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Preise für gefragte Persönlichkeiten vergeben

Preisstifter:innen überreichen gP Awards 2020 in einer digitalen Feierstunde der Hochschule Augsburg

 
In einer digitalen Feierstunde haben Preisstifter:innen die gP Awards 2020 der Hochschule Augsburg vergeben. Foto: Hochschule Augsburg
27.11.2020

In einer digitalen Feierstunde hat die Hochschule Augsburg am vergangenen Donnerstag die gP Awards 2020 verliehen. Die Auszeichnungen für „gefragte Persönlichkeiten“ der Hochschule Augsburg werden für besonders hervorragende Leistungen oder besonderes Engagement unter Studierenden und Lehrenden vergeben.

 

In seinem Grußwort betonte Professor László Kovács, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Hochschule Augsburg: „Preisträger:innen bleiben ein Leben lang Preisträger:innen. Das ist eine Marke.“ Mit dieser Marke gehe nicht nur ein Lob oder eine Anerkennung einher, sondern auch eine Verantwortung. Die Hochschule wünsche sich, dass diejenigen, die einen Preis erhalten, das Gute in der Gesellschaft fördern. Dahinter stehe die Grundhaltung des Markenversprechens der gefragten Persönlichkeiten an der Hochschule Augsburg.

Preis der schwäbischen Wirtschaft

 

Stefanie Lautenbacher erhielt für ihre Bachelorarbeit zum Thema „Entwicklung einer Messeinheit für absolute Positionserfassung in einem Stellantrieb“ im Studiengang Elektrotechnik den Preis der schwäbischen Wirtschaft. Andrea Pfundmeier, Vizepräsidentin der IHK Schwaben, lobte den hohen Praxisbezug der Arbeit. Lautenbacher habe in ihrer Abschlussarbeit nicht nur ein kleines isoliertes Teilthema betrachtet, sondern habe alle Entwicklungsschritte bis hin zum fertigen Prototyp durchlaufen. Bei ihrer Arbeit war die Studentin von Professorin Claudia Meitinger sowie von Djordje Zagorac seitens der Erhardt+Leimer Group betreut worden. Auf dualem Weg hatte Lautenbacher neben dem Studium eine Ausbildung bei Erhardt+Leimer absolviert.

Stefanie Lautenbacher.

Preis des Bezirks Schwaben

 

Der Preis des Bezirks Schwaben ging an Sabrina Sommer und Stefan Schröder. Im Studiengang Energie Effizienz Design – E2D haben sie eine Masterarbeit zum Thema „Minimalist House“ verfasst. Sabrina Sommer erklärte anlässlich der Verleihung: „Uns war es sehr wichtig, dass wir die traditionelle Holzbauweise und den regionalen Baustil in den Blick nehmen.“ Entstanden sei eine traditionelle Hüttenarchitektur in modularer Bauweise. Laut Betreuer Professor Christian Bauriedel haben beide Studierenden Spitzenleistungen in allen Kernfächern gezeigt und sich darüber hinaus aber auch stark im allgemeinen Hochschulleben engagiert.

 
Sabrina Sommer
Stefan Schröder

Adam-Keller-Preis

 

Den Adam-Keller-Preis erhielt Naemi Niemann für einen Projektentwurf im Modul „Methodik des energieeffizienten Entwerfens“ zum Thema „Sanierung des Landratsamts Aichach.“ Die Studentin im Masterstudiengang Energie Effizienz Design – E2D war bei dieser Arbeit von Professor Georg Sahner und Professor Wolfgang Huß betreut worden. Laut ihnen hat Niemann bei ihrer Arbeit gleichrangig die architektonischen sowie auch die ingenieurmäßigen Aufgaben in einem Entwurfsprozess integriert, den sie mit Bestnote abgeschlossen hat. Alexander Leupolz, Geschäftsführer der Adam Keller Baugeschäft GmbH & Co KG, war zur Feierstunde leider entschuldigt.

