BIBLIOTHECA AUGUSTANA

 

Karl Simrock

1802 - 1876

 

 

Der Autor

 

Karl Simrock, Literaturwissenschaftler, Dichter und Übersetzer, wird 1802 in Bonn geboren, als 13. Kind des Musikverlegers Nikolaus Simrock, der mit Ludwig van Beethoven befreundet ist. 1818 beginnt er an der neugegründeten Bonner Universität ein Jurastudium. Er besucht auch Vorlesungen von A. W. Schlegel und E. M. Arndt. 1822 setzt er sein Studium in Berlin fort und befreundet sich mit Adalbert von Chamisso und Wilhelm Wackernagel. Nach dem Studium wird er 1824 Referendar am Berliner Königlichen Kammergericht. 1827 erscheint seine Übersetzung des Nibelungenliedes ins Neuhochdeutsche. 1830 wird er aus dem preußischen Staatsdienst entlassen wegen eines angeblich umstürzlerischen Gedichts. Zu seinen Bekannten zählen Ludwig Uhland, die Gebrüder Grimm und Ferdinand Freiligrath. 1852 wird er als Professor für die Geschichte der deutschen Sprache und Literatur an die Universität Bonn berufen. 1876 stirbt Karl Simrock in Bonn.

 

 

 

Das Werk

 

Das Nibelungenlied

(Übersetzung, 1827/1868)

Der arme Heinrich, ein erzählendes Gedicht des Hartmann von Aue, metrisch übersetzt.

Nebst der Sage von «Amieus und Amelius» und verwandten Gedichten des Übersetzers

(1830)

Gedichte Walthers von der Vogelweide

(Übersetzung, 1833/1853)

Rheinsagen aus dem Munde des Volkes und deutscher Dichter

(1837)

Das Malerische und Romantische Rheinland

(1838-40)

Die deutschen Volksbücher, nach den ältesten Ausgaben hergestellt

(58 Bände,1839-1867)

Salomon und Morolf. Ein kurzweiliges Heldengedicht

(Übersetzung, 1839)

Wolfram von Eschenbach, Parzival und Titurel. Rittergedichte

(Übersetzung, 1842/1857)

Das Amelungenlied. 3 Theile

(Übersetzung, 1843-1849)

Gudrun. Deutsches Heldenlied

(Übersetzung, 1843)

Das Heldenbuch, 6 Bde.

(Übersetzungen, 1843-49)

Gedichte

(1844)

Das kleine Heldenbuch

(Übersetzungen, 1844)

Der ungenähte Rock oder König Orendel wie er den grauen Rock gen Trier brachte.

Gedichte des 12. Jahrhunderts

(Übersetzungen, 1845)

Reinicke Fuchs. Aus dem Niederdeutschen

(Übersetzung, 1845-1847)

Doctor Johannes Faust. Puppenspiel in vier Aufzügen

(1846)

Die Deutschen Sprichwörter. Gesammelt

(1846)

Das deutsche Kinderbuch. Altherkömmliche Reime, Lieder, Erzählungen,

Uebungen, Räthsel und Scherze für Kinder, gesammelt

(1848)

Das Deutsche Räthselbuch, Gesammelt

(1850)

Die Edda, die ältere und die jüngere nebst den mythischen Erzählungen der Skalda

(Übersetzung, 1851)

Altdeutsches Lesebuch zum Gebrauch bei Vorlesungen. Mit einer mhd. Formenlehre

(1851)

Die deutschen Volkslieder. Gesammelt

(1851)

Die Tochter Sion oder die minnende Seele. Gedicht des 13. Jhs.

(Übersetzung, 1851)

Handbuch der deutschen Mythologie mit Einschluß der nordischen

(Übersetzung, 1853/1855)

Ad audiendam publicam orationem DE DISCORDIA INTER COELESTES MARITOS

pro aditu muneris professoris ordinarii in facultate philosophorum Bonnensi

(1853)

Tristan und Isolde. Von Gottfried von Straßburg

(Übersetzung, 1855)

Heliand. Christi Leben und Lehre. Nach dem Altsächsischen

(Übersetzung, 1856)

Lieder der Minnesinger

(Übersetzungen, 1857)

Die Nibelungenstrophe und ihr Ursprung. Beitrag zur deutschen Metrik

(1858)

Beowulf. Das älteste deutsche Epos

(Übersetzung, 1859)

Gedichte. Neue Auswahl

(1863)

Die Frithiofs-Sage von Essaias Tegnér. Mit den Abendmalskindern

(Übersetzung, 1863)

Deutsche Märchen, erzählt

(1864)

Aesops Leben und Fabeln nebst den ihm zugeschriebenen alten Fabeln

und den Fabeln des Rimicius und Avianus

(Übersetzungen, 1866)

Freidanks Bescheidenheit. Ein Laienbrevier. Neudeutsch

(Übersetzung, 1867)

Shakespeares Gedichte. Deutsch

(Übersetzungen, 1867)

Faust. Das Volksbuch und das Puppenspiel

(1873)

Der arme Heinrich des Hartmann von Aue, übersetzt. Mit verwandten Gedichten und Sagen

(Übersetzung, 1875)

 

 

Sekundäres

 

Karl-Simrock-Forschung

Karl Simrock bei Helmut Schulzes Litlinks

Das Nibelungenlied (mittelhochdeutsch)

Quellen