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Angekommen in Memmingen - nach einem sehr ereignisreichen Vormittag - zeigt sich die Gruppe trotz hochsommerlicher Temperaturen immer noch bestens gelaunt
28.06.2019

Die Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik hat sich am 27.06.2019 zu ihrem diesjährigen Fakultätsausflug auf den Weg nach Buxheim, Illerbeuren und Memmingen gemacht. Mit viel Zeit für intensive Gespräche, eingebettet in ein interessantes, kulturelles Programm und umrahmt von einigen Pausen für kulinarische Genüsse lässt sich dieser Tag zusammenfassend kurz beschreiben. Der Besuch der Kartause in Buxhein, die Führung im „Schwäbischen Bauernhofmuseum“ in Illerbeuren und die Stadtführung in Memmingen haben diesen Tage zu einem durchaus außergewöhnlichen Erlebnis gemacht.  

 

Die Kartause in Buxheim

Nach einer ca. einstündigen Busfahrt erreichte die Gruppe ihr erstes Ausflugsziel, die Kartause in Buxheim. Die wunderschöne Anlage bei hochsommerlichem Wetter war ein sehr imposanter Einstieg in das vorgesehene kulturelle Programm. Die Klosteranlage und der Orden der Kartäuser wurde der Gruppe zu Beginn von unserer Führerin ausführlich vorgestellt. Viele Details waren sehr beindruckend, neu für viele Ausflugsteilnehmer waren die extremen Lebensverhältnisse in dem Kloster. So wurden uns auch wesentliche Regeln der Kartäuser, eines sehr strengen Ordens der römisch-katholischen Kirche erläutert, z. B. die Einschränkung, nur 2 x pro Woche mit anderen Klosterbewohnern kommunizieren zu dürfen, auch die Mahlzeiten waren auf ein nur notwendiges Minimum beschränkt. Die räumliche Großzügigkeit für die  Bewohner mit z. B. eigenem Garten war andererseits auch ein wenig ungewöhnlich.   

Beeindruckt von der Klosteranlage, aber auch erleichtert, von solch einem strengen Lebensalltag selbst nicht betroffen zu sein, ging es dann weiter nach Illerbeuren.  

 
Voßiek
Nach Ankunft in der Kartause in Buxheim wird der Gruppe die Klosteranlage vorgestellt
Voßiek
Ein Blick von einem Flügel der Kartause auf ein gegenüberliegendes Klostergebäude
 

Das „Schwäbische Bauernhofmuseum“ in Illerbeuren

„Das Museum ist ein dreidimensionaler Speicher der vergangenen ländlichen Kultur in Schwaben - vom Allgäu bis ins Ries“, so steht es auf der Webseite des Museums. 

Hier wurden der Gruppe von unserer Führerin traditionelle Lebens- und Arbeitsweisen auf einem Bauernhof gezeigt. Die damals verwendete Technik, das beschwerliche Leben und Überleben auf dem Bauernhof und viele kleine Details und überlieferte Geschichten haben diesen Besuch für alle Teilnehmer zu einem besonderen Erlebnis gemacht.

„Das Geld auf die hohe Kante legen“, die "Spreu vom  Weizen trennen“ oder eine „Braut aufgabeln“ sind geläufige, aktuell verwendete Redewendungen, deren Herkunft konnte die Gruppe auch in Illerbeuren wieder einmal anschaulich erleben.  

Unserer Führerin hat man bei allen Ausführungen angemerkt, dass sie diese Zeit selbst intensiv miterlebt hat und auch immer wieder ihr Bedauern gespürt, dass all diese, teilweise außergewöhnlichen, Leistungen zunehmend in Vergessenheit geraten.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen im Museumsgasthof „Gromerhof“ fuhr die Gruppe, wieder gestärkt und motiviert für weitere kulturelle Erlebnisse, zu einer Stadtführung nach Memmingen. 

 

 
Voßiek
Frau Costantini, die unsere Führung durch das Museum durchführte, präsentierte der Gruppe landwirtschaftliche Traditionen auf beeindruckende und sehr spezielle, emotionale Weise
 

Stadtführung in Memmingen

Memmingen, eine oberschwäbische Stadt mit ca. 44.000 Einwohnern, die sich als „Tor zum Allgäu“ bezeichnet, war das letzte Ziel des Ausflugs. 

Unsere Stadtführerin hat in der vorgesehen einen Stunde auf sehr sympatische Art ausgewählte Orte, interessante Geschichten und Historisches an verschiedenen Plätzen der Stadt vorgestellt. Der Tourismus spielt für die Stadt eine wichtige Rolle, die wirtschaftliche Situation ist überdurchschnittlich gut. 

Bekannt ist Memmingen z. B. durch das historische Fischerfest, bei dem zehntausende Besucher jährlich ein mittelalterliches Spektakel miterleben dürfen. Mehr als 1200 Fischer springen in den Stadtbach, damit dieser ausgefischt wird, um anschließend abgelassen und gereinigt zu werden. Der Fänger der schwersten Forelle wird dann für ein Jahr zum Fischerkönig ernannt. Teilnehmen darf, wer männlich (!!!) und in Memmingen geboren ist bzw. seit mindestens 5 Jahren seinen Hauptwohnsitz in der Stadt hat, Mitglied des Fischertagsvereins und im Besitz des staatlichen Fischerscheins ist. Die Berechtigung zum Fischen, die sog. Fischerkarte, ist am zu tragenden Hut sichtbar befestigt. 

Mit dem Stadtbesuch ging ein sehr abwechslungsreicher und interessanter Tag zu Ende, nach ca. einer Stunde Busfahrt war die Gruppe dann wieder in Augsburg. 

 
Voßiek
Interessiert verfolgen die Teilnehmer den sehr spannenden Erzählungen unserer Stadtführerin