen“. Die Betreuung liegt bei Prof. Dipl.-Ing. Georg Sahner und Prof. Dr.-Ing. Christian Bauriedel. Den Adam-Keller-Preis übergab, stellvertretend für Geschäftsführer Alexander Leupolz, Michael Bernicker, zweiter Vorsitzender im Verein zur Förderung der Hochschule Augburg e.V.

Sonderpreis für ein neues Signet der Hans-Benedikt-Stiftung

 
Foto: Matthias Leo

Die beiden Studentinnen Maria Bucher (Platz 1) und Janina Ebner (Platz 2 und 3) erhielten aus der Hand von Prof. Dr. Alfred Eder einen Sonderpreis für die Gestaltung eines neuen Signets der Hans-Benedikt-Stiftung. Im Rahmen einer Studienarbeit im dritten Semester des Bachelorstudiengangs Kommunikationsdesign hatten die Studierenden im Wintersemester 2016/17 Entwürfe für ein Signet erarbeitet. Das Projekt war von Sabine Karl betreut worden, Lehrbeauftragte an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg.

Laudator Prof. Dr. Alfred Eder erklärte anlässlich der Preisverleihung: „Der Wettbewerb hatte drei angenehme Effekte: die Studierenden hatten eine reale Aufgabe, die Stiftung kam einer ihrer Aufgaben nach, nämlich der Förderung der Berufsbildung und die Stiftung hat ab jetzt ein Signet, das zu ihr passt.“ Die drei prämierten Signet-Entwürfe konnten nicht nur den Stiftungszweck symbolisieren, sondern auch einen optimistischen Eindruck wecken. Insbesondere der Siegerentwurf von Maria Bucher erlaube mehrere positive Assoziationen und Interpretationen, die zur Stiftung und ihrem Auftrag passen würden.

Hans-Benedikt-Preis

 

Der Hans-Benedikt-Preis ging in diesem Jahr auf dem ersten Platz an Daniel Schempp, Student der Betriebswirtschaft. Der 22-jährige unterstützt − neben seinem Studium und sonstigem Engagement − einen körperlich behinderten Studenten. „Um seine Hilfe für den jungen Mann macht er kein großes Aufheben“, so Laudator Dr. Thomas Groll. Für Schempp sei seine Hilfe eine Selbstverständlichkeit. Diese Selbstlosigkeit habe auch seinen Dekan Prof. Dr. Michael Feucht beeindruckt, so dass er ihn für den Preis vorgeschlagen hatte. Schempp ist derzeit für einen Auslandsaufenthalt in Norwegen unterwegs. Die Preise der Hans-Benedikt-Stiftung wurden durch Sophia Leder und Dr. Thomas Groll von der Katholischen Hochschulgemeinde Augsburg überreicht.

Den zweiten Preis erhielt Tamara Kartheininger. Neben ihrem hohen Engagement in den studentischen Gremien, engagiert sich die 24-jährige als Buddy im WIR-Projekt (Willkommen, Integration, Richtung), unterstützt ausländische Studierende und Flüchtlinge durch Beratung und Hilfe im Deutschlernen. Kartheininger studiert im Bachelor Internationales Wirtschaftsingenieurwesen. Auch sie konnte ihren Preis nicht persönlich entgegennehmen, da sie ihr Auslandssemester in Spanien verbringt.

Foto: Matthias Leo

Auf dem dritten Platz wurde das gesamte SWOP Team der Hochschule Augsburg geehrt. SWOP steht für „Student Welcome and Orientation Project“. Die studentische Initiative besteht seit 1999 an der Hochschule Augsburg und arbeitet eng mit dem International Office zusammen. In diesem Jahr überzeugte das SWOP Team insbesondere durch eine Graffiti-Aktion in der Nähe des Campus am Roten Tor anlässlich von „60 Jahre Europa, 30 Jahre Erasmus“. Das Jubiläum fällt laut Sophia Leder, Bildungsreferentin der Katholischen Hochschulgemeinde, in eine Zeit, in der europäische Politik begreifen müsse, dass wir nur miteinander existieren können. Das greife das Graffiti-Projekt mit den Zahnrädern sehr gut auf und verleihe dem ernsten Thema einen künstlerischen Ausdruck.

Preis des Bund der Architekten und Ingenieure (BAI)

 
Foto: Matthias Leo

Der Preisträger des Bund der Architekten und Ingenieure e.V. (BAI) heißt im Jahr 2017 Dominik Götz. Er studiert seit 2014, jetzt im achten Semester, im Bachelorstudiengang Maschinenbau an der Hochschule Augsburg. Seine Abschlussarbeit verfasst Götz in Kooperation mit der RENK AG im Bereich Zentrale Getriebetechnik. Der Student aus Buchdorf unterstützte mehrfach als Tutor Kommilitonen aus niedrigeren Semestern bei schwierigen Aufgabenstellungen. Für seine hervorragenden Studienleistungen war der 23-jährige auch bereits durch ein Stipendium der Firma Grenzebach Maschinenbau GmbH gefördert worden. Die Auszeichnung des BAI überreichte Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Zuth, als stellvertretender Vorsitzender des Vereins.

