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Projekt SMILe gewinnt Theodor-Fliedner-Medaille für innovative Pflegepraxis der Kaiserwerther Diakonie

 
Grafik Smile-Projekt
Die Protokollierung ausgewählter Symptome und Vitalparameter in einer App könnte zu einer verbesserten Situation für Patient:innen führen.
25.05.2020
Augsburg/Düsseldorf

Das Projekt SMILe ist von der Kaiserwerther Diakonie/Düsseldorf mit der Theodor-Fliedner-Medaille für innovative Pflegepraxis ausgezeichnet worden. Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes der Universitätsklink Freiburg, der Universität Basel und der Hochschule Augsburg ist die Verbesserung der Nachsorgesituation von Patient:innen nach einer allogenen Stammzellentransplantation, die z.B. nach einer Leukämieerkrankung notwendig ist.

 

SMILe steht für „Development and Testing of an Integrated Model of Care in the Continuum of Allogeneic Hematopoietic SteM Cell TransplantatIon faciLitated by eHealth“, also für die Implementierung und Testung eines E-Health-gestützten Versorgungsmodells nach allogener Stammzelltransplantation. Diese Behandlung wird bei bösartigen Erkrankungen vorgenommen, die das Blut(-bildende)-System betreffen. Dabei werden Blutstammzellen von einem Spender zu einem Empfänger übertragen. Im Jahr nach der Transplantation treten häufig Folgekomplikationen auf und viele der Betroffenen benötigen Unterstützung im Alltag. Mit 12 persönlichen Pflegeinterventionen und der SMILe-App wird den Betroffenen geholfen, in ihrem Selbstmanagement sicherer zu werden. Sie können wichtige Werte selbst überwachen und auf Wunsch an das Transplantationszentrum übermitteln, wo sie von einer Pflegefachperson eingesehen werden.

Ein Team der Hochschule Augsburg unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Alexandra Teynor und Prof. Dr. Phillip Heidegger beteiligt sich in dem Projekt als technischer Partner und übernimmt die Entwicklung der E-Health-Applikation. Im Rahmen eines Semesterprojektes des Studiengangs Interaktive Medien wurden im Sommersemester 2017 erste Designentwürfe sowie Interaktionsabläufe erarbeitet sowie ein erster Prototyp umgesetzt. Seit dem Projektstart wurde der Prototyp, bestehend aus den Komponenten SMILe-App und SMILe-Care (Monitoring), in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern kontinuierlich weiterentwickelt. Seit Januar 2020 läuft eine erste Testphase mit Patient:innen am Universitätsklinikum Freiburg, ab 2021 auch am Universitätsspital Basel. Alle medizinischen Aspekte werden dort von Expertenteams aus den Bereichen Medizin und Pflegewissenschaften erarbeitet. Parallel hierzu startete das Projekt DARE, in dem die ethisch-sozialen Dimensionen des Projektes untersucht werden.

Die Kaiserswerther Diakonie hatte die Theodor-Fliedner-Medaille im vergangenen Jahr erstmals ausgelobt. Gefragt waren fundierte und nachhaltige Projekte, die die gängige Pflegepraxis verbessern. SMILe konnte sich gegen insgesamt 37 weitere Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchsetzen und den wissenschaftlichen Beirat überzeugen. Die Auszeichnung hätte ursprünglich im Rahmen der 5. ANP-Tagung (Advanced Nursing Practice) vergeben werden sollen. Bedingt durch die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen werden die Tagung und die Preisverleihung am 7. Mai 2021 in Düsseldorf stattfinden.

 

Die Kaiserswerther Diakonie hatte die Theodor-Fliedner-Medaille im vergangenen Jahr erstmals ausgelobt. Gefragt waren fundierte und nachhaltige Projekte, die die gängige Pflegepraxis verbessern. SMILe konnte sich gegen insgesamt 37 weitere Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchsetzen und den wissenschaftlichen Beirat überzeugen. Die Auszeichnung hätte ursprünglich im Rahmen der 5. ANP-Tagung(Advanced Nursing Practice)vergeben werden sollen. Bedingt durch die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen werden die Tagung und die Preisverleihung am 7. Mai 2021 in Düsseldorf stattfinden.

Theodor Fliedner Medaille