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Friedrich von Logau
Deutscher Sinn-Getichte Drey Tausend

 


 






 




Deß Dritten Tausend
Erstes Hundert.


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III,1,1

Die jetzige Welt=Kunst.

DJe Welt=Kunst/ ist ein Herr; das Christenthum/ jhr Knecht
Der Nutz/ sitzt auff dem Thron; im Kercker steckt das Recht.

III,1,3

Gesinde.

Zwar Gesinde sol man speisen/ darff es aber doch nicht mästen/
Soll sie brauchen vns zu helffen/ soll sie brauchen nicht zu Gästen.

III,1,14

Geschencke.

Wer das Recht denckt recht zu führen Muß die Räder reichlich schmieren.

III,1,16

Ein Hofemann.

Bey Hofe wird kein Greiß
Wer nicht zu heucheln weiß.

III,1,17

Anders.

Wer bey Hof ist worden alt/ gibt zu mercken an den Tag/
Daß er zwar mit schmecken viel/ doch mit lecken mehr vermag.

III,1,100

Hunger vnd Liebe.

Der Hunger vnd die Liebe/ sind beyder scharffer Sinnen/
Sie finden leichtlich Mittel jhr Futter zu gewinnen.
 
 
 
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