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Bachelorstudium Soziale Arbeit: Das 100-Tage-Fazit

 
Kilian, Carolin und Simon (v.l.) berichten über die ersten 100 Tage ihres Studiums.

Anfang Oktober starteten Carolin, Kilian und Simon in ihr erstes Semester der Sozialen Arbeit an der Hochschule Augsburg. Die ersten 100 Tage haben sie nun hinter sich – und die drei ziehen ein erstes Fazit: In der neuen Folge unserer Serie berichten sie, wie es Ihnen in den ersten Wochen des Studiums ergangen ist, wie ihnen das Hochschulleben gefällt und was sie für die Semesterferien geplant haben.

 
Marc berichtet über die ersten 100 Tage seines Studiums.

Es ist Ende der Vorlesungszeit des Wintersemesters. Das heißt für die Studierenden der Hochschule Augsburg, dass Lernen ansteht – auch für Carolin, Kilian und Simon: „Wir stecken mitten in der Prüfungsphase“, sagt Kilian. Ein bisschen Zeit, um auf die letzten Wochen und Monate – die 100 ersten Tage des Studiums – zurückzublicken, bleibt aber trotz der Prüfungsvorbereitung.

Nach den Einführungsveranstaltungen Anfang Oktober ging es mit dem normalen Vorlesungsbetrieb los; unter anderem mit „Methoden der Sozialen Arbeit“, „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“ und „Recht“.  

 

Bei Geschichte und Grundlagen der Sozialen Arbeit ging es vor allem um Grundlagen der Philosophie und verschiedene Gesellschaftstheorien“, sagt Simon. „Außerdem haben wir uns in Gruppen einen Träger der sozialen Arbeit in der Region ausgesucht und Interviews geführt. Ich war mit meiner Gruppe beim Sozialdienst katholischer Männer. Wir sind der Frage nachgegangen, wie Öffentlichkeitsarbeit die Soziale Arbeit verändern kann." Kilian und Carolin besuchten die St. Gregor Kinder- und Jugendhilfe. „Das war spannend, da es die Organisation schon so lange gibt, sie so groß ist und so viele verschiedene Tätigkeitsbereiche hat“, sagt Carolin. Auch fand Carolin toll, dass sowohl die Geschichte der Sozialen Arbeit allgemein, aber auch gezielt in Augsburg und der Region betrachtet wurde. 

Ein abwechslungsreicher und anwendungsorientierter Stundenplan

 

Im Rahmen des Seminars „Sozialwissenschaftliche, sozialpolitische und politikwissenschaftliche Grundlagen“ setzten sich die Studierenden ebenfalls mit verschiedenen Organisationen der Sozialen Arbeit in Augsburg und der Region auseinander. „Wir haben einige kommunale und private Einrichtungen besucht, die in den Bereichen Mehrgenerationenwohnen, bürgerschaftliches Engagement und Integrationsarbeit tätig sind und uns dort mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ausgetauscht. Dabei ging es um den Aufbau der Organisationen, aber auch um die tägliche Arbeit und aktuelle Herausforderungen der Sozialen Arbeit“, sagt Kilian. „Das Seminar hat mir am besten von allen Lehrveranstaltungen gefallen.“

Simon hat einen anderen Favoriten: „Ich bin am liebsten in die Sozialpsychologie-Vorlesung gegangen." In Verbindung mit der Lehrveranstaltung wurde den Studierenden die Teilnahme an einem freiwilligen Projekt zum Thema Einstellungen und Vorurteile angeboten. Dort beschäftigten sie sich mit einer Gruppe, der sie selbst nicht angehören. „In meinem Fall war das die Ultraszene, bei anderen Leuten die Zeugen Jehovas oder die AfD. Das war sehr spannend.“

Carolin und Simon berichten über die ersten 100 Tage ihres Studiums.
Kilian und Carolin im Gespräch über die ersten 100 Tage ihres Studiums
Carolin berichtet über die ersten 100 Tage ihres Studiums.

Der Start ins Studium: Wie war's für Carolin, Kilian und Simon?

