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Das Volksbuch von Dr. Faust
um 1580

 


 






 




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Vom donner:

Den 9 Augustj eins jars ward zu Wittemberg Abents ein gross Wetter entstanden / Da es schlueg kiselt / vnnd sehr wetterleucht / vnnd Doctor Faustus auf dem Marckht bey Andern Medicis stuende / Die begerten von jm einen Vrsprung anzuzeigen /

Denen gab Er Antwurt / jst es nicht also / Wann ein Wetter herein fallen will / so wirt es zuuor windig / Ye zuzeitten auch nicht / Aber zu Endt / vnnd so es ein weil gewittert hat / So erheben sich platz regen /

solchs kompt daher / Das sich Die Vier windt des Hymmels zusamen stossen / Die treiben das gewilckh des Hymmels zuesamen / oder bringen erst das gewilckh daher vnnd mischt sich also von eim Orth ein Regen oder Schwartz gewilckh / Am Andern Orth ein helles gewilckh / wie dann Da auch zusehen / Dann vber die Statt wie geet ein Schwartz gewilckh /

Darnach wann das gewitter sich erhebt / So mischen sich die Geyster darunder vnnd fechten die Vier Orth des Hymmels mit den Geystern/ Das also der Hymmel die stöss erweckht vnnd zerrutt / Das nennen wir nun Donner vnnd Polhen / Vnnd wann der Windt so gar gross ist / Will der Donner nirgendts forth / so steet es an / oder es treibt geschwindt forth / Darnach so merckht an welliches thaill der windt sich entpört vnnd erweckht / Der treibt das gewitter / Also das offt vmb Mittag ain Gewitter daher kombt Ye jm Aufganng / Nidergang vnnd Mitternacht/
 
 
 
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