Ingenieurwissenschaften
Bei der Einweihungsfeier der Energieversorgungsanlage waren neben den Studenten und Prof. Dr.-Ing. Marcus Reppich auch Vertreter der Université de Lomé, der Deutschen Botschaft in Togo, Vertreter von beteiligten Vereinen und Organisationen sowie Einwohner
Bei der Einweihungsfeier der Energieversorgungsanlage waren neben den Studenten und Prof. Dr.-Ing. Marcus Reppich auch Vertreter der Université de Lomé, der Deutschen Botschaft in Togo, Vertreter von beteiligten Vereinen und Organisationen sowie Einwohner

Projektbeschreibung

Studierende der Hochschule Augsburg installierten in der westafrikanischen Gemeinde Sévagan (Togo) eine Photovoltaik-Anlage unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Marcus Reppich (Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik). Nach vier  Jahren Vorbereitungs- und Entwicklungszeit wurde die Anlage kürzlich feierlich eingeweiht. Neben den Studierenden und Reppich waren Vertreter der Deutschen Botschaft sowie der Université de Lomé – einer Partneruniversität der Hochschule Augsburg – bei dem Festakt anwesend. 

Sévagan ist 40 Kilometer von der togoischen Hauptstadt Lomé entfernt. Die Energieversorgung der lokalen Gesundheitseinrichtung bestehend aus Ambulanz, Geburtenstation und Apotheke war bisher unzuverlässig und importabhängig. Abhilfe schafft nun die moderne Photovoltaik-Anlage mit einem Batteriespeicher – zuverlässig, autark und umweltfreundlich.  

Elektrische Energie geht sogar über eigentlichen Bedarf hinaus

Im Rahmen des Moduls „Studentisches Engagement in Afrika“ beschäftigten sich die Studierenden mit der Energieversorgung von Sévagan. Sie berechneten den Energiebedarf der Gesundheitseinrichtung, konzipierten die Photovoltaik-Anlage und übernahmen die Projektplanung. Mit Erfolg: Die Anlage erzeugt mehr elektrische Energie als die Gesundheitseinrichtung benötigt. Der Überschuss soll künftig Familien zugutekommen, die Kleingewerbe betreiben – neben der Landwirtschaft ein wichtiger Erwerbszweig in Sévagan.

Damit die Anlage bei der einheimischen Bevölkerung auf Akzeptanz stößt und von ihr auch gewartet werden kann, organisierte das Augsburger Projektteam Informationsveranstaltungen und Schulungen. Weiter soll die Anlage auch für die praxisnahe Ausbildung des Ingenieur-Nachwuchses  der Université de Lomé genutzt werden. Die Studierenden sollen Kenntnisse über erneuerbare Energieumwandlungstechnologien erlernen.