Preis des Vereins zur Förderung der Hochschule Augsburg e.V.

 
Foto: Matthias Leo

Den Preis für engagierte Studierende des Vereins zur Förderung der Hochschule Augsburg e.V. erhielt Christopher Flörke. Er studiert seit 2012 im Bachelorstudiengang International Management und ist in vielfacher Hinsicht an der Hochschule Augsburg ehrenamtlich aktiv. Unter anderem als Mitglied des SWOP Teams zur Betreuung ausländischer Studierender. Auch im Rahmen des Deutsch-Französischen Hochschulseminars „Bourges“ hatte er sich mehrfach aktiv beteiligt, sei es im Rahmen der Betreuung von französischen Gästen, der Öffentlichkeitsarbeit oder der Organisation von Aktivitäten für die deutsch-französische Gruppe. Auch im Gründernetzwerk an der Hochschule Augsburg ist Flörke sehr engagiert. Den Preis des Vereins zur Förderung der Hochschule Augsburg e.V. überreichte der Vorsitzende Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Zuth.

DAAD Preis

 
Foto: Matthias Leo

Der DAAD Preis 2017 der Hochschule Augsburg geht an Feruzbek Nazarov aus der Samarkand-Region in Usbekistan. Prof. Dr. Jürgen Scholz, Dekan der Fakultät für Informatik an der Hochschule Augsburg, sagte in seiner Laudatio: „Herr Nazarov ist einerseits ein ausgezeichneter Student der Wirtschaftsinformatik mit einem überdurchschnittlich guten Notendurchschnitt. Andererseits ist er als Tutor in verschiedenen Fächern wie Mathematik, Programmieren und Datenbanken sehr erfolgreich. Hier gibt er bereitwillig sein umfassendes Wissen an seine Kommilitonen weiter.“

Bereits vor seinem Studium in Deutschland bewies er soziales Engagement während eines freiwilligen sozialen Jahres im Augustinum in München. Seit Oktober 2015 studiert der 28-jährige im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Augsburg. In dieser Zeit sammelte Nazarov unter anderem praktische Projekterfahrung im Software Assessment bei einem Auslandsaufenthalt an der Universität Linnaeus in Schweden. Zwischenzeitlich beherrscht der Student eine Vielzahl von Programmiersprachen und neben seiner Muttersprache Usbekisch zudem noch Russisch, Deutsch und Englisch.

Nazarov wurde für seine hervorragenden Studienleistungen von der Firma Ferchau Engineering mit einem Deutschlandstipendium belohnt. Sein Praxissemester verbringt der Student aktuell bei der MAN Diesel & Turob SE Augsburg in der Abteilung Forschung und Entwicklung.

Preis für herausragende Lehre

 
Foto: Matthias Leo

Gefragte Persönlichkeiten sind an der Hochschule Augsburg nicht nur die Studierenden, sondern freilich auch die Professoren. Fünf von ihnen wurden von den Studierenden für den Preis für herausragende Lehre nominiert. Einer machte das Rennen: Prof. Dr.-Ing. Joachim Müller hat die Studierenden insbesondere in den Lehrformaten Vorlesung und Studentisches Projekt überzeugt. Der Dozent aus der Fakultät für Architektur und Bauwesen inspiriere mit seiner ruhigen und ausgeglichenen Art. Mit viel Engagement und Einsatzbereitschaft sowie einer Kommunikation auf Augenhöhe zeige er den Studierenden seine Wertschätzung, so seine Studentinnen und Studenten. Im Themengebiet Bionik habe Prof. Müller es verstanden, bei den Studierenden die Faszination für bewegte Konstruktionen sowie die Übertragung von Prinzipien aus der Natur ins Bauwesen zu wecken. Die Struktur seiner Vorlesungen sei immer klar zu erkennen und werde durch anschauliche Folien gestützt. In der Vorlesung würden stets Beispiele gebracht sowie praktische Versuche zur Veranschaulichung von Materialeigenschaften durchgeführt.

Auch im freiwilligen Wahlpflichtfach „e2dUp − Planen und Bauen einer Außenraumgestaltung sowie von Pavillons für das Modular Festival in Augsburg“ sprang der Funke über. e2dUp ist ein rein praktisches Fach zum Thema Upcycling. Auch hierbei habe es Prof. Müller laut seinen Studierenden geschafft, seine Begeisterung für das Fach auf die Studierenden zu übertragen. Darüber hinaus lobten sie das außerfachliche Engagement von Müller: Er zeige unter anderem besonderen Einsatz für Studierende die ein Auslandssemester machen sowie auch bei der Betreuung im Vorpraktikum und während des Praxissemesters.