Naemi Niemann.

Hans-Benedikt-Preis

 

Das Team „Supertecture“ wurde mit dem ersten Platz des Hans-Benedikt-Preises ausgezeichnet. Unter der Leitung von Dozent Till Gröner hatten sich Studierende im Jahr 2018 nach schweren Erdbeben in Nepal ehrenamtlich vor Ort engagiert. Die „PATRIZIA Children Foundation“ hatte eine Grundschulerweiterung finanziert, die vier neue Schulräume umfasst. Jedes dieser erbauten „Klassenhäuser“ sieht völlig anders aus und wurde aus den Möglichkeiten errichtet, die sich vor Ort boten: Entstanden sind Häuser aus „Erdbeben-Ziegeln“, Stampflehm-Schichten, Felsbrocken und eines aus alten Fenstern – großteils also aus Erdbeben-Ruinen gewonnenes Material. Stiftungsvorstand und Laudator Volker Schloms lobte anlässlich der Preisverleihung den selbstlosen Einsatz der Studierenden sowie die sozial-richtige und hochgradig umweltfreundliche Architektur. Stellvertretend für das gesamte Team ging der Preis an Benedikt Dengler, Michael Elstner, Angela Fendt, Elek Fogarassy, Manuel Löffler, Nadine Maier, Annabella Ranft, Philipp Reinecke und Tobias Veit sowie Dozent Till Gröner.

 
Supertecture: Schulgebäude in Nepal.
Supertecture: Haus aus Fenstern.
 

Professor Alfred Eder übergab den zweiten Platz des Hans-Benedikt-Preises an das „Team Montagsmail“ der Hochschule Augsburg. Luisa Mayershofer und Simone Wagner nahmen die Auszeichnung für das studentische Kommunikationsprojekt entgegen. Die Studentische Vertretung informiert die Mitglieder der Hochschule in der Montagsmail während des Semesters wöchentlich über aktuelle Termine und Neuigkeiten.

 
Simone Wagner.
Luisa Mayershofer
 

Platz drei des Hans-Benedikt-Preises ging an Max Kling, Student im Bachelorstudiengang Energieeffizientes Planen und Bauen. Im Projekt „Alte Schmiede“ der Fakultät für Architektur und Bauwesen hat er sich nach den Worten von Laudator Michael Rösch, Katholische Hochschulgemeinde Augsburg, weit über das übliche Maß hinaus engagiert. Er sei quasi der Mediator zwischen dem studentischen Förderverein „BUILD e.V.“, dem Besitzer der Alten Schmiede und der Hochschule Augsburg. Während der Ausgangsbeschränkungen um Covid-19 entwickelte Kling unter Betreuung von Professor Christian Bauriedel ein digitales Online-Konzept für die Schmiede: „eXtended Reality“ ist eine inklusive Bildungs- und Begegnungsplattform, die auch für andere soziokulturelle Einrichtungen angepasst und übernommen werden kann.

 
Alte Schmiede
Max Kling.
Laudator: Michael Rösch.
 

Einen Corona-Sonderpreis vergab die Hans-Benedikt-Stiftung an Paul Dolezal für das Projekt „Faceshields gegen Covid-19“. Im Zuge der Pandemie hat Dolezal laut Hochschulpfarrer Thomas Groll außerordentliches soziales Engagement gezeigt. Im FabLab der Fakultät für Informatik sind unter seiner Federführung Bauteile für einen Vollgesichtsschutz im 3D-Druck entstanden, mit denen das Uniklinikum Augsburg unterstützt wurde. Solche Faceshields waren zu diesem Zeitpunkt in Krankenhäusern Mangelware. Paul Dolezal hatte ein Team von sechs Studierenden zusammengestellt, die teils auch mit privaten 3D-Druckern im Homeoffice Gesichtsbögen gefertigt haben.

