Kürzel (Prüfungsamt)

AWP 0635

Art der Lehrveranstaltung

Vorlesung

Wird gehalten

keine Angabe

Credits

2

Semesterwochenstunden

2

Art des Leistungsnachweises

Klausur

Benotung

Kommanote

Inhalte

 

Gehört das Schlachtfeld der Zukunft vollautonomen Killerrobotern und Hackern? Wird das internationale System der Friedenssicherung, das nach dem II. Weltkrieg entstanden ist, mit diesen neuen technologischen Herausforderungen fertig? Scheitert es nicht bereits an aktuellen bewaffneten Konflikten und Bedrohungsszenarien?: Noch nie seit 1989 war die Kriegsgefahr zwischen Atommächten größer und weltweit eskalieren entstaatlichte, privatisierte (Bürger-)Kriege von Rebellenführern, Clanchefs, Warlords und Terrormilizen. Dieser ‚neuen‘ Form des asymmetrischen Krieges ist die Zivilbevölkerung in bisher ungekanntem Ausmaß schutzlos ausgeliefert und fällt ihr zum Opfer. Wie kann es danach überhaupt noch Frieden geben?

Die Vorlesung beleuchtet aktuelles Kriegsgeschehen (von Afghanistan bis Star Wars) und seine Ursachen und Hintergründe, sie zeigt sich verändernde Kriegsformen (vom konventionellen zum Cyberwar/hybrid war; COIN) auf, diskutiert (Bürger-)Kriegsdefinitionen, beschäftigt sich mit dem weltweiten ‚Krieg gegen den Terror‘, internationaler Sicherheitspolitik mit und ohne Waffen (UN/ NATO/ OSZE / Europarat), Rüstungspolitik („Drohne war gestern“) und dem Internationalen Strafgerichtshof.

Sie erhalten Einblick in die komplexen Konfliktstrukturen des 21. Jahrhunderts und deren Herausforderungen für die internationale Gemeinschaft. Sie können Basiswissen erwerben u.a. zu den ‚Regeln des Krieges‘ (humanitäres Völkerrecht) und dem System der kollektiven Sicherheit, von dessen Zustand Sie sich am Ende der Vorlesung (hoffentlich) ein eigenes Bild machen können.

Hinweis: Englischkenntnisse wünschenswert; BYOD (nach Ansage)