 

„Wir haben uns von Anfang an gut zurechtgefunden“, sagt Kilian. „Es ist ein großer Vorteil, dass unser Studiengang noch so klein ist. Die Betreuung ist sehr gut und die Studierenden haben untereinander ein gutes Verhältnis und man hilft sich gegenseitig“. Auch das Hochschulleben neben den Vorlesungen gefällt den dreien. „Ich war schon im Hochschulkino der studentischen Vertretung“, erzählt Carolin. „Das fand ich super.“ Kilian lobt vor allem die Verpflegungssituation an der Hochschule „Mensa, Cafeteria, Cafebar – was will man mehr?!“

Ein paar kleine Anfangsschwierigkeiten gab es dann doch – diese wurden aber mittlerweile beseitigt:Wir sind der erste Jahrgang, und am Anfang gab es in der Bibliothek nur wenig Literatur für uns“, sagt Kilian. Inzwischen ist das Angebot aber super und der Bestand wird laufend aufgestockt. Wir können auch Anregungen geben, welche Bücher angeschafft werden sollen.“

Carolin musste sich anfangs noch etwas mit dem Studentendasein arrangieren. „Ich habe den Aufwand, den ein Studium mit sich bringt, ein wenig unterschätzt“, sagt sie. „Deshalb musste ich die Arbeitszeit in meinem Nebenjob etwas reduzieren.“ Auch Simon fand das Zeitmanagement am Anfang herausfordernd. Alle drei Studierenden versichern aber, dass ihnen die Umstellung auf das Studentenleben inzwischen gut gelungen ist.

 
Carolin und SImon berichten von den ersten 100 Tagen ihres Studiums.

Durchatmen und dann voller Energie ins zweite Semester

 

Bevor es in die wohlverdienten Semesterferien geht, ist jetzt aber erst mal noch Lernen angesagt. Auf Carolin, Simon und Kilian warten noch vier Klausuren. Außerdem steht die Abgabe zweier Essays an. Das klingt zunächst einmal nach sehr, sehr viel Aufwand. Doch Kilian sagt: „Wenn man regelmäßig in die Vorlesungen und Seminare geht, dann ist es am Ende des Semesters gar nicht mehr so viel zu lernen.“ Außerdem haben die Studierenden einige Prüfungsleistungen wie Referate oder die Moderation von Gruppendiskussionen schon während des Semesters erbracht.

Kilian (l.), Carolin und Simon berichten von den ersten 100 Tagen ihres Studiums.
Carolin berichtet über die ersten 100 Tage ihres Studiums.
Simon berichtet über die ersten 100 Tage seines Studiums.

Letztendlich fällt das Fazit nach den ersten 100 Tagen bei allen dreien sehr positiv aus: „Einer meiner Hauptgründe, mich für das Studium der Soziale Arbeit hier an der Hochschule zu bewerben, war ja, dass ich mir mehr Praxisbezug im Studium gewünscht habe“, sagt Kilian. „Dieser Wunsch wurde schon in den ersten Wochen des Studiums voll erfüllt und sogar übertroffen. Ich freue mich schon auf das zweite Semester." Dann steht für die Studierenden – neben Lehrveranstaltungen, beispielsweise aus den Bereichen Soziologie und Pädagogik, interkulturelle Kommunikation, Recht und angewandte Psychologie – auch ein Wochenendseminar im Hochschulzentrum Vöhlinschloss in Illertissen auf dem Programm. Außerdem freuen sich die Studierenden auf den Frühling und Sommer auf dem Campus – „und auf das Campus-Open-Air“, sagt Carolin.  

Kilian berichtet von seinem ersten Semester an der Hochschule Augsburg.
 

Für die Semesterferien haben die Studierenden des neuen Studiengangs ganz unterschiedliche Pläne. Einige werden Arbeiten oder ihr Grundpraktikum absolvieren. Kilian, Carolin und Simon müssen sich damit nicht mehr beschäftigen: Alle drei haben ihr Grundpraktikum bereits hinter sich oder können sich ihre frühere berufliche Tätigkeit anrechnen lassen. Für sie heißt es demnach in der vorlesungsfreien Zeit vor allem Entspannen und Kräfte für das nächste Semester sammeln – im Urlaub in Vietnam wie Carolin, in Dublin wie Simon oder zuhause wie Kilian – und dann Mitte März wieder voll durchstarten. Es wird spannend, was die drei dann zu berichten haben.