 
Teile für Faceshields.
Paul Dolezal.

Preis des Vereins zur Förderung der Hochschule Augsburg e. V.

 

Der Verein zur Förderung der Hochschule Augsburg e. V. vergab seinen Preis an Jessica Matt. Die Absolventin im Bachelorstudiengang International Management ist nach den Worten von Laudator und Vereinsvorsitzendem Ulrich Zuth eine der besten Studentinnen ihrer Jahrgangskohorte. Sie sei sehr zielstrebig und leistungsbereit und an wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen interessiert. Neben ihrem Studium setzte sich Matt sehr für die Hochschule ein. So war sie beispielsweise Mitglied im Organisationsteam der Firmenkontaktmesse Pyramid, engagierte sich in der Studentischen Vertretung und war als Buddy im Willkommensprogramm SWOP für ausländische Gaststudierende aktiv.

Jessica Matt

Preis des Bundes der Architekten und Ingenieure e. V. (BAI)

 

Mit dem Preis des Bundes der Architekten und Ingenieure e. V. (BAI) wurde Arthur Martinevski ausgezeichnet. Laudator Ulrich Zuth sagte: „Dem Absolventen ist es gelungen, im Laufe seines Architekturstudiums eine eigene Handschrift zu entwickeln.“ Im Februar 2020 schloss er mit einer hervorragenden Bachelorarbeit zum Thema „Zwischenstopp – Eine Gesellschaft auf Reisen“ unter Betreuung von Professorin Katinka Temme und Professor Christian Peter sein Studium ab. Er habe dabei eine überaus eigenständige Entwurfshaltung gezeigt, auf einem hohen Niveau an darstellerischer Kraft, architektonischer Haltung und Komplexität in der Bearbeitungstiefe.

 
Arthur Martinevski
Applaus der Teilnehmer:innen.

HSA_transfer | Award

 

Mit dem HSA_transfer | Award zeichnet die Hochschule Augsburg Menschen aus, die gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft aktiv an Lösungen für die Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft arbeiten. Der Preis wurde an Professor Ulrich Thalhofer und Professor Nik Klever vergeben. Thalhofer wurde für sein langjähriges Engagement im Bereich der Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern geehrt. Klever erhielt die Auszeichnung für seinen unermüdlichen Einsatz beim Thema „Partnerhochschule der Feuerwehren und Hilfsorganisationen“. Diese Kooperationsvereinbarung mit den entsprechenden Verbänden hatte Klever initiiert und 2016 offiziell ins Leben gerufen. Beide Professoren trugen dazu bei, die Transferaktivitäten der Hochschule Augsburg zum Erfolg zu führen. Der HSA_transfer | Award wurde im Rahmen der Bund-Länder-Initiative Innovative Hochschule im Projekt HSA_transfer initiiert und wird im Projektschwerpunkt Regionales Service Learning koordiniert.

 

Sepp-Starzner-Weiterbildungspreis

 

Der Sepp-Starzner-Weiterbildungspreis ging in diesem Jahr an Professor Armin Schwab. Der Studiengangsleiter im Weiterbildungsstudiengang Fachingenieur Fassade am Institut für Bau und Immobilie war 2007 an die Hochschule Augsburg gekommen. Master-Absolvent Helmut Schumacher sagte anlässlich der Feierstunde: „Armin Schwab scheute seitdem keine Mühen, um die Vorlesungen der Bauphysik und der technischen Gebäudeausrüstung interessant zu halten und die Studierenden dafür zu begeistern.“ Fachwissen zu vermitteln und dieses für die Praxis verfügbar zu machen, das gelinge Professor Schwab stets auf hervorragende Art und Weise. Großes Engagement zeigte Schwab auch bei den jährlich stattfindenden Fassadentagungen. Aus persönlichen Gründen war Schwab leider eine Teilnahme an der Feierstunde nicht möglich.

 
Jazz Duo