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Josefa Rackl erhält Kulturpreis Bayern

Die Absolventin der Fakultät für Gestaltung an der THA erhält die Auszeichnung für ihre Masterarbeit „Synergy“

 
Preisträgerin Josefa Rackl mit dem bayerischen Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume (l.) und Bayernwerk-Chef Dr. Egon Leo Westphal (r.). (Copyright: Alex Schelbert)
24.11.2023
München

Am Donnerstag, 16. November 2023, zeichnete die Bayernwerk AG (Bayernwerk) Josefa Rackl als eine von insgesamt 33 Absolvent:innen und Doktorand:innen bayerischer Hochschulen, Universitäten und Kunsthochschulen mit dem Kulturpreis Bayern in der Sparte Wissenschaft aus. Die gebürtige Berchingerin erhielt den Preis für„Synergy“ – ihre Masterarbeit, für die sie bereits zwei bronzene Talent Awards des Art Directors Club Deutschland und einen Creative Communication Award 2023 erhalten hatte.

 

Josefa Rackl geht in ihrer Masterarbeit „Synergy“ der Frage nach, welche Möglichkeiten Technologien wie künstliche Intelligenz Kreativen bieten, Bild und Ton zu verbinden und die Unterschiede zwischen optischer und akustischer Wahrnehmung zu überwinden – konkret bezogen auf die Visualisierung elektronischer Musik. Dazu analysiert die künstliche Intelligenz „Cyanite“ Musikstücke anhand verschiedener Kategorien wie Genre und Charakter. Rackl übersetzt diese Daten dann gezielt in visuelle Parameter mittels eines eigens geschriebenen Algorithmus. Die Daten beeinflussen so Farbe, Form und Bewegung der dadurch entstehenden Musikvisualisierungen. Betrachtende können die Visualisierungen mithilfe einer Benutzeroberfläche erkunden und die Zusammenhänge innerhalb des Designsystems erfahren. Es entsteht ein immersives Erlebnis, das die kreativen Möglichkeiten künstlicher Intelligenz sichtbar macht. „Mein Projekt soll letztlich einen Weg zur Integration von KI in Design und Kunst aufzeigen“, erklärt Josefa Rackl.

 

Josefa Rackl studierte im interdisziplinären Masterstudiengang Interaktive Mediensysteme, der an der Fakultät für Gestaltung und der Fakultät für Informatik der Technischen Hochschule Augsburg angesiedelt ist. Die Arbeit entstand im Wintersemester 2022/2023 unter Betreuung von Prof. Daniel Rothaug und Johannes Ewald. Bereits im Sommer hatte Rackl für „Synergy“ zwei bronzene Talent Awards des Art Directors Club Deutschland und einen Creative Communication Award 2023 in der Kategorie „Innovative technologies (VR and other) / Advertising“ erhalten. Auch das Fachmagazin für Mediengestaltung Page hat bereits über das Projekt berichtet.

Smartphone mit Angabe von analysierten Daten
Mittels eines Interfaces können die Betrachtenden die Visualisierungen steuern. Die Analysedaten geben dabei Hinweise auf Zusammenhänge innerhalb des Designsystems.
ein Mensch betrachtet eine Musikvisualisierung
„Synergy“ visualisiert elektronische Musik mithilfe von KI. Ziel ist es, Unterschiede zwischen optischer und akustischer Wahrnehmung zu überwinden. (Bildnachweis: Josefa Rackl)

Der Kulturpreis Bayern für herausragende Talente

 

Erstmals wurde der Kulturpreis Ostbayern im Jahr 1959 verliehen. Seit 2005 wird der Kulturpreis Bayern jährlich vom Bayernwerk in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verliehen. In diesem Jahr kamen rund 300 Gäste in die Münchner Eisbach Studios, mehrere Fernsehsender übertrugen die fast zweistündige Preisverleihung.

Dr. Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, erläuterte: „Wissenschaft und Forschung sind der Motor für Entwicklung und Fortschritt. Sie liefern wichtige Impulse, ohne sie wären wir den Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen. Mit dem Kulturpreis möchten wir eine breite Öffentlichkeit genau darauf aufmerksam machen und herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darin bestätigen, ihren Weg weiterzugehen.“ Der Bayerische Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume betonte: „Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen für die Bedeutung Bayerns als Wissenschaftsstandort. Unsere Hochschullandschaft ist breit aufgestellt, hält dem internationalen Vergleich stand und bringt auch in diesem Jahr wieder neue Sterne am Forschungshimmel hervor. Darauf sind wir sehr stolz.“

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie nachträglich unter https://bayernwerk-live.de/kulturpreis-bayern/ sehen. Dort sind auch die Steckbriefe aller Wissenschaftspreisträger:innen zu finden.

Auszeichnung mit Preisgeld und Statue

 

Neben den Wissenschaftspreisen wurde am selben Abend auch der Kulturpreis Bayern in der Sparte Kunst übergeben. Preisträger:innen waren die Schriftstellerin Rita Falk, die Künstler- und Kunstförderer Michaela und Bruno Wank, der Chefdirigenten der Bamberger Symphoniker Jakub Hrůša und die Künstlerin Adidal Abou-Chamat. Den diesjährigen Sonderpreis überreichte Markus Blume an den Karikaturisten Dieter Hanitzsch.

Die Preise in der Sparte Kunst und der Sonderpreis sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, der Wissenschaftspreis mit jeweils 2.000 Euro. Alle Preisträger:innen erhalten außerdem die vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer entworfene Bronzestatue „Gedankenblitz“.

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